Den gegenwärtigen Status festigen und dabei weiter wachsen

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Jahresende und -Anfang bieten die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und Neues zu planen. Rückblick und Perspektiven aus italienischer Sicht teilte Paolo Cesana, Marketingleiter von Ceramiche Refin im Gespräch mit 1200 Grad.

Wie würden Sie das Jahr 2016 im Rückblick beurteilen?

In Bezug auf unsere Zielmärke sehen wir 2016 immer noch als Übergangsjahr: Einige Märkte haben deutliches Wachstum gezeigt, während es bei anderen, auch dem italienischen, Zeichen der Erholung gibt.

Welche Trends haben Sie beobachtet?

Wir haben im Wesentlichen zwei Haupttrends bezüglich unserer Produkte identifiziert. Auf der einen Seite steigt weiterhin die Nachfrage nach Feinsteinzeug-Produkten, die natürliche Materialien wie Stein und Holz imitieren. So können die Kunden die technischen Vorzüge von Feinsteinzeug nutzen und müssen dabei nicht auf eine natürliche Ästhetik verzichten. Auf der anderen Seite ist der Markt immer für neue, kreative Angebote offen. Die führenden Unternehmen der Branche investieren also stetig in künstlerische und technische Entwicklungen, um die dynamische und hochentwickelte Nachfrage der Kunden zu befriedigen – oder auch um diese Nachfrage erst entstehen zu lassen.

Wie sehen Ihre Erwartungen für 2017 aus?

2017 werden wir den gegenwärtigen Status festigen und dabei weiter wachsen. Dank unserer regelmäßigen Investitionen in Forschung und Entwicklung und unserer Präsenz in allen Kundensegmenten sind wir zuversichtlich, dass wir diese Ziele erreichen – zumal wir darauf vertrauen, dass mehr und mehr verstanden wird, wofür Refin Produkte stehen: für Qualität und modernstes Design.

Was sind hierbei die Besonderheiten des deutschen Marktes?

Der deutsche Markt ist sehr anspruchsvoll, besonders hinsichtlich der Qualität und den zentralen Eigenschaften der Produkte. Nach unserer Erfahrung werden italienische Feinsteinzeug-Produkte mit ihrer hohen Produktqualität in Deutschland sehr geschätzt. Die deutschen Konsumenten achten aber auch zunehmend auf die Produktästhetik. Feinsteinzeug-Produkte mit Naturcharakter stehen nach wie vor hoch im Kurs. Gleichzeitig werden moderne Designs geschätzt, die sich vom Minimalismus entfernen und neue, kreative Wege gehen. Ceramiche Refin reagiert auf diese Entwicklung, in dem wir mit bekannten Designern zusammenarbeiten, die die Besonderheiten unserer Produkte und unserer starken Marke gut kennen.

Wie hat sich der Markt in den letzten 20 Jahren verändert?

Da ich erst zehn Jahre in der Branche arbeite, ist die Frage für mich nicht leicht zu beantworten. Aber in den letzten Jahren waren die Veränderungen sowohl für den Markt an sich als auch für Refin enorm: Der Wettbewerb hat stark zugenommen, wir hatten eine der größten Wirtschaftskrisen zu bewältigen, die die Welt gesehen hat, und wir mussten uns mit der zunehmenden Globalisierung auseinandersetzen… Viele wichtige italienische Unternehmen haben es durch Restrukturierungen, Investitionen ins Unternehmen und technische Innovationen geschafft, wieder das Produktionsniveau, auf dem man vor der Krise arbeitete, zu erreichen. Diese Unternehmen gehören oft wieder zu den weltweiten Industrieführern ihrer jeweiligen Branchen.

Welche Produktentwicklung der letzten Jahre war für Sie am wichtigsten, bzw. hatte den größten Einfluss auf den Markt?

Auf Produktseite konnten wir in den letzten Jahren den größten Zuwachs bei Feinsteinzeug-Fliesen, die im Stile von Naturmaterialien gestaltet waren, beobachten. Für Refin gab es noch einen zweiten wichtigen Stil, den modernen Industrie-Look. Die Erfolge dieser beiden Designs wurzelten aber in einem großen technischen Schritt: Der Digitaldruck auf Fliesen hat uns ermöglicht, Produkte zu entwickeln, die sich komplett von unseren Produkten aus der Vergangenheit unterscheiden. Das hilft uns dabei Feinsteinzeug-Produkte für anspruchsvollste Zielgruppen zu entwickeln, insbesondere auch für Architekten und Designer.

Welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit für Sie?

Für uns bei Ceramiche Refin ist ökologische Nachhaltigkeit eine wirkliche Mission, nicht bloß ein Marketing-Instrument. Wir haben in unserem Produktionszyklus schon immer darauf geachtet, Wasser und Energie zu sparen und wenig Abfall zu produzieren. Soweit möglich nutzen wir Recycling-Materialien und erneuerbare Energien. Die industrielle Fertigung von Feinsteinzeug benötigt eine Menge Energie, doch mit einem sorgfältigen Management ist es möglich, die Umweltauswirkungen der Geschäftstätigkeit drastisch zu reduzieren.

Außerhalb von Europa: In welchen Ländern sind Sie am stärksten vertreten?

Wir exportieren über 85 Prozent unserer Produkte und sind insofern in einer großen Anzahl von Ländern vertreten – auch außerhalb Europas, was aber nach wie vor unser wichtigster Markt bleibt. Nord-Amerika ist für uns von großem strategischem Interesse, aber das gleiche gilt auch für den Mittleren Osten und andere Länder, die ein starkes Wachstum aufweisen.

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