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Baugewerbe: Konjunkturerwartungen geben im März nach

Auswirkungen der Coronakrise auf den Baustellenbetrieb deutlich spürbar

Nach der monatlichen Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zur Nachfrage- und Produktionsentwicklung sind die Auswirkungen der Coronakrise auf den Baustellenbetrieb im März deutlich spürbar. Eine stabilisierende Wirkung hatten entsprechende Erlasse des Bundes (dem Bundesministerium des Inneren und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur) zur angestrebten Aufrechterhaltung des Baustellenbetriebes. Zudem sollen demnach Planungen fortgesetzt und weitere Bauvorhaben zur Ausschreibung geführt werden.

Erwartungsgemäß gab es deutlich mehr Meldungen zur Behinderung der Bautätigkeit. Der Anstieg ist vorrangig auf Folgewirkungen der Corona-Pandemie, wie krankheitsbedingte Ausfälle bei Arbeitnehmern und Lieferschwierigkeiten von Material, zurückzuführen. Zudem kam es zu Verzögerung des Baubeginns und Unterbrechungen und Baustellenschließungen von Bauherrenseite.

Während die Geschäftslage, vor allen Dingen im Wohnungsbau, im März – vor dem Durschlagen der Pandemie – noch gut beurteilt wurde, geben die Erwartungen für die kommenden drei Monate erkennbar nach. Die Unternehmen erwarten Auswirkungen auf die Nachfrage in den kommenden Monaten in allen Bausparten. Wegen Umsatzrückgängen in der Industrie und besonders im Dienstleistungsbereich wird mit der Zurückstellung von Investitionen im Wirtschaftsbau gerechnet. Kommunen rechnen vielerorts mit Einbrüchen bei den Gewerbesteuereinnahmen, was ihre Investitionsneigung hemmen wird. Im Wohnungsbau werden Schwierigkeiten bei Projektfinanzierungen befürchtet.

Die Geräteauslastung im März hielt im Hochbau knapp das Vormonatsergebnis mit gut 70%. Im Tiefbau ging der Wert saisonbedingt noch etwas hoch, von 60% auf 65%. Damit wurden auch jeweils (noch) die Vorjahreswerte gehalten. Die Auftragsbestände halten im Vormonatsvergleich bei 3,5 Monaten im Hochbau und gut 2,5 Monate im Straßenbau. Die zurückhaltenden Erwartungen schlagen sich jedoch bereits bei der Investitionsneigung der Bauunternehmer nieder. Es wird nur noch vor Ersatzinvestitionen berichtet.

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