Die Vielfalt an Farben und Mustern bringt Beläge aus Terrazzo bei der Gestaltung von Räumen wieder aufs Tapet. Die Terrazzo-Technik ist sehr alt und kam früher vor allem in Kirchenbauten, Stadtvillen oder Palästen zur Anwendung. Terrazzo verkörperte Pracht und Stil und war deshalb ein wichtiges Gestaltungselement in Prestigebauten. Die Vielfalt an Mustern und Ornamenten begeistert heute wieder. Terrazzo erlebt in der Architektur eine wahre Renaissance.
Nicht-keramischer Belag
Im Gegensatz zu keramischen Platten gehören Beläge aus Terrazzo wie die Steinplatten zu den nicht gebrannten Platten. Für die Herstellung von Terrazzo wird frischer Mörtel unter Druck in Formen gepresst. Nach dem Aushärten wird bei den meisten Plattenarten die Oberfläche abgeschliffen, bis sie glatt und glänzend ist. Terrazzoplatten bestehen aus zwei Schichten. Die untere Schicht ist aus Beton, der in die gewünschte Form gefüllt und dann verdichtet wird. Eine Mischung aus Zement und Natursteinsplitt bildet die darüberliegende Oberschicht. Nachdem diese ebenfalls hart geworden ist, werden die Platten mit speziellen Maschinen abgeschliffen. Ist die Oberfläche nicht ganz glatt, werden die Lücken so lange ausgefüllt und erneut abgeschliffen, bis die Platte glatt und glänzend ist.

Fachbetriebe erstellen Terrazzoböden direkt auf der Baustelle. Die gewünschte Gesteinsmischung wird vor Ort mit Wasser angerührt. Anschliessend wird sie direkt gleichmässig auf den vorbereiteten Untergrund aufgetragen. Ist die oberste Schicht genügend abgehärtet, beginnen die Fachleute die Oberfläche mit einem Grobschliff abzuschleifen. Je nach gewünschter Rutschsicherheit erfolgen noch ein Mittel- und ein Feinschliff. Im Normalfall werden insgesamt rund drei Millimeter abgeschliffen. Anschliessend wird der Boden imprägniert.
Langlebig und pflegeleicht
Ein Terrazzobelag hat viele positive Eigenschaften: Er ist wie alle Steinböden hart, abriebfest und leicht sauber zu halten. Aber Achtung: Wenn der Belag nicht imprägniert ist, können durch säurehaltige Reinigungsmittel leicht Schäden entstehen. Einfaches Seifenwasser genügt in diesem Fall für eine gründliche Reinigung völlig. Die glatte Oberfläche von Terrazzo ist in trockenem Zustand ebenso rutschsicher wie halbgeschliffener Naturstein oder unglasierte, unprofilierte Steinzeugplatten.




Nicht-keramischer Belag
Langlebig und pflegeleicht

