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Cerrad übernimmt Ceramika Nowa Gala

Das polnische Familienunternehmen wächst weiter

Das polnische Familienunternehmen Cerrad wächst nicht nur organisch, sondern auch gezielt durch Zukauf. Mit der Übernahme des polnischen Wettbewerbers CNG mit den beiden Marken Ceramika Nowa Gala und Ceramika Gres schließt das Unternehmen auch strategische Lücken und gewinnt neue Zielgruppen. Komplementarität in den Sortimenten, Degression der Fixkosten und ein klares Vertriebskonzept stehen dabei im Vordergrund.

Nach der Gründung 1994 hat sich Cerrad in Polen zunächst als Hersteller von Riemchen etabliert. Später kam dann eine moderne Fertigungsanlage für glasiertes Feinsteinzeug hinzu. Im Jahre 2018 kam mit einer Investition von über 28 Mio. € eine Lamgea-Anlage vom italienischen Anlagenhersteller Fa. System für XXL-Fliesen hinzu. Damit gehört das Unternehmen mit über 12 Mio. m2 schon jetzt zu den modernsten Fertigungsbetrieben nicht nur in Polen, sondern auch in ganz Westeuropa. (siehe auch unsere Berichte hier und hier).

Um auch den Vertrieb in den wichtigen Absatzmärkten in Westeuropa weiter voran zu treiben wurde in 2019 eine eigene Marketing & Vertriebs GmbH für die Bearbeitung der DACH-Märkte in Deutschland gegründet (wir berichteten). Mit der Übernahme der CNG-Gruppe hat Cerrad jetzt einen weiteren wichtigen strategischen Schritt unternommen. Dazu Mariusz Muszynski, Direktor Export Westeuropa: „Mit der Übernahme kommen weitere 7 Mio. qm Kapazität hinzu. Da es sich dabei hauptsächlich um qualitativ hochwertiges unglasiertes Feinsteinzeug handelt, schließen wir damit eine bestehende Sortimentslücke. Mit einem Gesamtumsatz von jetzt über 100 Mio. € gewinnen wir durch die Degression der Fixkosten insgesamt auch weitere Wettbewerbsvorteile, die uns auch bei der Expansion in Westeuropa helfen.“

Mariusz Muszynski, Export Direktor Cerrad, und Berthold Hellmann, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb der deutschen GmbH (links). Fotos: Redaktion

Nowa Gala und Ceramika Gres – beide Marken der CNG-Gruppe sind in Osteuropa vor allem im Objektbereich aktiv. Berthold Hellmann, Geschäftsführer der Marketing & Vertriebsgesellschaft in Deutschland: „Vor allem mit dem unglasierten, durchgefärbten und rektifizierten Feinsteinzeugfliesen machen wir unser Sortimentsportfolio für die DACH Märkte attraktiver. Mit abgestimmten Fliesenkombinationen können wir dann auch Problemlösungen für den Objektbereich anbieten. Damit wird unser Konzept für den Fachgroßhandel deutlich attraktiver. Hier kann er durch unser vorteilhaftes Preis – Leistungsverhältnis Marktanteile zurückgewinnen, die jetzt oftmals im Direktvertrieb an ihm vorbeilaufen.“

Zusammen mit der noch in 2020 geplanten zweiten Lamgea-Linie im Cerrad Werk in Starachowice wird das Unternehmen dann mit rund 24 Mio. m2 Kapazität dann zu den  wichtigsten Herstellern in Nordeuropa zählen.

Weitere Info zu Cerrad: https://www.youtube.com/watch?v=Lmpu9K1frXk

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