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Chauvi-Pinkler und Geometrie-Hasser

Das Grusel-Kabinett aus Bad und WC - Heute: Provence/ Süd-Frankreich

Der Job als Journalist bringt es – zum Glück – mit sich, dass man viel reisen muss. Andere Länder, andere Kulturen… Und auch andere Sanitäranlagen! Was man dabei so alles entdeckt ist zum Teil beeindruckend, in den meisten Fällen aber leider oft ziemlich gruselig. Schlecht verlegt Fliesen, kaputtes Sanitär, abenteuerliche Planungen und Badideen – es gibt nichts was es nicht gibt, lautet unsere Erfahrung.

Zwei Beispiele von unserer letzten Reise durch die Provence/ Süd-Frankreich wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Beispiel eins stammt aus einer unscheinbaren Bar in einem kleinen Dorf mitten in der Provence. Schon der Schankraum mit den Tresen signalisierte, dass dieses Etablissement etwas aus der Zeit gefallen schien. Die Toilette braun! gefliest mit einem Plakat des Films „Le sourire“ und einem nackten Damen-Po. Das kann wohl nur ein Chauvi für die Männer-Toilette passend finden. Bevor Sie sich nun selber ans googlen der Übersetzung machen: „Le sourie“ heißt „das Lächeln“ und ist ein französisches Erotikdrama von Claude Miller aus dem Jahr 1994. Neben dem älteren Jean-Pierre Marielle spielt die junge Emmanuelle Seigner in der Geschichte mit, die sich zwischen Wirklichkeit und Einbildung bewegt.

Aber es geht ja hier nicht um Film-Kultur, sondern um WC-Kultur. Und da fanden wir die lange Stange mit zig Toilettenpapier-Rollen sehenswert. Da scheint wohl jemand besondere Angst davor zu haben, dass ihm die letzte Rolle bzw. das letzte Blatt Klopapier ausgeht. Die Papier-Parade auf der Stange dürfte wohl erst mal ausreichen.

Wesentlich hochwertiger präsentiert sich dagegen der WC-Raum eines Best Western Hotels in Süd-Frankreich. Nun gut, die Marmor-Imitation der Wand- und Bodenfliesen ist zwar gerade „in“, aber die technische Umsetzung inzwischen auch schon deutlich professioneller zu haben. Was aber bitte, in Gottes Namen, hat sich der Planer dabei gedacht, das WC in der hintersten Ecke des Raumes zu platzieren? Scham, Gemütlichkeit? Oder war einfach der Anschluss in der Ecke platziert und man wollte nicht noch mühsam weitere Rohre verlegen? Wir wissen es leider nicht, werden es auch nie erfahren. Ebenso wie die Frage, wieso man dem eigentlich doch recht großzügigen Raum nicht noch einen Waschtisch spendiert hat, an dem man sich nach dem Toilettengang die Hände waschen kann.

Eigene Beispiele? Wir spendieren 30 Euro Fotohornoar!

Haben Sie auch ein Foto einer schlechten Fliesenverlegung, eine mies geplanten Bades oder einer eventuell ein positive Beispiel für eine besonders gelungene Fliesen- und Sanitäranwendung? Dann senden Sie uns das Foto mit ein paar Zeilen Text zu, wo das Foto entstanden ist. Wir honorieren jede Aufnahme, die wir für eine Veröffentlichung auswählen, mit einem 30 Euro Einkaufs-Gutschein beim Media-Markt.

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