„Umbaut is: Ab auf die Fliesn!“

Mahler setzt in neuer Augsburger Fliesenausstellung zukunftsweisende Ideen um

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Die Münchner „Wiesn“ ist längst vorbei, aber auch in Augsburg versteht man zünftig zu feiern: „Ab auf die Fliesn“ hieß es am vergangenen Wochenende im Mahler Bauzentrum. Unter dem Motto „Umbaut is!“ hatte das Handelsunternehmen am Freitagabend seine Kunden zum „Pre-Opening“ seiner neugestalteten Ausstellung für Fliesen- und Bodenbeläge eingeladen. Mahler zeigt in seinem zukunftsweisenden Showroom neben den aktuellen Produkttrends die faszinierenden Möglichkeiten der digitalen Sortimentspräsentation. 1865 gegründet und seit 1917 im Besitz der Familie Mahler, hat sich das Unternehmen den Namen eines leistungsstarken Spezialisten im Vertrieb von Baustoffen für den Hoch-, Tief- und Innenausbau, für Dach und Garten und Landschaftsprodukte sowie als Profi für Fliesen erworben.

Mahler stellt alle drei bis fünf Jahre die Konzeption seiner Ausstellungen auf den Prüfstand und optimiert, wo es notwendig ist. Aus einem Relaunch wurde diesmal eine völlig neue Planung, eine komplett neue Ausstellung.

Geschäftsführer Dr. Michael Mahler zeigte sich augenzwinkernd hocherfreut über die Anwesenheit seiner „überwältigenden Fangemeinde“. 1993 hatte Mahler seine „erste große Fliesenausstellung“ präsentiert, „in einer Zeit, als die Großformate noch Kantenlängen von 20×25 und 30×30 cm hatten“, blickt Dr. Mahler auf die alten Zeiten zurück. Der Wandel in der Fliesenbranche werde immer rasanter, Sortimente und Formate ändern sich rasch und werden immer größer. Die Ansprüche der Kunden an einen adäquaten Showroom ändern sich entsprechend. „Diesen Veränderungen müssen wir im Fliesenfachhandel Rechnung tragen. So stellen wir alle drei bis fünf Jahre die Konzeption unserer Ausstellungen auf den Prüfstand und optimieren, wo es notwendig ist. Wir machen einen Relaunch.“ Aus diesem Relaunch wurde diesmal eine völlig neue Planung, eine komplett neue Ausstellung.

Geschäftsführer Dr. Michael Mahler (l.) und Peter Wenzky, Leiter der Fliesensparte, stoßen auf eine erfolgreiche Zukunft an.

Lichtfarben und ihre Wirkung auf Oberflächen

Der neuen Ausstellung lag der Wunsch nach einer besseren Ordnung und Gliederung zugrunde. „Wir wollten mehr und größere Bodenfelder zeigen, um die vielfältigen Oberflächenstrukturen einer Platte besser zur Geltung bringen zu können. Ganz wesentlich aber war der Wunsch in die virtuelle Realisierung einzusteigen“, ergänzt Peter Wenzky, seit fünf Jahren im Unternehmen und verantwortlich für die Fliesensparte. „Baulich wollten wir eine Optimierung der Beleuchtung mit Simulationen der Lichtfarbe. Wir wollen dem Kunden verschiedene Lichtfarben zeigen und somit den Effekt, den unterschiedliche Lichtfarben auf der Oberfläche der Keramik auslösen“, so Wenzky.

Keramische Fliesen in Kombination mit edlem Holzboden: eine perfekte Ergänzung.

Holz- und Designbeläge ergänzen das Sortiment

Außerdem sollten andere Produkte für Wand und Boden ins Sortiment: Produkte aus Holz, aus Vinyl und anderen Materialien. „Die lassen zwar nicht das Fliesenherz höher schlagen“, räumt Michael Mahler ein. „Aber sie nehmen in Sachen Optik und Funktion einen enormen Stellenwert im Markt ein. Und das können wir als Vollsortimenter nicht ignorieren und es unseren Kunden vorenthalten. Dennoch wird unser Herz immer für die Fliesen schlagen“, verspricht Michael Mahler.

Holz- und Designbeläge nehmen einen enormen Stellenwert im Markt ein. „Das können wir als Vollsortimenter nicht ignorieren und es unseren Kunden vorenthalten“, so Dr. Michael Mahler.

Unterstützung für Kunden und Mitarbeiter

Die neue Ausstellung wurde in erster Linie vor dem Hintergrund konzipiert, es den Kunden und den Mitarbeitern leichter zu machen. Dabei stand das große Thema der Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. „Das, was wir bislang in der Branche an virtueller Realität gesehen haben, hat uns keineswegs überzeugt“, so Mahler. „Denn die Fliese ist ein Halbfabrikat, fertig sind die Beläge erst verlegt an der Wand oder am Boden. Das Produkt Fliese ist beratungsintensiv. Unsere Mitarbeiter sind Berater für Stil, für Einrichtung, für technische Anwendung – und das soll auch so bleiben. So konnte eine digitale Ergänzung für uns nur in der Unterstützung der Mitarbeiter, vor allem aber in der Unterstützung der räumlichen Vorstellungskraft unserer Kunden sein.“

Familiär ging´s zu bei Mahlers: mit Musik, gutem Bier und Gin aus der Region, deftigen Speisen („gzupfte Sau“ bzw. „pulled pork“) und bestens gelaunten Gästen.

„Echtes Produkt“ nach wie vor im Vordergrund

Daher stehe das „echte Produkt“, ein Produkt, das man sehen und begreifen (im wahrsten Sinne des Wortes) kann, nach wie vor im Vordergrund. Eine Vielzahl von Produkten besteht heute aus sechs, acht, zehn oder mehr verschiedenen Oberflächen. Um hier das gesamte Bild zeigen zu können, brauche es enorm große Flächen – und diese Flächen zeige man in einem entsprechenden Raumumfeld, im virtuellen Raum. „Wir haben hierzu Beispielräume geschaffen, in die wir die vom Kunden ausgewählte Fliese virtuell einspielen können“, erläutert Peter Wensky. „Wir können Wände „streichen“ und Möbel farblich gestalten, so dass ein realistischer Raumeindruck entsteht, wie wir ihn zuhause vorfinden.“

Zünftig war das Motto, und einige Gäste kamen in Tracht.

Der Kunde könne mit ausgewählten Produkten bereits zuhause, auf seinem Sofa, planen. Er speichert sich die Produkte, die ihm gefallen haben ab und ebenso die Struktur der Verlegung. Mit seiner Projektnummer kann in der Ausstellung leicht nachvollzogen werden, um welches Produkt es sich handelt, das der Kunde dann im Original anschauen kann. Dr. Michael Mahler. „In Kürze werden wir so weit sein, dass der Kunde mit einem Foto seines Wohnraums oder seines Badezimmers zu uns kommt und wir sofort in seinem Raum seinen Wunschbelag einfügen. Die Technik dafür ist da, die Umsetzung in der Vorbereitung.“

XXL-Formate, perfekt präsentiert: Mahlers Herz schlägt nach wie vor für die Fliese.

Bildbeschaffung: Industrie muss hier mitziehen

In diesem Zusammenhang sprach Dr. Mahler ein Problem an, das auch wir als Medienvertreter nur allzu gut nachvollziehen können: die Bereitstellung von technisch exzellentem Bildmaterial seitens der Hersteller. „Hier wünschen wir uns qualitativ bessere Bilder, eine schnelle Belieferung, eine vereinfachte Umsetzung, eine hundertprozentige Lieferung von Mehrfachbildern in entsprechender Qualität. Hier hapert es noch.“

Beratungsprozess beschleunigen und verbessern

Kunst aus Glasmosaik: ein Hingucker in der neuen Ausstellung.

Mahler will seine Kunden mit der Wahl der „richtigen Fliesen“ nicht alleine lassen, sondern gibt ihnen neue technische Möglichkeiten an die Hand – um somit den Beratungsprozess in der Ausstellung zu professionalisieren und zu beschleunigen. Die Fachberater sind mit Tablets und kleinen Scannern ausgestattet. Alle gezeigten Produkte verfügen über einen QR-Code. Die Berater scannen den QR-Code auf der Fliese ab, speichern die Information auf dem Tablet, um an einem der Bildschirme in der Ausstellung dem Kunden dann seine Fliesenauswahl in virtuellen Räumen zu präsentieren. Gleichzeitig kann die Fugenfarbe ausgewählt werden, ein zweites Produkt im Vergleich auf der gleichen Fläche verlegt werden oder das Verlegemuster verändert werden.

Auch für den richtigen “Sound” war bestens gesorgt.

Dennoch ersetze dieser Schritt keineswegs die Badplanung, so Dr. Mahler. „Wir planen seit vielen Jahren Bäder mit Visoft, erstellen hochauflösende und qualitativ hochwertige Badplanungen, Materialauszüge und Verlegepläne. Natürlich bleibt diese Leistung erhalten, die Systeme ergänzen sich.“

Neuer Raum für keramische Ideen und Bodenbeläge

Ergänzend zur Fliese wurden auch die Bodenbeläge mit diesem System ausgestattet und sie sind somit virtuell darstellbar. Michael Mahler: „Dieser Wunsch nach Veränderung hat dazu geführt, dass wir nicht nur einen Relaunch vorgenommen haben, sondern alles „rausgeflogen“ ist: die Möbel, der Bodenbelag sowie die Beleuchtung und die Decke. Es entstand in zwei Monaten „radikalen Umbaus“ somit „Raum war für keramische Ideen und Bodenbeläge“ auf etwa 1000 Quadratmetern … mit neuen Möbeln, neuen Flächen, neuen Böden, neue Decken, einer neuen Beleuchtung und einer (von Kunden und Mitarbeitern) sehnlichst erwarteten Klimaanlage.

Mit seiner neuen Ausstellung hat Mahler einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht. Doch gilt der Anspruch, stets noch besser zu werden. „Unser Ziel ist es, die digitalen Flächen zu optimieren – mit einer hundertprozentigen Verfügbarkeit aller Bilddaten. Wir wollen jede Fläche, die wir zeigen, auch digital abbilden können und arbeiten an der Visualisierung und deren schnelle Umsetzung“, so Michael Mahler. „Darüber hinaus arbeiten wir an einer Anwendung für unsere Profikunden, damit auch sie ihren Kunden mit der entsprechenden Technik unsere Muster digital im virtuellen Raum präsentieren können.“

Bei der Konzeption der Ausstellung stand das große Thema der Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. Fachberaterin Maria König zeigt, wie das ab sofort funktioniert.

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