11. Sopro ProfiTag: Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Über 1.000 Fachhandwerker zu Gast in Mainz

Nach zwei erfolgreichen Online-Veranstaltungen fand der traditionelle Sopro ProfiTag in diesem Jahr erstmals wieder als Präsenzveranstaltung statt. Mit über 1.000 Gästen waren die Hallen der neuen Location in Mainz gefüllt. Um den zahlreichen Anmeldungen gerecht zu werden, fand die Veranstaltung, die mittlerweile 11. ihrer Art, wiederum an zwei Terminen statt – mit identischen Themen und Referenten.

Mit der auf einem historischen Industrieareal stehenden Halle 45 in Mainz hatte man in diesem Jahr eine besonders stylische Location für den ProfiTag gewählt. Trotz dieser Veränderung hat sich nichts an der grundsätzlichen Zielsetzung der Veranstaltung geändert: Innovative Produktsysteme, praktische Demonstrationen und spannende Vorträge – so das Konzept, das hinter dem mittlerweile schon traditionellen Sopro ProfiTag steht. Optimal ungesetzt wurde sie auch diesmal sowohl von namhaften Gastreferenten als auch erfahrenen Anwendungstechnikern der Sopro Bauchemie. Sopro Geschäftsführer Andreas Wilbrand begrüßte die zahlreichen, aus dem In- und Ausland nach Mainz angereisten Gäste, mit dem Rückblick auf ein Geschäftsjahr 2022 welches „von einer ganzen Reihe besonderer Herausforderungen geprägt war“. Dipl.-Ing. Mario Sommer, Leiter der Sopro Technik und Moderator der Veranstaltung, konnte in seiner Begrüßung den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm gepaart mit insgesamt drei Praxisteilvorführungen zu verschiedenen Themenbereichen versprechen.

Keramik – ein überaus wandlungsfähiges Material

Stylische Location: Die Historische Halle 45, Mainz.
Stylische Location: Die Historische Halle 45, Mainz. Foto: Sopro Bauchemie

Dipl.-Ing. Arch. Sergio Cavero von architectures générales aus Zürich/Schweiz entführte die Zuhörer in die „Welt der Keramik und der Baukunst“. Mit dem Begriff „Metamorphosen“ hatte er seinen Beitrag überschrieben und ihn mit zahlreichen beeindruckenden Bildern ausgeschmückt. Sie alle zeigten, wie wandelfähig Keramik ist und wie sie Zeit und Umgebung aufnehmen und reflektieren kann. Speziell für die Architektur stellt Keramik sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eine „wandelbare Haut“ dar, die die unterschiedlichsten Möglichkeiten bietet. Um Keramik auch richtig einzusetzen, braucht es allerdings „den Willen und das Wissen“ – so der Referent. Und um das richtige Wissen ging es dann auch im zweiten Vortrag, der allerdings weg von der Ästhetik des Materials hin zu einem ganz praktischen Thema führte. Denn bei Lukas Zwing, dem Leiter Produktentwicklung bei Solaflex aus Götzis/Österreich ging es um „Moderne Messtechnik“. Gemeinsam mit Walter Schweiger, dem geschäftsführenden Gesellschafter der österreichischen Ceraflex präsentierte er ein neues, patentiertes „Digitales Aufmaß-System“, bei dem unter anderem die laserbasierten Messwerte direkt in die Software bzw. eine App eingegeben werden können – ohne Papier und Schreibfehler. Speziell bei Großformaten, kommen die hier praxisnah demonstrieren Vorteile besonders zur Geltung.

Ob zeitlose Ästhetik oder modernste digitale Messtechnik – zu allen keramischen Arbeiten gehört natürlich auch die optimale Verlegetechnik. Wie diese aus der Sicht von Sopro aussieht – dies machte Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Kammerer, Leiter Anwendungstechnik bei der Sopro Bauchemie, deutlich. In seinem Vortrag „Neues aus der Welt der Fliesentechnik“ warf er insbesondere einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Sopro Anwendungstechnik. In den vielen Neuprodukten zeigt sich die hohe Entwicklungskompetenz der Sopro. Sie alle sollen dazu beitragen, die Probleme auf der Baustelle zu lösen. Deshalb kommen auch viele Ideen für die neuen Produkte, die Sebastian Kammerer dem Auditorium vorstellen konnte, oftmals direkt aus dem Kundenkreis. „Wir müssen nicht ständig das Rad neu erfinden, aber wir können dazu beitragen, dass sich das Rad schneller dreht“ – so der Referent zu der grundsätzlichen Zielsetzung der Sopro Anwendungstechnik.

Leiter der Sopro Anwendungstechnik Sebastian Kammerer bei sei-nem Vortrag „Neues in der Welt der Fliesentechnik“.
Leiter der Sopro Anwendungstechnik Sebastian Kammerer bei sei-nem Vortrag „Neues in der Welt der Fliesentechnik“. Foto: Sopro Bauchemie

Vom richtigen Mischen bis zur richtigen Ernährung

Zum optimalen Verlegen gehört auch das richtige Anmischen der Verlegematerialien. Was man dabei falsch machen kann – dies zeigte Andreas Kölbl vom Sopro Systempartner Collomix aus Gaimersheim in seinem Impulsvortrag zum Thema „Richtig Anmischen“. Sein Fazit: „Mit intelligenten Prozessen und dem richtigen auf das Material abgestimmtem Werkzeug vermeidet man Fehler“. Der wichtigste Teil ist dabei der Rührer. Er muss zum Material passen – so der Referent. Um fehlerhafte Beläge, genauer gesagt um nicht mehr perfekt liegenden Fliesen ging es im zweiten Impulsvortrag. Die Verlegeexperten der Sopro befassten sich mit der Fragestellung „Hohlliegende Fliesen – gerettet mit Soprodur. Wie geht das?“. Die Antwort gab es in Form einer praktischen Live-Vorführung der unterschiedlichen Injektionssysteme mit denen die extrem dünnflüssige Soprodur MicroHohlraumSchlämme unter die hohlliegenden Fliesen eingebracht wird. Nicht mit angewandter Technik, sondern mit neuen technischen Regelwerken beschäftigte sich im letzten Impulsvortrag Dipl.-Ing. (FH) Bernd Stahl, der einen Blick auf die „Verbandsarbeit und neue technische Regelwerke“ warf. Der Vorsitzende des Technischen Ausschusses im Fachverband Fliesen und Naturstein im ZdB stellte dabei insbesondere das neue Handbuch Technik vor, das alle wichtigen und aktuell gültigen Regelwerke enthält. Er verband dies mit einem eindringlichen Appell an die Zuhörer, für ihre Arbeit unbedingt die Innung als Netzwerk zu nutzen.

Mit Spannung wurde auch in diesem Jahr der wie immer „besondere“ Abschlussvortag des ProfiTags erwartet. Mit Prof. Dr. Fritz-Gerald Schröder, Professor für Gartenbau an der HTW Dresden, hatte man auch diesmal einen besonders unterhaltsamen Keynote-Speaker eingeladen. Seinen Vortrag stellte er unter das Thema „Ohne Mampf kein Kampf – Wie ernähre ich mich richtig für die Baustelle?“. Nach einem Blick auf Veränderungen und Probleme bei der Ernährung gab er nicht nur eine ganze Reihe von nützlichen Tipps zum Thema gesundes Essen, sondern auch einen interessanten Ausblick auf die „smarten“ Ernährungstrends der Zukunft.

Praxis Zirkel „Untergründe vorbereiten und Entkoppeln“. Begleitet durch Max Kogler (Sopro Anwendungstechnik).
Praxis Zirkel „Untergründe vorbereiten und Entkoppeln“. Begleitet durch Max Kogler (Sopro Anwendungstechnik). Foto: Sopro Bauchemie

Großer Andrang bei den drei aktuellen Praxiszirkeln

Perfekt ergänzt wurden die Fachvorträge durch eine Vielzahl von anwendungstechnischen Demonstrationen mit bewährten und teilweise auch ganz neuen Sopro-Produkten, die mehrmals am Tag in drei eigens dazu vorbereiteten Vorführräumen durchgeführt wurden. Dabei ging es erstens um das stets aktuelle Thema des „Untergründe vorbereiten und Entkoppeln“ – mit allen wichtigen Details zu den hierzu perfekten Sopro-Produkten und Produkt-Systemen. Zum zweiten wurde das bei allen Nassräumen besonders wichtige „Abdichten“ in allen notwendigen Arbeitsschritten und mit zahlreichen dafür in Frage kommenden Sopro-Produkten „live“ demonstriert. Und last but not least zeigte der dritte Praxis-Workshops die unterschiedlichsten Aspekte sowie das zielgerichtete Angebot der Sopro zum „Verfugen“ auf.  Neben den Verlegeexperten der Sopro standen den Tagungsteilnehmer auch die Vertreter leistungsfähiger Sopro-Industriepartner aus dem Maschinen- und Werkzeugbereich für Fachfragen zur Verfügung. Der große Andrang in den Vorführzelten zeigte, dass man auch in diesem Jahr mit allen drei Themen richtig lag. Trotz des breiten Angebots an Referaten und Praxiszirkeln bot der Sopro ProfiTag erneut reichlich Gelegenheit, sich mit Spezialisten und Kollegen ausführlich über die aktuellen Branchenthemen auszutauschen.

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