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Fotos: Aniet
Fotos: Aniet

Portugiesischer Naturstein im Fokus von Architektur und Innenausbau

Portugiesischer Naturstein soll bei anspruchsvollen Architektur- und Innenausbauprojekten in Deutschland stärker zum Einsatz kommen. Als Referenzen dienen unter anderem Kulturbauten, Bürogebäude, Hotels und Verkehrsinfrastruktur. Mit der Initiative „Portuguese Stone – The Natural Path“ möchte der portugiesische Branchenverband Aniet diese Präsenz ausbauen.

Aniet, der portugiesische Verband der Gewinnungs- und Verarbeitungsindustrie, richtet sich mit der Initiative an Architekten, Innenarchitekten und Planer in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen die gestalterischen Möglichkeiten der Natursteine sowie die technischen Fähigkeiten der verarbeitenden Unternehmen.

Referenzen in deutschen Städten

Ein Beispiel ist das Bürogebäude Fortyseven & Co. im Frankfurter Bankenviertel. Seine skulptural gestaltete Fassade besteht aus portugiesischem Kalkstein der Sorte Creme Royal, ergänzt durch Creme Sintra in der Gebäudeneinfassung. Individuell zugeschnittene Steinelemente prägen die Geometrie der Außenhaut. Das Projekt stand 2015 auf der Auswahlliste für den Deutschen Naturstein-Preis.

Eine weitere Referenz ist die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle. Das von Oswald Mathias Ungers entworfene und 1997 eröffnete Gebäude verbindet Fassaden aus portugiesischem Kalkstein mit einem Sockel aus schwedischem Granit. Der Naturstein trägt zur zurückhaltenden architektonischen Gestaltung des Museumsbaus bei.

In Berlin wurde die Außenfassade des Marriott Hotels mit dem Kalkstein Moca Creme bekleidet. Am Terminal zwei des Münchner Flughafens findet sich derselbe portugiesische Kalkstein in Bodenbelägen und dekorativen Innenwandplatten. Die Projekte zeigen unterschiedliche Einsatzbereiche – von der Hotelfassade bis zu stark frequentierten Verkehrsflächen.

Gestaltung und Verarbeitung

Die Referenzbauten veranschaulichen, wie portugiesischer Naturstein bei unterschiedlichen Gebäudetypen, Größenordnungen und architektonischen Konzepten eingesetzt werden kann.

Francelina Pinto, Generaldirektorin von Aniet.

„Portugiesischer Naturstein erfüllt diese Anforderungen mit einer einzigartigen Kombination aus Schönheit, Zuverlässigkeit und industriellem Know-how“, sagt Francelina Pinto, Generaldirektorin von Aniet. Sie bezieht sich dabei auf die Erwartungen des deutschen Marktes an Präzision, Dauerhaftigkeit und gleichbleibende technische Eigenschaften.

Portugals Kalksteine, Marmore, Granite und Schiefer bieten unterschiedliche Farben, Texturen und Oberflächenbearbeitungen. Damit lassen sich gestalterische Verbindungen zwischen Fassaden, Eingangshallen, Böden und weiteren Innenraumflächen herstellen.

Die Leistungen der Anbieter umfassen die Materialauswahl, maßhaltige Zuschnitte, gleichmäßige Oberflächenbearbeitungen und individuelle Fertigungen. Technische Dokumentationen und die Organisation der Logistik unterstützen die Umsetzung von der Planung bis zum Einbau.

Exporte nach Deutschland gestiegen

Nach den von Aniet angeführten Branchenzahlen erreichten die portugiesischen Natursteinexporte nach Deutschland in den ersten beiden Monaten 2026 einen Wert von 3,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von rund 37 Prozent.

Mit „Portuguese Stone – The Natural Path“ will der Verband an die bestehenden Referenzen anknüpfen und weitere Projekte im deutschen Architektur- und Innenausbaumarkt erschließen.

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