Eurobaustoff-Fachgruppe Fliese trifft sich in Bad Nauheim

Neue Konzepte auf den Weg gebracht

Die Eurobaustoff Fliesenspezialisten trafen sich Anfang März in Bad Nauheim, um sich über Neuheiten aus der Fachgruppe und über das Marktgeschehen zu informieren sowie den fachlichen und persönlichen Austausch mit den Kollegen zu pflegen. Die Fachgruppe Fliese zählt aktuell 26 Gesellschafter, die mehr als 300 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz repräsentieren. Fachgruppensprecher sind Sven Neumann, Sönnichsen, und Christoph Dieker (Stellvertreter), Dieker & Voss.

Nach der offiziellen Begrüßung eröffnete Christoph Thaler, Marazzi-Vertriebsdirektor, die Tagung. Neben den neuesten Informationen aus der Welt des italienischen Keramikherstellers, ging Thaler auf den deutschen und österreichischen Markt und die speziellen Herausforderungen in den einzelnen Ländern ein. In diesem Zusammenhang kam der Vertriebsdirektor auch auf die rasant steigenden Energiekosten zu sprechen, die in der energieintensiven Fliesenbranche für bisher nicht gekannte Herausforderungen sorgt. Die daraus resultierenden kalkulatorischen Unwägbarkeiten, das Einfrieren von Kapazitäten und die Schwierigkeiten in der Bereitstellung der Waren führen auch im Baufachhandel zu neuen Aufgabenstellungen: „Eine solche Situation, wie wir sie derzeit durchmachen, haben wir in über 40 Jahren Fliesenarbeit noch nicht erlebt. Es ist der Wahnsinn!“, hieß es dazu von langjährigen Fachgruppenmitgliedern auf der Tagung.

Herausfordernde Zeiten

In diesen für alle Marktteilnehmer herausfordernden Zeiten sei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Handel und Industrie notwendiger denn je, um gemeinsam Lösungen für die sich täglich veränderten Anforderungen zu finden, waren sich die Teilnehmer vor Ort einig.

Ein Grund, warum die Eurobaustoff Fliesenspezialisten das Thema Lieferantenkonzentration zukünftig weiter und verstärkt verfolgen wollen. Die jährliche Bewertung der Fachgruppenlieferanten bilde dabei eine hilfreiche Entscheidungsgrundlage, hieß es im Rahmen der Sitzung.

Blick in die Fliesen-Ausstellung beim Fachgruppenmitglied und Gesellschafter Auer in Landshut.

Das Exklusivsortiment der Fachgruppe, das auch die ausgewählten Handelsmarken „Cerabella“ und „Piacera“ umfasst, stand im Anschluss im Mittelpunkt. Hier galt es in Bad Nauheim wichtige Entscheidungen für die Weiterentwicklung des Sortiments zu treffen. Ziel sei es, mit speziellen Stilrichtung-Konzepten für einzelne Wohnräume von minimalistischen Lösungen bis hin zu dekorativen Stilelementen dem Sortiment eine noch wertigere Ausrichtung für die Zukunft zu geben. Die Neuheiten-Palette umfasst rund 40 Artikel, die den aktuellen Wohntrends Rechnung tragen und die Attraktivität der exklusiven Handelsmarken weiter stärken sollen. Mit großer Mehrheit stimmten die Fachgruppenmitglieder den vorgestellten Vorschlägen zu, die nun zeitnah in den Ausstellungen der Fachgruppenmitglieder präsentiert werden, um den Verkauf weiter anzukurbeln.

Für „Ceratec“, die ausgewählte Handelsmarke für technische Produkte der Fachgruppe Fliese, standen ebenfalls Sortimentsergänzungen und -erweiterungen auf der Agenda, die das Programm weiter abrunden und attraktiver gestalten sollen.

„Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen, sind wir uns einig, dass das wichtigste Kriterium für ein erfolgreiches Arbeiten im Fliesen-Fachhandel derzeit die Lieferfähigkeit und damit verbunden die Zusammenarbeit mit zukunftssicheren und verbindlich agierenden Lieferanten-Partnern ist“, brachte Klaus Kühn, Eurobaustoff-Bereichsleiter Fliese, die Quintessenz der Fachgruppentagung zum Abschluss auf den Punkt. Die nächste Sitzung der Fachgruppe Fliese ist für Juni dieses Jahres geplant.

 

 

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