Fliesenindustrie vor Corona mit gutem Start in das Jahr 2020

Nach den ersten beiden Monaten wird die Corona-Krise jedoch erhebliche Umsatzeinbrüche bringen

Carlo Cit von der Hansa Unternehmensberatung beleuchtet für 1200Grad regelmäßig die Marktzahlen der internationalen Fliesenindustrie. Nun hat er sich die Umsatz- bzw. Absatzzahlen der ersten beiden Monate in 2020 angeschaut und konnte dabei viele positive Entwicklungen erkennen. Wie sich die folgenden Monate für die Hersteller gestalten werden vermag jedoch selbst Cit nicht zu beantworten.

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Bei den vielen negativen Meldungen, die man stündlich lesen und hören kann, gibt es auch mal positive Entwicklungen, wenn es auch nur für eine kurze Zeitspanne ist.  Corona beeinträchtigt unseren Alltag von Tag zu Tag stärker. Deshalb kann man sich über jede positive Aussage freuen.

Die türkischen Fliesenproduzenten konnten sich im Januar und Februar 2020 über den positiven Fliesenabsatz im deutschen Markt mehr als freuen. In dem vorgenannten Zeitraum ist der Fliesenabsatz um 34,1 % auf 2,712 Millionen Quadratmeter erheblich angewachsen! Der Umsatz ist um 27,5 % auf 16,552 Millionen Euro angestiegen.

Auch die tschechischen Fliesenproduzenten können mit der Absatzentwicklung im deutschen Markt im Januar und Februar 2020 sehr zufrieden sein: der Absatz lag bei plus 10 %, der Umsatz bei plus 3 %.

In beiden Ländern hat sich der Durchschnittserlös pro Quadratmeter nicht verbessert, sondern ist auf niedrigem Niveau noch leicht zurückgegangen.

Auch die Mitglieder des BKF konnten im Januar und Februar 2020 das Absatzvolumen des Vorjahres erreichen.

Im Januar 2020 konnten die spanischen Hersteller, im Vergleich zum Vorjahresmonat, den Fliesenabsatz um 11,4 % auf 838.670 Quadratmeter verbessern. Der Durchschnittserlös pro Quadratmeter ist leicht auf 11,38 € zurückgegangen.

Wie sich die Absatzsituation ab März bis etwa Ende Juni entwickeln wird, ist völlig offen. Gehen wir aber davon aus, dass die Absatzeinbußen mehr als beträchtlich ausfallen werden. Niemand kann die Absatzverluste, die noch eintreten werden, konkret beziffern.

Ich wünsche der Industrie, dem Handel, den Verlegern und allen anderen Marktteilnehmern, dass sie die Corona-Pandemie gut überstehen.

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