Sichenia Gruppo Ceramiche SPA beantragt operativen Vergleich

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Die italienische Sichenia Gruppo Ceramiche SPA mit Sitz in Sassuolo/Modena hat am 14.7.2017 das Verfahren für einen operativen Vergleich eröffnet. Diese hochaktuelle Nachricht erreichte unsere Redaktion kurz vor Redaktionsschluss unseres Newsletters und konnte bereits durch ein Gespräch mit einem führenden Mitarbeiter des Unternehmens durch unsere Italien-Korrespondentin Alexandra Becker sowie offizielle Quellen bestätigt werden. Mit diesem Schritt verfolge das Unternehmen die Absicht, die aufgelaufenen Schulden abzubauen.

Nach Ablauf einer Frist, die für Ende November angesetzt ist, will das Unternehmen Verhandlungen mit einem bedeutenden Investor aufnehmen, der bereits Interesse signalisiert habe.

Das als operativer Vergleich definierte Verfahren ermögliche, die Passiva zunächst einzufrieren. Das operative Geschäft könne, bereinigt von der aktuellen finanziellen Belastung, zeigen, dass das Unternehmen kostendeckend bzw. Gewinn bringend arbeite. Alle Verbindlichkeiten aus den laufenden Aktivitäten des Unternehmens, z.B. gegenüber Lieferanten und Handelsvertretern, unterliegen im genannten Zeitraum der Auflage einer sofortigen Liquidierung wie bei einem neu gegründeten Unternehmen.

Die Sichenia Gruppo Ceramiche SPA hatte in den vergangenen drei bis vier Jahren stark in neue Produktionsanlagen investiert. Da die neuen Anlagen derzeit mehr Fliesen herstellen, als der direkte Markt des Unternehmens kurzfristig absorbiere, sei es notwendig geworden, die Produktion mit Lohnarbeit auszulasten. Dies habe, durch die damit verbundenen Einbuβen im Verkaufspreis, einen vorübergehenden finanziellen Engpass verursacht.

Der Blick in die Zukunft sei jedoch absolut zuversichtlich und das Unternehmen könne sich nun auf den Ausbau der direkten Verkaufskanäle konzentrieren, hieß es weiter aus Italien.

 

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