Es gibt einige Themen in der Fliesenwelt, die besonders intensiv diskutiert werden. Eines davon sind die sogenannten „Megaformate“. Eigentlich ist diese Bezeichnung irreführend, weil das Material auf seine Größe reduziert wird und nicht die Materialeigenschaften im Mittelpunkt stehen.
Man unterscheidet schließlich auch nicht zwischen großen und kleinen Fliesen. Die fachlich korrekte Bezeichnung wäre daher eher „Technisches Feinsteinzeug“ oder „Hochleistungskeramik“. Denn die Besonderheiten liegen nicht in der Größe der Fliese, sondern im Material und der Art der Herstellung.
Im proFliese-Merkzettel „Technisches Feinsteinzeug – Hochleistungskeramik – Groß- und Megaformate“ wird erläutert, welche Herstellungsverfahren es gibt, um Fliesen mit Abmessungen von etwa 260 x 120 cm herzustellen.

Ergänzend beschreibt proFliese die Normung des Materials, haftungsfeindliche Rückseiten von Platten sowie die Tatsache, dass die besonderen Materialeigenschaften aufgrund der Herstellungsverfahren heute auch bei kleineren Fliesenformaten auftreten können.
Weltweit stellen Hersteller ihre Produktion schrittweise auf neue Verfahren und Maschinen, beispielsweise von System GEA oder Sacmi, um. Diese Herstellungsverfahren gelten als energie- und ressourcenschonender, während das klassische Pressverfahren zunehmend in den Hintergrund rückt.
Dadurch sind inzwischen Fliesen im Format 30 x 60 cm oder 60 x 60 cm erhältlich, die die gleichen Materialeigenschaften wie großformatige Platten besitzen, da sie aus diesen geschnitten werden. Deshalb hält proFliese eine präzisere Bezeichnung des Materials für wichtig und plädiert dafür, künftig nicht ausschließlich von „Megaformaten“ zu sprechen.
Für Mitglieder von proFliese ist der Merkzettel kostenlos erhältlich. Nichtmitglieder können ihn über die Webseite des Verbandes erwerben.





