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Pavigrés Group Designteam: José Diogo, Inês Santos, Paulo Lima, Miguel Albuquerque, Jorge Rei, Pedro Galo Silva. Kollektion Kinetica. Foto: Pavigrés Grupo.
Pavigrés Group Designteam: José Diogo, Inês Santos, Paulo Lima, Miguel Albuquerque, Jorge Rei, Pedro Galo Silva. Kollektion Kinetica. Foto: Pavigrés Grupo.

Kinetica – Neue, mit dem Red Dot Award ausgezeichnete Fliesenkollektion

„Was wäre, wenn sich eine keramische Oberfläche verändert, während man sich um sie herumbewegt?“ Genau das macht Kinetica. Die von dem portugiesischen Keramikhersteller Pavigrés Grupo auf der Cersaie 2026 präsentierte Feinsteinzeugfliese mit doppelter Grafik macht die Bewegung des Betrachters zu einem Teil des Designs.

„Je nach Betrachtungswinkel scheinen sich Farbe und Muster zu verändern und schaffen ein optisches Erlebnis, das die Oberfläche alles andere als statisch erscheinen lässt“, sagt Pedro Galo Silva, Mitglied des Design- und Marketingteams. Die Innovation wurde 2026 bereits mit zwei renommierten Red Dot Awards ausgezeichnet – Red Dot: Best of the Best und Red Dot: Innovative Design.

Kinetica aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, wodurch der wechselnde Farbeffekt sichtbar wird. Foto: Pavigrés Grupo.

Die Entwicklung des optischen Effekts

Der Effekt basiert auf drei sorgfältig aufeinander abgestimmten Elementen: Einem präzise berechneten 3D-Relief, synchronisierten Grafiken und einem optimierten Kontrast. Das Relief wurde in bestimmten Winkeln entwickelt, während die gedruckten Muster exakt auf die physische Struktur abgestimmt sind. Kontrastelemente mit hoher Farbintensität verstärken den Übergang zwischen den Farben. Wenn der Betrachter seine Position verändert, verändert sich auch das Zusammenspiel dieser Elemente, wodurch Farbverschiebungen und scheinbare Veränderungen des Musters entstehen.

Ein langer Prozess voller Präzision

„Kinetica macht die Wahrnehmung selbst zu einem Gestaltungselement. Der Betrachter wird Teil des Erlebnisses, wobei jede Veränderung seiner Position eine leicht andere Version der Fliese sichtbar macht“, erklärt Pedro und beschreibt damit die Interaktion und Verbindung zwischen Material und Nutzer.

Die Realisierung dieses Effekts erforderte weit mehr als eine ungewöhnliche Grafik. Pavigrés entwickelte zahlreiche Prototypen im Kleinformat und testete dabei unterschiedliche Reliefhöhen und -winkel sowie verschiedene grafische Varianten. Die physische Struktur und die beiden visuellen Ebenen mussten mit millimetergenauer Präzision aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig wurden die Form und der Produktionsprozess wiederholt optimiert, um sowohl die strukturelle Integrität als auch den gewünschten optischen Effekt im industriellen Maßstab zu gewährleisten.

Von der Innovation zur Anwendung

Kollektion Kinetica. Foto: Redaktion

Ursprünglich im Format 60 × 120 cm entwickelt, kann Kinetica seinen visuellen Effekt auch über unterschiedliche Maßstäbe hinweg beibehalten. Dadurch eröffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich – von Akzentwänden über architektonische Fassaden bis hin zu öffentlichen Räumen. Eine präzise Ausrichtung bei der Verlegung ist entscheidend, da die Kontinuität des Musters dafür sorgt, dass die visuelle Bewegung über die gesamte Oberfläche hinweg fließend fortgesetzt wird.

Mit Kinetica präsentiert Pavigrés eine andere Perspektive auf keramische Architektur – nicht einfach als dauerhaften Hintergrund, sondern als Oberfläche, die visuell auf die Menschen und die Umgebung um sie herum reagiert.

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