Aleluia Ceramics mit Sitz in Aveiro, Portugal, hat sein Produktsortiment auf einer klaren und umfassenden Idee aufgebaut: möglichst viele Oberflächen und Anwendungsbereiche – von Wohn- über Gewerbe- bis hin zu Industrieprojekten – abzudecken, ohne dabei die technische Qualität der einzelnen Produktlinien zu beeinträchtigen. Im vergangenen Jahr feierte das Unternehmen sein 120-jähriges Bestehen und damit einen bedeutenden Meilenstein seit seiner Gründung im Jahr 1905 als Fábrica dos Santos Mártires.
Als Vollsortimenter liegt das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Marke nicht in einer einzelnen Leitkollektion, sondern in der Breite ihres Angebots an Formaten, Oberflächen und Einsatzbereichen – von Steingut über glasiertes Feinsteinzeug bis hin zu unglasiertem stranggezogenem Feinsteinzeug.

Aleluia Ceramics: Vielfalt an Oberflächenstrukturen
„Wir möchten nicht nur für einen bestimmten Stil oder ein einzelnes Marktsegment bekannt sein“, sagt Diogo Marques, Marketingleiter von Aleluia. „Unser Ziel ist es, für jede Anforderung die passende Lösung zu bieten – sei es für einen Privatkunden, der sein Badezimmer renoviert, für einen Architekten, der die Ausstattung einer Hotellobby plant, oder für einen Ingenieur, der einen Krankenhausboden mit hohen Anforderungen an die Rutschhemmung konzipiert. Deshalb erweitern wir unser Sortiment kontinuierlich – von Stein- und Holzoptiken bis hin zu technischem Feinsteinzeug in durchgefärbter Ausführung –, sodass dieselbe Marke sowohl den Wohnungsbau als auch industrielle Anwendungen bedienen kann.“
Diese breite Marktabdeckung ermöglicht es Aleluia, ein vielfältiges Spektrum an Projekten zu bedienen – vom klassischen Wohnungsbau bis hin zu privaten und öffentlichen Großprojekten, insbesondere unter Einsatz der Keratec-Spezialprodukte. Dank seines umfassenden Produktportfolios kann Aleluia Ausschreibungsanforderungen flexibel erfüllen und sowohl nationalen als auch internationalen Kundengruppen ein vollständiges Sortiment aus einer Hand anbieten.
Marktanforderungen und regionale Präferenzen
Diese Philosophie spiegelt sich unmittelbar in den Markttrends und regionalen Präferenzen wider. „In Deutschland ist derzeit das Format 60 × 120 cm besonders gefragt. Architekten und Bauherren bevorzugen diese Größe, weil sich damit große Flächen mit nur wenigen Fugen gestalten lassen – ideal für die klare, minimalistische Ästhetik, die den Markt derzeit prägt“, erklärt Micael Almeida, Exportleiter von Aleluia.

Foto: Aleluia Ceramics, Kollektion Urban Atelier
Besonders gefragt sind auf dem deutschen Markt Fliesen in Stein- und Betonoptik, vor allem in schlichten Grau- und Erdtönen. Bei den Bodenformaten dominieren 60 × 60 cm und 60 × 120 cm; zunehmend etabliert sich auch das Format 120 × 120 cm als Standard. Ergänzt wird das Sortiment durch Steingutformate wie 30 × 60 cm und 30 × 90 cm, wodurch eine breite Auswahl für unterschiedlichste Anwendungen geboten wird.
Im Vergleich dazu können die regionalen Anforderungen ganz unterschiedlich ausfallen. „Frankreich hat seine ganz eigenen Vorlieben – dort ist das Format 45 × 45 cm besonders gefragt. Deshalb haben wir es gezielt in der Keratec-PRO-Serie beibehalten“, erklärt Almeida. „Es ist kein Format, das wir weltweit forcieren, doch für den französischen Markt ist es unverzichtbar. Das zeigt, wie stark lokale Nachfrage selbst innerhalb einer einzigen technischen Produktlinie die Produktion beeinflussen kann.“
Mit Blick auf die Zukunft erweitert Aleluia sein Sortiment kontinuierlich um neue Serien, die sich an aktuellen Markttrends und dem Wettbewerbsumfeld orientieren. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern in Deutschland und weiteren Märkten konsequent aus.
Ein umfassender Katalog: Kernkollektionen und ästhetische Designlösungen

Foto: Aleluia Ceramics, Kollektion Aurea
Der moderne Katalog der Marke ist darauf ausgerichtet, ganzheitliche Projektlösungen zu bieten – mit charakteristischen Serien, die für vielseitig nutzbare architektonische Räume entwickelt wurden. An der Spitze des Sortiments steht Aurea als eine der wichtigsten Neuheiten. Inspiriert von Naturstein, überzeugt die Serie mit einer ausdrucksstarken, tief strukturierten Oberfläche, die dezente Farbtöne und hochwertige Oberflächenveredelungen miteinander verbindet und so ausgewogene Raumkonzepte schafft.

Foto: Aleluia Ceramics, Kollektion Alba
Ergänzend zu diesen Steinoptiken bieten mehrere wichtige Kollektionen Lösungen für unterschiedliche Designrichtungen: Forma verbindet die Wärme von Holztönen mit der Ausdrucksstärke von Alternativen in Lackoptik und überträgt aktuelle Trends wie akustische Wandpaneele und rhythmische Wandreliefs in die keramische Gestaltung. New Concrete interpretiert industriellen Zement neu, indem die rohe Anmutung verfeinert wird und minimalistische, moderne Räume mit Charakter entstehen. Alba greift den rustikalen, mediterranen Charme traditioneller handgefertigter Cotto-Oberflächen auf und verbindet erdige Terrakotta-Töne mit zeitgemäßen grafischen Dekoren.
Kleinformatige und farbgeprägte Kollektionen
Im Bereich der kleinformatigen und farbgeprägten Kollektionen verfolgen die Serien zwei unterschiedliche Designsrichtungen, die jeweils kontrastierende ästhetische Ziele bedienen. Kollektionen wie Urban Atelier und Chroma konzentrieren sich auf grafische, modulare Gestaltungsmöglichkeiten, unterstützt durch eine umfangreiche Farbpalette und abgestimmte Ergänzungselemente – wie Ecken, Treppenstufen-Kanten, Hohlkehlen und Profile – und eignen sich damit ideal für klare, zeitgemäße Architekturkonzepte. Im Gegensatz dazu setzen handwerklich geprägte Serien wie Coral, Frame und New Zellige auf tief wirkende Glasuren, Craquelé-Oberflächen und den Charakter marokkanischer Handwerkskunst. Diese kleinformatigen Lösungen richten sich an traditionelle Küchen und ausdrucksstarke, dekorative Innenräume und zeigen, wie die Marke mit einer konsequenten Kleinformat-Logik völlig unterschiedliche Designansprüche erfüllen kann.

Foto: Aleluia Ceramics, Kollektion Coral
Letztlich ermöglicht Aleluia Ceramics in Kombination mit einem eigenen Handmalatelier, das spezialisierte Kollektionen sowie individuelle, maßgefertigte Designs nach Auftrag unterstützt, eine nahtlose Skalierung – von anspruchsvollen Wohnästhetiken bis hin zu hochbelastbarem technischem Feinsteinzeug für industrielle Anwendungen. Dadurch positioniert sich die Marke weniger als Spezialist für einen bestimmten Stil, sondern vielmehr als ein einziger, zuverlässiger Anbieter, der in der Lage ist, jedes Projektkonzept ganzheitlich von Anfang bis Ende abzudecken.
Hochleistungsfähigkeit und technische Exzellenz
Am deutlichsten zeigt sich die technische Ausrichtung von Aleluia in den spezialisierten Produktlinien für den Außenbereich, Schwimmbäder und hochbeanspruchte industrielle Anwendungen. Glasierte Steinoptik-Serien wie Mystic zeichnen sich durch eine geringe Wasseraufnahme aus und wurden speziell für Fassaden sowie Klimazonen mit starken Temperaturschwankungen entwickelt. Spezialisierte Schwimmbadkollektionen wie Lagoon bieten Rutschhemmung, Eignung für den Außenbereich sowie ein vollständiges Sortiment an Rand- und Abschlusslösungen für Poolbereiche.
Diese leistungsorientierten Produktlinien basieren auf einem zentralen Fertigungsvorteil: der hauseigenen Produktion von stranggezogenem, durchgefärbtem Feinsteinzeug in einer spezialisierten Fertigungseinheit – eine Kompetenz, über die nur wenige Wettbewerber in diesem Umfang verfügen. Diese Struktur ermöglicht es dem Unternehmen, ein technisches Hochleistungssegment abzudecken, das viele Mitbewerber typischerweise zukaufen, anstatt es selbst zu produzieren.

Foto: Aleluia Ceramics, Kollektion Brooklyn
Kollektionen wie Brooklyn und Detroit stehen beispielhaft für diese Kategorie. Durch die durchgefärbte Strangpress-Technologie erhalten die Fliesen eine gleichmäßige Farbgebung über die gesamte Materialstärke hinweg sowie eine höhere mechanische Widerstandsfähigkeit. Diese Eigenschaften erweitern ihre Einsatzmöglichkeiten auf besonders anspruchsvolle Bereiche wie Außenfassaden.
„Eine eigene Produktionseinheit für stranggezogenes, durchgefärbtes Feinsteinzeug zu besitzen, ist etwas, das nicht viele Hersteller unserer Größe von sich behaupten können“, erklärt Micael Almeida. „Dadurch haben wir die volle Kontrolle über die technischen Eigenschaften – über Widerstandsfähigkeit und Oberflächenqualität –, anstatt bei diesem Teil unseres Sortiments von der Produktion Dritter abhängig zu sein.“
Diese technische Kompetenz findet ihren Höhepunkt in der Keratec PRO-Linie, die als deutlichstes technisches Statement des Katalogs gilt. Mit durchgefärbtem, stranggezogenem Feinsteinzeug und Rutschhemmungsklassen von R9 bis R12-V6 ist sie speziell für öffentliche, gewerbliche und industrielle Bodenbeläge entwickelt – etwa in Krankenhäusern, Fabriken und Großküchen –, wo Sicherheit, Rutschfestigkeit und Langlebigkeit wichtiger sind als dekorative Aspekte.

Foto: Aleluia Ceramics, Kollektion KeratecPro





