proFliese veröffentlicht Merkzettel zur Feuchtemessung
Ralf Schanze
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Der Technische Ausschuss der proFliese e.V. stellt regelmäßig Merkblätter und Regelwerke für seine Mitgliedsbetriebe zur Verfügung. Die Veröffentlichungen richten sich an Praktiker wie Fliesenleger, Meister und Sachverständige und sind entsprechend verständlich und praxisnah aufbereitet. Nichtmitglieder können die Schriften über die Website des Verbands erwerben.
Ein aktueller Merkzettel widmet sich der Restfeuchtemessung zur Ermittlung der Belegreife. Das Thema wird in der Fachwelt seit Jahren intensiv diskutiert, ein einheitlicher Konsens zu Messmethoden und deren Aussagekraft besteht bislang nicht.
Der Merkzettel beschreibt einen mehrstufigen Ansatz zur Beurteilung der Feuchtesituation. Zunächst werden mit Thermo- und Hygrometer die klimatischen Bedingungen auf der Baustelle erfasst. Denn ein Untergrund kann nur dann austrocknen, wenn Temperatur und Luftfeuchte dies zulassen. Anschließend erfolgt eine zerstörungsfreie Vorprüfung mit elektronischen Messgeräten, um einen Überblick über die Feuchteverteilung zu erhalten. Erst auf dieser Grundlage wird die CM-Messung gezielt eingesetzt.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Bewertung zulässiger Restfeuchtewerte. Immer wieder kommt es zu Unklarheiten, wenn Estrichleger auf Basis der DIN 18560 eigene Grenzwerte angeben, die nicht auf den späteren Oberbelag abgestimmt sind. Entscheidend ist jedoch, dass die zulässige Restfeuchte vom Gesamtsystem abhängt. Eigenschaften des Oberbelags sowie der eingesetzten Kleber und Mörtel beeinflussen maßgeblich die Anforderungen an die Belegreife. Einheitliche Grenzwerte lassen sich daher nicht allgemeingültig festlegen.
Der Merkzettel steht Mitgliedern von proFliese kostenfrei zur Verfügung. Weitere Interessierte können ihn über die Website des Verbands beziehen.