Eine Reise durch verschiedene historische Epochen

Wenn Architektur und Design eines Luxushotels zum Kern einer Erzählung werden

Das Iceland Parliament Hotel aus der Curio Collection by Hilton in Reykjavik ist eine faszinierende Reise durch verschiedene historische Epochen und kollektive Erinnerungen. Im Inneren werden die Oberflächen von Ariostea, FMG Fabbrica Marmi e Graniti, Iris Ceramica und SapienStone verwendet.

Im Herzen von Reykjavik wurde kürzlich das Iceland Parliament Hotel aus der Curio Collection by Hilton eröffnet: Ein Hotelkomplex, der Geschichte, kulturelles Erbe, Architektur und zeitgenössisches Design meisterhaft miteinander verbindet. Das Iceland Parliament Hotel ist ein facettenreiches Porträt der isländischen Hauptstadt.

Das architektonische Layout des Iceland Parliament Hotel besteht aus sieben Gebäuden, in denen brandneue Konstruktionen mit anderen historischen Gebäuden vereint wurden, die einen starken symbolischen Wert für die Bürger haben, wie z. B. die alte Telekommunikationszentrale, Islands erste Mädchenschule und die Independence Hall.

Der italienische Architekt Paolo Gianfrancesco, Partner bei THG Arkitektar, dem mit der Gesamtausführung beauftragten Studio, erklärt: „Die Geschichte dieses Hotels ist ungeheuer spannend und komplex. Eine der größten Herausforderungen bestand darin, verschiedene Epochen zu vereinen, die alle am selben Ort, aber zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Wir mussten darauf achten, die einzelnen Kapitel so zu extrahieren, dass ein reibungsloses Storytelling daraus entstehen konnte“.

Vorbereitung

Die Koordinierung und Leitung des Projekts wurde vollständig der Firma THG Arkitektar anvertraut. Dieses führende isländische Architekturbüro wickelte mit seinem Team von rund 35 Fachleuten die verschiedenen Phasen ab: von der Ermittlung der Ziele der Investorengruppe über die Festlegung der Parameter in Bezug auf den architektonischen Stil, die Planung und Verteilung der Räume, sowie die Anpassung und Umsetzung der erforderlichen baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen.

Foto: Gunnar-Sverrisson

Erstes Gebäude

Zu den historischen Gebäuden, die Teil des Projekts sind, gehört die Mädchenschule Gamli Kvennaskólinn. Sie wurde auf einem bereits bestehenden Gebäude aus dem Jahr 1835 errichtet und besteht aus zwei Stockwerken. „Es ist ein kulturell bedeutendes Gebäude in der isländischen Geschichte und hat einen großen symbolischen Wert“, so Architekt Gianfrancesco. „Das Gebäude“, fährt er fort, „steht unter Denkmalschutz. Seine Anpassung an eine zeitgemäße Nutzung, die den historischen Wert des Gebäudes bewahrt, war eine ungeheure Herausforderung für uns. Wir haben es nicht nur vermessen und den ihm innewohnenden Charakter herauskristalliert, sondern es sogar versetzt und an einem anderen Ort platziert.”

Zweites Gebäude

Die Geschichte, die das Iceland Parliament Hotel erzählt, setzt sich in einem alten Gebäude neben der Schule fort. Der NASA-Ballsaal ist eine wahre Ikone für das isländische Volk. Wo früher Veranstaltungen der isländischen Unabhängigkeitspartei stattfanden, treten heute bekannte Künstler der nationalen Kulturszene auf. Dieser eher baufällige Teil des Projekts wurde nach einer sorgfältigen dreidimensionalen Kartierung, einer Untersuchung der Dekoration und der architektonischen Stile vollständig abgerissen.

Foto: Gunnar-Sverrisson

Drittes Gebäude

Das dritte bestehende Gebäude, das in das Iceland Parliament Hotel einbezogen wurde, ist die historische Telekommunikationszentrale, Iceland Telecom. Es handelt sich um eine imposante Konstruktion mit symmetrischen, robusten Formen. Kurz nach 1930 erbaut, wurde es zum Schauplatz wichtiger geopolitischer Ereignisse des letzten Jahrhunderts und hat im kollektiven Gedächtnis der örtlichen Gemeinschaft Symbolcharakter. Es beherbergte damals die Betriebsbüros, und das komplexe Telekommunikationsleitsystem blieb auf dem Grundstück erhalten.

Ergebnis

An die drei historischen Gebäude – die ehemalige Telekommunikationszentrale, die erste isländische Mädchenschule und die Independence Hall – wurden neue, moderne Gebäude angebaut, von denen einige als Knotenpunkte und andere als Erweiterungen der 163 Zimmer umfassenden Hotelkapazität dienen. Die Außenanlagen zeigen eine eklektische, zeitgenössische Ästhetik. Architekt Gianfrancesco erklärt: „Im historischen Zentrum von Reykjavik sind die Gebäude traditionell von bescheidener Größe, haben eine begrenzte Höhe, fast immer schräge Dächer und eine ungleichmäßige Farbgebung. Wir haben daher bewusst diese Sprache nachgeahmt, so dass das Hotel dem Besucher oder normalen Bürger, wenn er nicht mit dem Verwendungszweck vertraut ist, als eine Reihe verschiedener Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen erscheint“.

Foto: Gunnar-Sverrisson

Keramischen Verkleidungen

Was die keramischen Verkleidungen für dieses prestigeträchtige Projekt betrifft, so wurden Ariostea, FMG Fabbrica Marmi e Graniti, Iris Ceramica und SapienStone (eine Marke der Iris Ceramica Group) aufgefordert, sich mit innovativen Lösungen zu beteiligen, die hohe Leistungen in Bezug auf Festigkeit, Haltbarkeit und Ästhetik bieten.

„Quarzite“ von FMG in der Farbe Ice wurde für die Außenhüllen einiger der neuen Gebäude ausgewählt. Diese Oberfläche aus Feinsteinzeug in Natursteinoptik steht in perfektem Dialog mit den umgebenden Materialien wie Stahlbeton, dem Diorit der historischen Gebäude und dem Metall der hinterlüfteten Fassade.

Das öffentlich zugängliche Hauptgeschoss mit einer Fläche von über 500 Quadratmetern ist in zwei unterschiedliche Bereiche unterteilt. In der für das Laufpublikum offenen Galerie mit der großen Treppe, die für Ausstellungen und Gesprächsrunden vorgesehen ist, verwendete man als Bodenbelag Quarzite von FMG und Pietra di Basalto von Iris Ceramica: zwei Feinsteinzeugkollektionen in Stein-Optik, die sich durch ein samtiges Aussehen und matte, neutrale Farbtöne auszeichnen. Im angrenzenden Empfangsbereich wurde dann die Sprache umgekehrt: Hier, wo die Kunden bei Geschäftsverhandlungen oder Anfragen nach vertraulichen Informationen Privatsphäre brauchen, wurden der Empfangstresen und die tragenden Säulen mit den helleren Farbtönen von Fragmenta Full Body Grigio Luminoso von Ariostea verkleidet.

In einem harmonischen Farbkontrast gestaltet Black Marquinia – ebenfalls von Ariostea – die den Zugang zu den Aufzugsschächten begrenzenden Rahmen auf elegante Art und Weise. Im Inneren des Restaurants Hjá Jóni heben sich die strengen, geometrischen Formen einer großen Insel ab: Diese dient als Arbeitsfläche und besticht durch die grüne Marmorstruktur von MaxFine Connemarble Irish von FMG mit ihren dunklen bis hellen Schattierungen und den ausgeprägten weißen Adern. Ebenfalls im Erdgeschoss, im Inneren der Telebar, trägt Alpi Chiaro Venato von SapienStone zur Schaffung einer einladenden, angenehmen Atmosphäre bei, indem es das Countertop des Bartresens verschönert.

Foto: Gunnar-Sverrisson

Luxuriöser Wellnessbereich

Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich ein luxuriöser Wellnessbereich von beachtlicher Größe, der einen Spa-Bereich, Sauna und Dampfbäder, Massagekabinen und Wellnessbehandlungen umfasst. Für ein gemütliches, intimes und raffiniertes Ambiente sorgen Quarzite von FMG und Pietra di Basalto von Iris Ceramica, die mit ihrem geringen Reflexionsgrad ein Flair von Natürlichkeit und Harmonie verbreiten.

Die verschiedenen Räume sind mit den großen MaxFine-Oberflächen von FMG verkleidet, die aufgrund ihrer Größe die Kraft der Muster in ihrer gesamten Dimension entfalten. Marmi MaxFine Travertino ziert nüchtern die Wände des Empfangsbereichs, der Bar, der Umkleideräume und Toiletten, der Massagekabinen, sowie die Volumen des geothermischen Whirlpools. MaxFine Amazonite vermittelt mit seinem gesprenkelten Muster aus Grün-, Weiß- und Grautönen ein Gefühl der Ruhe und des Wohlbefindens. Es verleiht insbesonders dem türkischen Bad, den Kaltstrahlräumen, der Rezeption und der dahinter liegenden Wand eine starke Identität.

Lounge mit Wow-Effekt

Abgerundet wird das Spa durch eine Lounge, die dank der gewundenen und rätselhaften Bewegungen der MaxFine Onyx Malaga-Oberflächen einen raffinierten, gewagten Charakter erhält. Der Architekt erklärt: „Wir befinden uns in der nördlichsten Hauptstadt der Welt. Das Publikum, das von besonders kalten Ausflügen zurückkehrt, wird in einem entspannenden, warmen Raum mit Wow-Effekt empfangen“. Im Fitnessbereich schließlich wurden die Service-Zugangsbereiche mit dunklen Metallic-Highlights aus der Kollektion Iron Black von FMG ausgestattet.

Für die Bäder der einzelnen Zimmer fiel die Wahl auf MaxFine White Calacatta von FMG, das mit seiner eleganten Leuchtkraft und zarten Textur die Wände, die Innenseiten der Duschen und die Volumen der Badewannen bedeckt, während man für die Böden die Kollektion Pietra di Basalto von Iris Ceramica bevorzugte. Für die Hauptsuite mit einer Fläche von mehr als 120 Quadratmetern und einem 360-Grad-Blick über die Stadt wurde – genau wie in der Lobby – Fragmenta Full Body von Ariostea verwendet. Dank der Full-Body-Technologie ermöglichte das über die gesamte Materialstärke verlaufende Muster die Entwicklung von Elementen mit sichtbaren Kanten, die sich natürlich in die Umgebung einfügen.

Fazit

Das Iceland Parliament Hotel aus der Curio Collection by Hilton ist mit seiner Gesamtfläche von 14.500 Quadratmetern ein majestätisches Projekt. Seine Fertigstellung dauerte sieben Jahre, an ihr waren knapp 70 Unternehmen beteiligt und Tag für Tag arbeiteten bis zu 150 Menschen aus mehr als zehn verschiedenen Ländern daran. Das Ergebnis ist ein luxuriöses Hotel, das gleichzeitig eine Ode an die Stadt Reykjavik und ihre Geschichte ist.

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