Sopro eilt von Umsatzrekord zu Umsatzrekord

Unternehmen sieht sich inzwischen bei Fliesentechnik-Produkten als Marktführer

Die alljährlichen Pressekonferenzen der Sopro Bauchemie sind aus vielerlei Hinsicht eine lohnenswerte Veranstaltung. Für das Unternehmen, weil es jedes Jahr stolz neue Erfolgszahlen verkünden kann. Für die Journalisten, weil sie über die reinen Marktdaten des Bauchemikers hinaus von der Geschäftsleitung einen fundierten Einblick in die Rahmenbedingungen des Bauchemie-Geschäftes erhalten, die Sopro Geschäftsführer Andreas Wilbrand mit viel Akribie und Leidenschaft aus diversen Quellen zusammenträgt. Darüber hinaus gibt es z.T. erstaunliche Objekte zu sehen, die das quirlige Team von der Objektberatung rund um Mario Sommer (Leiter Anwendungstechnik und Objektberatung) und Björn Rosenau (Bereichsleiter Objektberatung) aus der ganze Welt zusammentragen. Und so fällt es der Sopro nicht schwer, passend zum Ort der Pressekonferenz – in diesem Jahr Frankfurt – auch immer passende Referenzen in der Umgebung vorzustellen, die eine Besichtigung lohnen.

Unsere Video-News zu diesem Thema (Interview mit der Geschäftsführung von Sopro Deutschland, Michael Hecker und Andreas Wilbrand):

Manchmal scheint es schon so, als sei es Andreas Wilbrand fast etwas peinlich, jedes Jahr neue Erfolgsmeldungen zu verkünden. Doch für die Zuwächse hat man bei der Sopro hart gearbeitet und im Laufe der Jahre eine Geflecht aus einer margenstarken Marke, einem hohen Servicelevel in Vertrieb und Technik, einem Komplett-Sortiment, eine verkaufsstarkes POS-Marketing, einem vielfältigen Marketing Mix, einem vielseitigen Dienstleistungs- und Schulungsprogramm und hochwertigen Produkten entwickelt, das seinesgleichen sucht und Früchte trägt. Die Früchte sind mittlerweile sogar so prall, dass man sich im Bereich der Fliesentechnik selbstbewusst als Marktführer fühlt, zumal die Wiesbadener seit Jahren schneller als der Gesamtmarkt und die meisten Wettbewerber wachsen.

Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018

So ist auch das Jahr 2018 für die Sopro Bauchemie Deutschland erneut sehr erfolgreich verlaufen. Im mittlerweile 18. Jahr der Zugehörigkeit zur internationalen Mapei Gruppe konnte das Unternehmen in der Sopro Bauchemie GmbH (Deutschland) den Umsatzrekord aus dem Jahr 2017 weiter ausbauen und ein Umsatzwachstum von fast 6 % auf insgesamt rund 150 Mio. € erzielen. In der gesamten „Sopro Gruppe“, kumuliert mit allen Umsätzen der Sopro Auslandsaktivitäten, erreichte man ein Wachstum von ebenfalls ca. 6 % auf insgesamt ca. 220 Mio. €.

Wenn die Umsätze der Schwestergesellschaften aus dem Mapei Konzern landesbezogen jeweils dazu addiert werden, wird deutlich, dass die Gruppe in ihrem bauchemischen Kerngeschäft in vielen europäischen Ländern Spitzenpositionen einnimmt und zu den Marktführern gehört.

Wesentlichen Anteil am Erfolg hatte vor allem Deutschland, aber auch die Tochtergesellschaften haben ihre Beiträge dazu geleistet. Dazu Sopro-Geschäftsführer Michael Hecker: „Der für unsere Geschäftsentwicklung primär wichtige Fliesenmarkt hat sich in allen Ländern günstig entwickelt, freilich mit unterschiedlichen Wachstumsraten. Diese rangieren von + 0,6 % in der Schweiz bis zu + 7,5 % in Ungarn. Die Fliesenmärkte in Österreich, Polen und den Niederlanden wuchsen um ca. 3 – 5 %.“

Aus Sicht der Sopro hat man sich im Jahre 2018 erneut mit den Produkten aus dem Bereich „Fliesentechnik“ besser entwickelt, als der Markt, den die Wiesbadener aus verschiedenen Statistiken zum Gesamtfliesenverbrauch in Deutschland ableiten. Die „Fliesentechnik Produkte“ der Sopro konnten erneut mengenseitig deutlich zulegen.

In Frankfurt gab es wieder einige interessante Objekte zu besichtigen, die mit Sopro-Produkten realisiert wurden.

Andreas Wilbrand: „Es zeigt sich vor dem Hintergrund des erneut überproportional angestiegenen Sopro Kleber- und Fugenmörtelabsatzes, dass die Sopro Bauchemie in Deutschland die sortimentsbezogene Marktposition entgegen der Markt- und Wettbewerbsentwicklung weiter ausbauen und festigen konnte. Dabei möchten wir festhalten, dass der Wettbewerb im bauchemischen Umfeld an Schärfe deutlich zugenommen hat und die Margen bei vielen Anbietern unter Druck stehen. Die Kostensenkungsmöglichkeiten sind weitgehend ausgereizt – der größte Umsatz kommt aus dem Bereich bestehender und etablierter Produkte und ohne Innovationen würde es noch schwieriger werden. Die Schärfung der Marke, die echte Bedeutung und der Mehrwert derselben werden immer wichtiger, erst recht, weil die Tendenz zu gesichtslosen Private Label Produkten deutlich ansteigt.“

Die Sopro Marktanteile im „Fachhandelsmarkt“, der in etwa 60 % des Gesamtmarktes repräsentiert und den Sopro stringent mit Produkten der Profimarke in einer klaren Vertriebsstrategie bearbeitet, liegen im Sortimentsbereich der „Fliesentechnik“ nach hauseigenen Berechnungen bei über 25 %.

Ohne mobile Generalisten geht es nicht mehr

Neben der professionell arbeitenden, oft „meisterlich“ qualifizierten Handwerkerklientel für hochwertige Bauchemie treten zunehmend als wichtige Handwerkerzielgruppe die meist „werkstattlosen, mobilen Generalisten“ in Erscheinung, ohne die es in vielen Bereichen nicht mehr geht. Nach Recherchen der HANSA Unternehmensberatung sollen in Deutschland mittlerweile 29 – 30 Mio.m² keramische Fliesen allein durch diese Handwerkergruppe verlegt werden. Das wären schon mehr als 22 % der gesamten deutschen Verlegeleistung. Diese Zielgruppe drängt weiterhin in den Fokus der deutschen Baustoff- und Fliesenfachhändler. Auch die Baumarktbranche hat das Potential erkannt und versucht, diese Kleinsthandwerkergruppen noch besser zu erfassen und erschließen.

Baustelle live: Die Verlegung der neuen Fliesenbeläge im Einkaufscenter mit Sopro-Produkten.

Mit „kritischer Zurückhaltung“ werden die Kleinsthandwerker ohne Meisterbrief jedoch von den klassischen, professionellen Fliesenverlegebetrieben betrachtet, weil diese zusätzliche Konkurrenz oft die Preise deutlich unter Druck setzt und durch verschiedentlich handwerklich unzureichende Qualität auch manche „Schlechtleistung“ hinterlässt, die das Image der Keramik als attraktiven Wand- oder Bodenbelag auch negativ beeinträchtigen kann. Daher wird der Ruf nach einer Rückkehr zum „Meisterzwang“ im Gewerk der Fliesen-, Plattenund Mosaikleger immer lauter und verschiedene politische Strömungen und Versprechungen lassen eine künftige Rückkehr zur Meisterpflicht derzeit auch nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen. Wilbrand: „Dennoch ist festzuhalten, dass die Kleinsthandwerker auf dem deutschen Markt derzeit eine wichtige Rolle einnehmen – speziell vor dem Hintergrund des eklatanten Fachhandwerkermangels, der unsere Branche immer noch deutlich negativ beeinflusst und im Wachstum limitiert.“

Auch diese Toiletten-Anlange in einem Einkaufscenter in der Frankfurter City wurde mit Sopro-Pordukten realisiert.

Der „Bau- und Heimwerker Markt“ mit etwa 25 bis 30 % Gesamtmarktanteil, den Sopro in einer selektiven Vertriebspolitik und einer komplett getrennten Markenführung über sein Sortiment im Label „RACOFIX“ bedient, hat sich für die Wiesbadener in 2018 weiterhin sehr zufriedenstellend mit einem prozentual knapp zweistelligen Wachstum zum Vorjahr entwickelt. Wilbrand: „Unsere klare Vertriebsausrichtung, das abgerundete und hochwertige Racofix Sortiment und unsere geradlinige Marktansprache zeigen zunehmend und deutlich Früchte.“

Feinsteinzeugfliesen im Holzlook vor dem Eintracht-Frankfurt Fan Shop im Einkaufscenter. Verlegt mit Sopro Fliesenklebern.

Weiterhin ausbauen will man bei Sopro auch die vielbeachteten Akademieaktivitäten, die man nach dem sagenhaften Erfolg des letzten Jahres, wo Sopro über 28.000 Teilnehmer weiterbilden konnte, fortführen wird. Dazu gehört natürlich auch wieder die Sopro Profitage 2019, die das Unternehmen bereits für zwei Veranstaltungstage im November vorbereitet,

Seitens der Sopro Gruppe ist man sehr zuversichtlich, wirtschaftlich stark und attraktiv genug zu sein, um auch in 2019 seine Position weiter verteidigen und ausbauen zu können. Aktuell ist das Unternehmen in der Planung des Neubaus eines modernen leistungsfähigen Laboratoriums für Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik, kombiniert mit einem Kundenschulungszentrum in Wiesbaden, nahe der Sopro Produktion in 11 Amöneburg. Auf einem über 20.000 qm großen Grundstück soll demnächst gebaut wrden. Die Designplanungen sind bereits weit fortgeschritten und man steht kurz vor der Einreichung der Baugenehmigungsunterlagen.

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