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Gewinner der 17. Tile of Spain Architecture Awards

Joan Miquel Seguí Colomar Preisträger in der Kategorie Architektur

Wie vielfältig und außergewöhnlich die architektonische Verwendung von keramischen Fliesen aussehen kann, zeigen einmal mehr die Gewinner der 17. Tile of Spain Architecture Awards 2018. Unter ihnen eine kombinierte Bahnhofsstation in Palma, ein Haus mit Meerblick und ein Abschlussprojekt mit dem Namen „Ein positives Ereignis“.

Wie in jedem Jahr verkündigt die hochkarätige Jury Ende November die Gewinner des weltweit etablierten Tile of Spain-Architekturpreises. Unter dem Vorsitz des Architekten Jorge Silvetti, Gründungspartner von „Machado and Silvetti Associates“, Boston und Fakultätsmitglied der Harvard Graduate School of Design, haben die Mitglieder neben Preisen in den Kategorien Architektur, Innenarchitektur und Abschlussarbeiten auch lobende Erwähnungen in allen drei Bereichen ausgesprochen.

Kategorie Architektur

Der neue Eingang zur Intermodalstation von Palma, entworfen vom Architekten Joan Miquel Seguí Colomar, ist der Gewinner in der Kategorie Architektur. Außergewöhnlich und traditionell zugleich ist der Gittereffekt im Eingangsbereich, der durch die spezielle Verwendung der Fliesen entstanden ist. Das Design markiert die Schwelle zwischen dem städtischen Raum und der Service-Infrastruktur der Station. Die Rückkehr zur mediterranen Tradition des Gitterwerks als Trennung zwischen verschiedenen Bereichen sowie die mutige Verwendung von Keramikfliesen als strukturelle Ressource hat die Jury überzeugt.

Lobende Erwähnungen gibt es für das Studentenwohnheim „Laan Van Spartaan Amsterdam“ von Studioninedots Amsterdam. In diesem Fall hoben die Juroren das Projekt hervor, um auf das große Potenzial von Keramikfliesen im Bereich großformatiger, vorgefertigter Elemente aufmerksam zu machen. Und auch „Sporthalle und Klassenzimmer. Francisco de Vitoria Universität“ von Alberto Campo Baeza wurde lobend hervorgehoben. Die Juroren schätzten nicht nur die zugrunde liegende Perfektion dieser Idee, sondern auch die herausragende Präzision bei der Verwendung von keramischen Materialien.

In der Kategorie Innenarchitektur konnte das „Haus mit Meerblick“ von Xavier Martí und Lucía Ferrater den Sieg für sich verzeichnen. Foto: Tile of Spain/Alejo Bagué

Kategorie Innenarchitektur

In der Kategorie Innenarchitektur konnte das „Haus mit Meerblick“ von Xavier Martí und Lucía Ferrater die Juroren überzeugen. Diese begrüßten vor allem die Verwendung von Keramikfliesen, um ein Gefühl der Verbindung zwischen verschiedenen Räumen und Ebenen zu schaffen. Die verwendeten Fliesen bilden ein harmonisches Kontinuum mit den anderen Materialien innerhalb des Objekts.

In dieser Kategorie hat sich die Jury entschieden, das Projekt mit dem Titel „Ganzheitliche Renovierung der Casa Artium“ von Maria Fernández Torrado (Torrado Arquitectura) zu erwähnen. Bei diesem Renovierungsprojekt wurden leichte, großformatige Keramikfliesen mit Marmoreffekt verwendet, die einen scheinbar einfachen Durchgangsraum in das Herzstück des gesamten Hauses verwandelt.

Kategorie Abschlussarbeit

Manuel Bouzas Barcala von der Architekturfakultät in Madrid konnte mit seinen Entwürfen zum Projekt „Ein positives Ereignis“ die Juroren für sich einnehmen. Hier waren vor allem die Kreativität und Experimentierfreudigkeit des Autors für den Sieg ausschlaggebend. Ein weiterer entscheidender Faktor war die Klarheit der Ideen, die auf der These basieren, dass Keramikfliesen in ihrer ursprünglichen Anwendung außergewöhnliche architektonische Fähigkeiten besitzen.

Lobende Erwähnung fanden die Arbeit „La Vall, ein Flur nach Barcelona“ von Clàudia Calvet Gómez von der Barcelona School of Architecture und „The Limit. Eine Kunst- und Kunstgewerbeschule in Chinchón“ von Carmen Martín Hernando von der Polytechnic School der CEU San Pablo Universität. Im Falle von „La Vall“ schätzte die Jury die Verwendung von Keramikkuppeln und Rohroberlichtern, um eine Verbindung zwischen den unterirdischen Bereichen der U-Bahn und der Straßenebene herzustellen. In ihrer Bewertung des Projekts mit dem Titel „The Limit. Eine Kunst- und Kunstgewerbeschule in Chinchón“ betonten die Jury-Mitglieder insbesondere den effektiven Einsatz von längs platzierten Einheiten mit auffallenden Gewölbedächern, die mit verstärkten Keramikplatten überzogen wurden.

 

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