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Wie der Vater, so die Söhne …

Gegen den Trend: gleich drei Meister im Fuldaer Fliesenverlegebetrieb Eckstein

Heutzutage kann jeder, der sich dazu berufen fühlt, einen Fliesenverlegebetrieb gründen. Nach dem Wegfall des Meisterzwanges finden sich am Markt immer mehr Ein- oder Zweimannbetriebe, die als so genannte „Mobile Generalisten“ oftmals mehrere Bauleistungen aus einer Hand anbieten – und das alles ohne fundierte Ausbildung. Seit Jahren hingegen ist die Zahl derer, die in Deutschland die Prüfung zum Fliesenlegermeister ablegen, stark rückläufig: es droht ein Qualitätsverlust gerade auch in diesem Handwerk. Ganz gegen den derzeitigen Trend lautet daher eine erfreuliche Meldung, die uns aus Fulda erreichte. Denn im dortigen Fachbetrieb Fliesen Eckstein bestimmen seit kurzem gleich drei Meister den Kurs des Familienunternehmens.

Seniorchef und Inhaber Joachim Eckstein hatte sich im Jahre 1974 mit seinem eigenen Betrieb in Fulda selbständig gemacht. Dass die beiden Söhne Julian Eckstein und Maurice Eckstein einmal in seine Fußstapfen treten würden, hatte er nicht zwingend geplant: doch bereits früh zeigten sie ihr Interesse an dem väterlichen Beruf, legten zunächst ihre Gesellenprüfung ab und krönten ihre berufliche Ausbildung vor kurzem mit dem Meisterbrief im Fliesenlegerhandwerk.

„Nun sind wir in Fulda der einzige Fliesenverlegebetrieb mit drei Meistern“, freut sich Joachm Eckstein. Das zeige, dass man sich eindeutig zu professioneller Arbeit und fachlicher Kompetenz bekenne. Seit der Reform der Handwerksordnung ist der Meistertitel nicht mehr zwingend erforderlich: Doch Eckstein sieht diesen Abschluss als unabdingbare Basis für eine solide Arbeit, von der letztendlich der Aufraggeber profitiere. Daher plädiert der Seniorchef auch für die Wiedereinführung des Meisterzwanges. Die Abschaffung der Meisterpflicht und die Zunahme der unqualifizierten Kräfte hat auf dem Bau in den vergangenen Jahren großen Schaden angerichtet. Allein in Fulda gab es nach seinem Bekunden früher 17 Fliesenlegerbetriebe, heute zähle er bereits über 70 Kleinstunternehmen in seiner Branche.

Demnächst steht der Umzug des Unternehmens an einen neuen Standort nach Eichenzell an. Dort werde es die „klassische Ausstellung“ nicht mehr geben und die Produkte sowie Designvorschläge werden dann auf LCD-Bildschirmen gezeigt. „Wir werden dann die Fliese ganz neu in Szene setzen“, freut sich Joachim Eckstein auf den nächsten wichtigen Schritt in der Geschichte des Familienunternehmens. Dann werden auch die beiden jungen Meister an seiner Seite immer mehr Verantwortung übernehmen …

 

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