Die Dynamik des Planens, Bauens und Betreibens stand im Mittelpunkt des Schomburg-Schwimmbadforums im April in Düsseldorf. Rund 100 Teilnehmer aus Architektur, Planung und Ausführung – spezialisiert auf die „Königsdisziplin“ des Fliesenlegens – diskutierten die spezifischen Herausforderungen der Branche anhand von beispielhaften Projekten. Höhepunkt war die Preisverleihung für das Schwimmbad des Jahres 2015.
Ganz bewusst richtete sich das Forum an hochspezialisierte Firmen und Architekturbüros, die in der Praxis mit der Planung oder Ausführung von Schwimmbädern und Spas befasst sind. Alexander Weber, geschäftsführender Gesellschafter bei Schomburg, sieht darin den Grund für den anhaltenden Erfolg des Veranstaltungsformats: „Auf dem Forum kommen Profis aus Planung und Ausführung zusammen – diesen disziplinenübergreifenden Dialog möchten wir fördern.“ Auch Objektmanager Marcus Kuczer sieht hier das Entwicklungspotenzial der Branche: „Ein fachlicher Austausch auf Augenhöhe ist nicht selbstverständlich. Eine Auseinandersetzung entsteht häufig erst dann, wenn der Schaden schon da ist. Kommunikation von Anfang an ist das A und O. So können wir viele Mängel vermeiden und die Prozesse auf allen Seiten optimieren.“
In konzentrierter Form zeigte sich, welche Herausforderungen sich in der Baubranche generell stellen: Schnittstellenproblematik zwischen Architekt, Planer und Ausführendem, Nachwuchssorgen im Handwerk und hoher Sanierungsbedarf aufgrund mangelhafter Planung oder Ausführung. Gleich im ersten Vortrag wurde die ambivalent diskutierte BIM-Methode durch Volker Krieger von planen bauen 4.0 vorgestellt und gezeigt, wo die Normungsarbeit in Deutschland steht. Deutlich wurde, wie wichtig es ist, die Mehrwerte der Methode greifbar für jeden Baubeteiligten darzustellen. Moderator Burkhard Fröhlich, Chefredakteur der „DBZ Deutsche BauZeitschrift“, betonte die Bedeutung von integralen Prozessen, die die noch weit verbreitete additive Arbeitsweise ablösen werden.

Verbunden mit allen Präsentationen war der Appell, das Verständnis für die Anforderungen des jeweils anderen Branchenzweiges zu vertiefen – oder wie es ein Teilnehmer formulierte: „Wir müssen mehr miteinander reden!“
Höhepunkt des zweitägigen Forums war die Abendveranstaltung mit Preisverleihung für das Schwimmbad des Jahres 2015 . Die Entscheidung fiel für das Sanierungsprojekt Schwimmhalle Finckensteinallee in Berlin, eine beispielhafte energetische Instandsetzung innerhalb des Denkmalschutzes, ausgeführt von Fliesenlegermeister Gerold Beck. Auf Platz 2 folgte das „Watt’n Bad“ in Dorum, realisiert von Fliesen Lepping, und auf Platz 3 landete das Außenbecken des Hotels Achalm in Reutlingen, ausgeführt von Gustav Vöhringer.
Weitere Informationen und Impressionen finden Sie unter www.schwimmbadforum.com.





