Aktuelle Informationen aus der Keramik- und Zubehör-Branche

Fliesenlieferungen aus Italien gehen auch nach Produktionsstopp weiter

Auslieferungen dürfen unter Berücksichtigung der entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wieder stattfinden

Die italienische Fliesenproduktion war nach einem Regierungserlass vom 23. März als nicht lebensnotwendige Produkte gestoppt worden (1200GRAD berichtete hier). Mit einer Übergangsregelung waren Auslieferungen zunächst nur noch bis zum 25.3.2020 möglich gewesen.

Nach der unserer Redaktion vorliegenden Informationen des italienischen Industrieverbands Confindustria Ceramica konnte in den zuständigen Ministerien nun die Zusage eingeholt werden, dass die Produktion stillsteht, die Auslieferungen jedoch unter Berücksichtigung der entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen stattfinden dürfen. Die Klärung zwischen dem Industrieverband und der Regierung bestand im Wesentlichen in der Klausel, dass Keramikfliesen in einem durchlaufenden Kreislauf produziert werden. Es gelten selbstverständlich weiterhin alle Sicherheits- und Schutzmaßnehmen, welche bereits seit über zwei Wochen umgesetzt werden.

Voraussetzung sei, dass die auszuliefernde Ware vor dem 23. März produziert und eingelagert wurde. Gleichzeitig sei es für die italienischen Hersteller auch möglich, Ware entgegenzunehmen, sofern diese vor dem 23.3.2020 bestellt wurde.

Die Be- und Entladevorgänge sollten mit so wenig Personal wie möglich und in Übereinstimmung mit den Anforderungen des “Gemeinsamen Protokolls für die Verordnung über Kontrastmaßnahmen” durchgeführt werden, das von den Sozialpartnern mit der Regierung zum Schutz der Arbeitnehmer und zur Verhinderung von Streiks vereinbart wurde.

Christoph Thaler, Vertriebsleiter Marazzi für Deutschland und Österreich aktualisierte die Situation für die 1200GRAD-Leser (lesen Sie dazu auch die Informationen vom 23.3.2020 hier) nochmals:  „Die Verladungen gehen weiter, ohne Stopp. Produziert wird nicht, aber normal verladen. “ Das betrifft in diesem Fall übrigens die gesamte Marazzi Group.

Noch eine Nachricht am Rande der Covid-19-Berichterstattung: Die Concorde-Gruppe spendet den Krankenhäusern in Modena und Reggio Emilia eine Million Euro. Die norditalienische Emilia Romagna, in der sich der Distrikt der italienischen Fliesenproduktion um Modena befindet, ist nach der Lombardei aktuell die am stärksten von der Corona-Epidemie betroffene Region.

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