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Sopro Naturstein-Expertenseminar: Schulung im Steinbruch Grandi

ProfiAkademie informiert in Herdecke über den richtigen Umgang mit Ruhrsandstein

Das Sopro Naturstein-Expertenseminar findet zweimal jährlich in deutschen Steinbrüchen statt. Die Teilnehmer können sich dabei nicht nur über die unterschiedlichen Natursteinvorkommen in Deutschland, sondern auch über die speziellen Eigenschaften der dort abgebauten Gesteinsarten informieren. Sonderseminare, wie beispielsweise im September diesen Jahres in Frankreich in der Region Burgund, ergänzen das Programm auf europäischer Ebene.

Sandstein ist allgemein eher als etwas weicheres Gestein bekannt. Doch der Ruhrsandstein hebt sich davon deutlich ab. Da er vor mehr als 290 Millionen Jahren mehrere tausend Meter tief unter der Erdkruste lagerte, war er sehr hohem Druck ausgeliefert, was ihm heute zu seinen robusten Eigenschaften verhilft: hohe Druckfestigkeit, wenig Abrieb, geringe Wasseraufnahme und die damit verbundene Frost-und Wetterbeständigkeit.

Herdecker Ruhrsandstein ist beige-braun bis grau und wird in unterschiedlichen Oberflächenbearbeitungen angeboten: naturglatt, geflammt, sandgestrahlt, diamantgesägt, geschliffen und poliert. Er ist durch seine guten bauphysikalischen Eigenschaften praktisch überall einsetzbar: im Hochbau, Tiefbau, im Garten- und Landschaftsbau sowie im Innenausbau. Aufgrund seiner Wertbeständigkeit wird er vielfach bei Restaurierungen, z.B. von Kirchen und im Bereich der Bildhauerei verwendet.

Das Wissen um die Entstehung und das Verständnis um die Eigenschaften des Ruhrsandsteins sind Voraussetzung für dessen fachgerechte Verarbeitung, um seine Schönheit unbegrenzt zu erhalten. Dafür wurden während des Seminars verschiedene Ruhrsandsteinplatten aus dem Steinbruch Grandi in Herdecke beim Praxisthema “Verfugen und Verlegesysteme” mit den passenden Sopro Produkten schnell und einfach verarbeitet und durch Marco Pistner, Anwendungstechniker bei der Sopro Bauchemie, erklärt.

Motiviert durch den Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Kammerer und Dank seiner theoretischen Ausführungen mit positiven und negativen Verarbeitungsbeispielen von Natursteinen, sahen die Teilnehmer bei der praktischen Anwendung aufmerksam zu und brachten viele Fachfragen ein.

Das Interesse an diesem wunderschönen Naturbaustoff wusste Dr. Ritter-Höll, Diplom-Geologin und öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, durch Ihren Vortrag mit vielen Fotos aus der Praxis zu schüren. Die Begeisterung und das Verständnis für die natürliche Musterung und Färbung des Natursteins, die sie zum größten Teil anhand von Brücken und Steinen aus der Umgebung um Herdecke zeigte, übertrug sich und schuf eine neue Wertigkeit und die Ideen viel mehr Naturstein im Bau einzusetzen.

Beim anschließenden Besuch im Steinbruch Grandi staunten die Teilnehmer, wie gewaltige Massen und Steingrößen von zehn Tonnen Gewicht abgebaut und durch gezielte Handarbeit sowie unter Einsatz maschineller Hilfe in kleinere Einheiten verarbeitet wurden, um am Ende der Verarbeitungskette als Bodenbelag, Abdeckplatten, Blockstufen, Treppenanlagen, Fensterbänke, Grabmale und Sonderanfertigungen verkauft zu werden.

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