Sofa-Talk zum Startup-Boom am Bau

Online-Diskussionsrunde ist Frage nachgegangen, welche Trends am Bau den Startup-Boom befeuern

Unter dem Titel „Start-up-Boom am Bau – Wake-up-Call für eine konservative Branche?“ haben der Architekturblogger Eric Sturm und Tobias Nazemi, Geschäftsführer der Bau-PR-Agentur Brandrevier, den mittlerweile 14. Sofa-Talk Baufachkommunikation durchgeführt. Die zwanglose Online-Diskussionsrunde ist der Frage nachgegangen, welche Trends am Bau den Startup-Boom befeuern, welches Wachstumspotenzial die Baubranche bietet und wie die Bauwirtschaft auf die neuen Player am Markt reagiert.

Als Branchenexpert*innen auf dem virtuellen Sofa saßen diesmal Anke Parson, Architektin und Mitgründerin des Startups Urban Beta, Roland Riethmüller, Initiator der Startup-Messe Tech in Construction, Florian Biller, Gründer und CEO des Bausoftwareunternehmens Capmo und Christian Wolf, Gründer und Geschäftsführer der Architektur-Plattform Baukobox. Einigkeit bestand in der Auffassung, dass es tatsächlich mehr Bau-Startups gibt als früher und auch die Wahrnehmung größer geworden ist. Nachholbedarf und ein riesiges Potenzial für neue Startups sieht Capmo-Gründer Florian Biller beim Thema Digitalisierung: „Die Bauwirtschaft ist, gemessen an Arbeitsplätzen, die größte Branche in Deutschland, aber nur die Jagd und Fischerei sind weniger digitalisiert.“

Innovationpotenzial verpufft

Ein nicht minder wichtiges Thema mit einem riesigen Potential für Unternehmensneugründungen ist nach Ansicht der Talkgäste das nachhaltige Planen und Bauen. Anke Parson, deren Startup ein komplett zirkuläres und skalierbares Bausystem entwickelt hat, weiß: „Viele Firmen denken über zirkuläre Bauweisen nach, schaffen es aber nicht, die Ideen durch alle Entscheidungsebenen durchzusetzen.“ Auch Roland Riethmüller hat festgestellt, dass viel Innovationspotenzial verpufft, sobald Startups auf die Bauwirtschaft treffen. Christian Wolf ergänzt: „Die Baubranche ist konservativ, Innovation kommt nur aus der Not heraus und nicht aus Visionen.“

Das Fazit der Talkrunde lautet: Startups legen den Finger in die Wunde und helfen der Baubranche zukunftsfähiger zu werden.

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