In den Räumen der Handwerkskammer Kaiserslautern, unweit des bekannten Fritz-Walter Stadion auf dem Betzenberg, fand Ende September der proFliese Technik-Tag statt. Ein Nachmittag für Fliesenleger, rund um das Thema Technik und Handwerk.
Nach Begrüßung der knapp 30 Teilnehmer durch Markus Kohl, starteten Adrian Pientka und Karl Funnemann von der Firma baqua mit dem ersten Thema. Das Partnerunternehmen von TECE ist hauptsächlich im SHK-Geschäft zu Hause, spricht nun aber auch die Fliesenleger im Land an. Die neu entwickelte flache Dusche, die ohne Gefälle auskommt, darf und kann auch von Fliesenfachbetrieben direkt gekauft und eingebaut werden. Es ist eine schöne Alternative zur bodengleich gefliesten Dusche, oder zu anderen flachen Duschflächen.
Das baqua Duschsystem besteht aus einem Rahmensystem mit integriertem Ablauf, einer Deckplatte aus Edelstahl und wahlweise aus einem hydraulischen Hubsystem um die Dusche zu öffnen.Fliesen oder Natursteine werden dann auf die Edelstahlplatte verklebt. Der Vorteil für den Kunden ist, dass es keine Rinne oder Punktablauf mehr gibt, sondern das Wasser auf allen vier Seiten der Dusche gleichmäßig abläuft und das ohne Gefälle.
Danach erklärte Markus Kohl, als Mitglied des Normenausschuss DIN 18534, den Teilnehmern die neueste Errungenschaft und kommende Innovation der Normung. Als Teil 7 der 18534, wird demnächst ein „Technical Report“ erscheinen, der alle Themen der Abdichtungsnorm zum Bau von barrierefreien Bädern sammelt, und mit wichtigen Hinweisen für Planer ergänzt. Mit diesem Regelwerk werden dann Spritzweiten von Wasser, offene Duschen und z.B. das Gefälle des Duschbodens, normativ festgelegt. Der „Technical Report – Teil 7“ ist keine normale DIN Norm. Die beste Erklärung ist eine Art „Schnittstellenkoordination Nassraum aus dem Hause DIN“.

Olaf Otto, li und Lukas Fornalik, re von Faktum.
proFliese Fördermitglied Faktum aus Wilsdorf bei Siegen war zu Gast mit dem Geschäftsführer Olaf Otto, sowie Lukas Fornalik. Beide stellten das Unternehmen und die Produktpalette von Faktum und Substrat vor. Neben einem breiten Angebot an Bauchemie, liefert die Firma auch Zubehör und Werkzeug für Fliesenleger. Positiv aufgefallen ist das Produkt einer zementären Dichtschlämme im Eimer, die als Fertigmischung nicht mehr angerührt werden muss und auch für kleine Mengen eine sparsame Variante darstellt.
Den Abschluss machte Markus Kohl mit der Vorstellung der „proFliese Schnittstellenkoordination Dachterrasse“. Das erste Regelwerk dieser Art wird in einem großen Arbeitskreis von Experten aus der Normung, Architekten, Ingenieuren, Sachverständigen, dem Technischen Ausschuss von proFliese, sowie dem Zentralverband des Dachdeckerhandwerks (ZVDH) aus Köln geschrieben und herausgegeben. Die etwa 20 verschiedenen Themen die bei Dachterrassen über genutzten Räumen immer wieder Probleme bereiten, werden in kurzen und klaren Beschreibungen so erklärt, dass es jeder der am Bau beteiligten Personen versteht und auf die Bedürfnisse der anderen Gewerke eingehen kann. Wie überall am Bau ist Absprache und Koordination ganz wichtig, Im Falle eines Flachdaches, sogar extrem wichtig.





