Der österreichische Markt für Fliesenkleber, Fugenmörtel und Spachtelmassen für Boden und Wand ist im Jahr 2025 erneut geschrumpft, allerdings mit geringerer Dynamik als im Jahr zuvor. Das zeigen aktuelle Daten einer Studie des Marktforschungsinstituts Branchenradar Marktanalyse. Demnach sanken die Herstellererlöse im Vorjahr um 1,8 Prozent auf insgesamt 101,1 Millionen Euro.
Besonders betroffen waren Fliesenkleber und Fugenmörtel. „Der Umsatz sank im Jahresvergleich um drei bis vier Prozent“, sagt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Branchenradar Marktanalyse. Bodenmassen entwickelten sich hingegen stabil und erreichten in etwa das Niveau des Vorjahres. Als Grund nennt die Studie unter anderem die zunehmende Verwendung von Ausgleichsmassen, die eine normgerechte Verlegung von Bodenbelägen unterstützen.

Quelle: Branchenradar
Vergleichsweise moderat fiel der Rückgang bei Wandspachtelmassen aus. Hier reduzierte sich der Umsatz um rund 400.000 Euro. Im Jahr 2024 hatten die Einbußen noch bei 4,4 Millionen Euro gelegen. Gestützt wurde die Nachfrage, insbesondere vom Nichtwohnungsbau, vor allem durch Neubauprojekte. Trotz insgesamt rückläufiger Bauproduktion blieb das bauwirksame Volumen für Wandspachtelmassen laut Studie annähernd stabil.
Während der Absatz pulverförmiger Produkte zurückging, legten Wandspachtelmassen auf Kunststoffbasis gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent zu.
Für das laufende Jahr rechnet Branchenradar mit einer leichten Erholung. Laut Prognosemodell könnte der Umsatz 2026 moderat um rund ein Prozent wachsen. Geopolitische Entwicklungen der vergangenen Wochen sind darin allerdings noch nicht berücksichtigt. Kreutzer kommentiert dies mit Zurückhaltung: „Erfahrene Propheten warten die Ereignisse ab.“





