Steuler entscheidet sich für die BAU: Nachahmer erwünscht

Absage an die Cersaie ist nachvollziehbar

Die Steuler Fliesengruppe hat sich dazu entschieden, wieder an der nächsten BAU 2021 teilzunehmen. Dafür wird das Steuler Logo auf der kommenden Cersaie 2019 in Bologna überraschend fehlen. Diese beiden Entscheidungen aus Mühlacker lassen sich getrost als Paukenschlag bewerten.

Seit Jahren gibt es intensive Diskussionen in der Branche um die Messepolitik. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Hausmessen im Handel stellen die Hersteller ihre klassischen, oft sehr kostspieligen Messeteilnahmen zunehmend auf den Prüfstand Insofern verwundert es nicht, dass die Steuler-Gruppe nun der Entscheidung schon anderer Branchenteilnehmer folgt und für die Cersaie in Bologna die Reißleine zieht. In den letzten Jahren war die Präsenz des deutschen Handels auf der traditionellen Fliesenfachmesse spürbar zurückgegangen. Die Cersaie profilierte sich immer mehr als Export-Plattform.

Ganz im Gegensatz dazu konnte man der BAU in München eine wachsende Popularität nicht absprechen. Vor allem bei Architekten und Planern genießt die Veranstaltung an der Isar einen ausgezeichneten Ruf. Wer sein Objektgeschäft mit Fliesen auch nur annähernd ernst nimmt kommt an der BAU in München eigentlich nicht mehr vorbei. Zudem ist sie die einzige deutsche Fachmesse für die Fliesen- und Zubehörbranche, die echte Strahlkraft hat.

Insofern lassen sich beiden Entscheidungen der Steuler-Gruppe gut nachvollziehen. Für die beiden Entscheidungen, die auch unternehmerisch Mut erfordern, muss man der Steuler Gruppe Respekt zollen. Und man kann nur hoffen, dass die Entscheidung pro BAU zumindestens in der Fliesenbranche noch einigen Nachahmer finden wird.

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