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VIA begeisterte Münchener Messepublikum mit „echten, wertigen Materialien“

Unternehmen setzt auf Handwerkskunst in Kombination mit guter handwerklicher Verlegung

Bereits seit 2001 ist VIA regelmäßiger Aussteller auf der BAU. Das Unternehmen aus Bacharach bietet dem Markt ein attraktives Angebot an Zementfliesen zur Boden- und Wandgestaltung. „Mit dem Verlauf der BAU und den zahlreichen Kontakten mit dem Fachpublikum vor Ort waren wir außerordentlich zufrieden“, so Norbert Kummermehr, VIA-Geschäftsleitung, in seinem Messe-Fazit.

In München zeigte VIA die Vielfalt der Anwendungs- und Einbaubeispiele anhand großformatiger Bilddarstellungen. Fotos: VIA

Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen bei VIA die Themen „echte, wertige Materialien“ und der robuste Traditionsbaustoff Terrazzo. „Unsere Terrazzoplatten mit Carrara Marmor-Splitt und die Vielfalt der Ornamentik und Farben wurden von den Fachbesuchern mit großem Interesse registriert“, so Kummermehr. Auf große Resonanz stießen außerdem die Besonderheiten bei der Fertigung der VIA Platten: aufwendige Muster- und geriffelte Platten finden immer ihr Publikum, so die Erfahrung des Messe-Teams. Sowohl die Handwerkskunst in der Herstellung als auch die handwerklich einwandfreie Verlegung der Platten stellten einen Informationsschwerpunkt auf der Messe dar. Um dies auf Verarbeiterseite zu gewährleisten, bietet das Unternehmen kontinuierlich Verlegeseminare an. Geleitet werden diese Veranstaltungen vom Fliesenlegermeister und Leiter der Anwendungstechnik, Oliver Grimm. Die Teilnehmer der Schulungen erhalten ein Zertifikat und werden auf der Website von VIA empfohlen.

In München zeigte man die Vielfalt der Anwendungs- und Einbaubeispiele anhand großformatiger Bilddarstellungen. „Große Resonanz erhielten wir auf unsere aktuellen Top-Projekte“, erläutert Norbert Kummermehr. Hierzu gehören eine Altbauwohnung mit aufwendigen „Teppichen“, der Aesop-Store in Berlin in zwei Grüntönen, die Greislerei in Wien mit Terrazzoplatten; außerdem die Heilig-Kreuz Kirche in Wien, das Vitra-Projekt sowie das Liberty Hotel in Bremen. „Besonders aufschlussreich fanden wir die Aussagen etlicher Messebesucher, die uns einen Gegentrend zum Großformat signalisierten“, so der VIA-Geschäftsführer. Und last but not least begeisterten die neuen Trottoirplatten für den Außenbereich vor allem die Architekten unter den Messebesuchern. Hierzu trägt die gelungene Symbiose zwischen der Beton-Oberfläche und dem historischen Ornament bei.

Zementfliesen: jede Platte ein Unikat

Zementfliesen erfuhren im 19. Jahrhundert große Verbreitung in Europa und im Mittelmeerraum. Auch deutsche Baumeister der Gründerzeit und des Jugendstils gestalteten mit den Platten Eingangs- und Wohnbereiche. Diese sind heute noch vielfach im Original erhalten. VIA greift die alte Produktionstradition der Zementmosaikplatten auf und führt diese mit großem Bewusstsein und Verständnis für Material und Muster fort. Die Zementfliesen werden in originaler Materialzusammensetzung wie im 19. Jahrhundert gefertigt. Es werden ehrliche, natürliche Materialien verwendet – ohne künstliche Zusatzstoffe. Die teilmanuelle Produktion lässt jede Platte als Unikat entstehen. Durch diese individuelle Fertigung variieren die einzelnen Stücke leicht in ihrer Dicke und Farbigkeit. Die unterschiedliche Plattendicke wird bei der Verlegung ausgeglichen.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen bei VIA die Themen „echte, wertige Materialien“. Foto: Andreas Jung

Terrazzoplatten traditionell hergestellt

Terrazzo als gegossener Bodenbelag ist schon seit der griechischen und römischen Antike beliebt. Über den Kirchenbau erhielt der Boden Einzug in Mitteleuropa. Wie die gegossenen Vorbilder aus Kirchen und historischen Gebäuden, werden VIA- Terrazzoplatten traditionell hergestellt: aus einer Mischung aus eingefärbtem Zement und farbigen Zuschlägen, ohne Kunstharze oder sonstige Kunststoffe. Die Mischung wird gepresst und erhält seine typische Oberflächenoptik durch anschließendes Schleifen. Weiß, Rot, Grau und Schwarz sind die vier typischen Terrazzofarben. VIA stellt Platten in diesen vier Farben im Format 20 x 20 cm her. Die charakteristische Körnung der Platten lässt die einzelnen Plattenmuster nicht absolut präzise verlaufen – ein Merkmal der Terrazzo-Produkte. Die Platten werden mit einer 120er Körnung geschliffen. Damit wird eine Oberfläche gemäß R9 Klassifizierung erreicht. Durch diesen Prozess können einzelne kleine Körner an den Plattenkanten herausgerissen werden, so dass es zu leichten Gesteinsausbrüchen, bzw. Kantenunebenheiten kommen kann. Die Terrazzoplatten werden getrocknet und sind offenporig. Sie sind bis nach ihrer Imprägnierung schmutz- und feuchtigkeitsempfindlich. Wie alle Böden, die aus Naturmaterialien produziert werden, ist dieser Bodenbelag – wie auch Natursteine wie z.B. Marmor – säureempfindlich. Daher sollte er nicht mit scharfen säurehaltigen Reinigern behandelt werden. Säurehaltige Lebensmittel (z.B. Wein) sollte zeitnah von den Platten entfernt werden.

Historischer Gestaltungsstil für die Gehwege

Mit den vielfältigen und widerstandsfähigen Trottoirplatten für den Außenbereich verbindet VIA das Ideal eines langlebigen Bodens mit klassischen Mustern und bringt den historischen Gestaltungsstil zurück auf die Gehwege. Außenbereiche wie Plätze und Durchfahrten erhalten durch die schönen und beständigen Trottoirplatten einen ebenso klassischen wie zeitlosen Ausdruck. Auch in der Gartenarchitektur versprüht die charakteristische Trottoirplatte ihren außergewöhnlichen und historischen Charme. Die Herstellung der Trottoirplatten gewährleistet die Erfüllung aller Ansprüche an eine Platte für den Einsatz im Freien. Die Zementplatten werden mit hohem Druck gepresst und erreichen eine hohe Dichte. Das Ergebnis ist die äußerst widerstandsfähige und langlebige Trottoirplatte. Die Gestaltung von Böden im Außenbereich profitiert von der Vielfalt, die aus den verschiedenen Mustern einzigartige und hochästhetische Gesamtflächen entstehen lassen. Die quadratische und sechseckigen Platten werden direkt auf Stoß verlegt und nicht verfugt. Es entsteht eine homogene Fläche, wie aus einem Guss.

VIA greift die alte Produktionstradition der Zementmosaikplatten auf und führt diese mit großem Bewusstsein und Verständnis für Material und Muster fort. Das Foto zeigt den Aesop-Store in Berlin.

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