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Seebad Starnberg: Vom Wasserpark zum Seebad

Ausführung aller Abdichtungs- und Fliesenarbeiten im Sopro-Komplettsystem

2015 begannen die Umbauarbeiten des Wasserpark Starnberg zum „Wohlfühl-Familienbad“, das dann den Namen Seebad Starnberg trägt. Dabei mussten auf rund 4000 m2 umfangreiche Abdichtungs- und Verlegearbeiten durchgeführt werden. Planer und Verarbeiter entschieden sich für den Einsatz von Produkten aus dem Profi-Sortiment der Sopro Bauchemie.

Als die Stadt Starnberg im Jahre 2015 beschloss, den gesamten Komplex Wasserpark nach mehr als 40 Jahren umfassend zu sanieren und modernen Erfordernissen anzupassen, waren die Jahre des im September 1973 eröffneten Starnberger Wasserparks in seiner bisherigen Form gezählt. Sanierung und Umbau sollten rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Erhalten geblieben ist die einzigartige Lage am Starnberger See einschließlich einem grandiosen Blick auf die beeindruckende Alpenkulisse, der dem Wasserpark damals die Bezeichnung „Hallenbad für morgen” einbrachte.

Damit diese Bezeichnung auch weiterhin ihre Gültigkeit hat, verabschiedete man sich vom Wasserpark und schuf das neue Seebad Starnberg mit einem neuen modernen Erscheinungsbild. Umgesetzt wurde ein von Seifert Hugues Architekten aus München entworfenes und perfekt durchdachtes Raumkonzept. Es besteht aus einer gekonnten Kombination aus einem Hallenbad mit 25-Meter-Becken und 45-Meter-Rutsche, einer neuen Saunalandschaft mit Saunahütten im Bootshausstil sowie einem Strandbad mit beheiztem Kinderbecken und großzügiger Außenanlage. Ein Ensemble, das künftig Gästen jeden Alters ganzjährig ein besonderes Bade- und Freizeiterlebnis bietet und dies ganz bewusst nicht als turbulente Therme, sondern stets als Wohlfühl-Familienbad.

Normgerechte Verbundabdichtung

Sämtliche Untergrund-, Abdichtungs- und Fliesenverlegearbeiten im neuen Seebad Starnberg wurden mit  speziell für den Schwimmbadbereich geeigneten Produkten der Sopro Bauchemie ausgeführt – von den neuen Saunen über die Duschen und sonstigen nassbelasteten Bereichen bis hin zur Sanierung der Bestandsbecken. Zur normgerechten Abdichtung in den oben genannten Bereichen kamen mit der TurboDichtSchlämme 2-K und der Dicht-Schlämme Flex 1-K zwei flexible, zementäre Dichtschlämmen zum Erstellen von rissüberbrückenden Abdichtungen zum Einsatz. Mit der TurboDichtSchlämme 2-K vertraute man dabei vor allem im Außenbereich auf eine schnell abbindende Hochleistungsdichtschlämme. Sie eignet sich für die Abdichtung im Nassbereich, auf Balkonen und Terrassen sowie im Schwimmbadbereich. Das Zweikomponentensystem ermöglicht vor allem eine witterungsunabhängige Durchtrocknung. Die auf der MicroGum-Technologie basierende Dichtschlämme zeichnet sich zudem durch höchste Flexibilität sowie einen sehr niedrigen Verbrauch aus. Dazu kommt die leichte, sahnige Verarbeitung des Produkts.

Die einkomponentige DichtSchlämme Flex 1-K, die im Innenbereich zum Einsatz kam, dient ebenfalls zur Herstellung von wasserundurchlässigen, rissüberbrückenden Verbundabdichtungen in hoch feuchtigkeitsbeanspruchten Bereichen (z.B. Duschen, Waschräume, WC-Anlagen, Schwimmbecken) gemäß DIN 18534 Teil 3 in den Wassereinwirkungsklassen W0-I „Gering“, W1-I „Mäßig“, W2-I „Hoch“ und W3-I „Sehr hoch“ bzw. in der Wassereinwirkungsklasse W1-B gemäß DIN 18535. Das diffusionsfähige und chromatarme Material ist roll-, spachtel-, streich- und spritzfähig.

Hochleistungs-Fliesenkleber sorgen für höchste Sicherheit

Wie im Schwimmbadbau üblich, bilden keramische Beläge aller Art auch beim umgebauten Seebad Starnberg ein wichtiges gestalterisches und zugleich funktionales Element – angefangen von dem neuen Eingangsbereich und den Umkleiden über die Duschen und WCs bis hin zu den Becken und Beckenumgangsbereichen. So bedecken beispielsweise als besonderer Blickfang kleine, lindgrüne Fliesen die Wände in den künftigen Duschen. Ansonsten wurden die Fliesenbeläge in dezenten und schlichten Farben sowie teilweise in Holzoptik gewählt. Verlegt wurden die keramischen Beläge mit unterschiedlichen Hochleistungs-Fliesenklebern aus dem Profisortiment der Sopro Bauchemie. Dazu zählt der No. 1 Flexkleber, ein bewährter zementärer, sehr ergiebiger und hoch verformbarer S1 Flexkleber (C2 TE S1 nach DIN EN 12004) mit hoher Kunststoffvergütung. Dazu kommt der zementäre, wasserbeständige Flexkleber Fliesenfest extra, der über sehr gute Kontakthaftung, Grünstandfestigkeit und hohes Wasserrückhaltevermögen verfügt. Er zeichnet sich darüber hinaus durch seine hohe Ergiebigkeit, eine lange klebeoffene Zeit sowie geschmeidige Verarbeitungseigenschaften aus.

Neben diesen einkomponentigen Klebern kamen in Bereichen mit besonders hohen Anforderungen wie den Außenbereichen und den Becken auch zweikomponentige Kleber zum Einsatz. So der  megaFlex TX, der megaFlex S2 und der megaFlex S2 turbo – alle drei zementäre, schnell erhärtende, hochflexible und standfeste Fliesenkleber (C2 FT S2 nach DIN EN 12004). Sie verfügen über extrem hohe Haftfestigkeiten und zeichnen sich durch höchste Flexibilität (S2 nach DIN EN 12004, Biegeweg ≥ 5 mm) aus. Dank der spannungsabbauenden Wirkung der Mörtelmatrix eignen sie sich speziell für den Außenbereich und auf jungen Betonuntergründen sowie jungen, unbeheizten Zementestrichen und bei erhöhten Anforderungen an die Flexibilität des Mörtelsystems. Ihre nur sehr geringe Wasseraufnahme führt zu einer hohen und dauerhaften Frostsicherheit.

Kalkschleierfreie und farbbrillante Verfugung

Verfugt wurden die Beläge mit der TitecFuge plus, einem zementären, hochfesten und schnell erhärtenden Mörtel (CG2 WA nach DIN EN 13888) zum Verfugen von Steinzeug, Feinsteinzeug, Beton- und Naturwerkstein sowie Mosaik – in Fugenbreiten von 1–10 mm. Die  OPZ-Technologie sorgt dabei für ein kalkschleierfreies und langanhaltend schönes, farbbrillantes Fugenbild im Innen- und Außenbereich sowie speziell in Bereichen, die mit Feuchtigkeit beaufschlagt sind. Der Fugenmörtel zeichnet sich zudem durch seine hohe mechanische Belastbarkeit und Abriebfestigkeit aus, weist aber gleichzeitig die guten Verarbeitungseigenschaften eines zementären Fugenmörtels auf. Er ist daher auch als gute Alternative zu Reaktionsharzfugenmörteln einsetzbar und dementsprechend ideal für Schwimmbäder und Wellnessbereiche geeignet.#

Daneben kam mit der TitecFuge breit, ein weiterer zementärer, schnell erhärtender, hochfester, trasshaltiger Fugenmörtel für besonders stark beanspruchte Bereiche in Fugenbreiten von 3–30 mm zum Einsatz. Durch den Mikrodur- Feinstzement und besondere Additive hat auch die TitecFuge breit ein hochfestes, dichtes Mörtelgefüge und besitzt somit eine hohe mechanische Belastbarkeit und Abriebfestigkeit. Sie ist daher gleichermaßen besonders geeignet für mechanisch hoch beanspruchte Fugen in Werkstätten, Waschanlagen, Großküchen und industriellen Bereichen sowie in Schwimmbädern. Der Trassgehalt des Fugenmörtels mindert auch hier deutlich das Risiko auf mögliche Kalkhydratausblühungen.

Ausgeführt wurde der Hauptbestandteil der Verlegearbeiten von der Fliesen Röhlich GmbH. Das von Fliesenlegermeister Martin Röhlich geführte Familienunternehmen aus dem mittelfränkischen Wendelstein hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Fliesenverlegebetriebe in Deutschland entwickelt – mit heute knapp 300 Fliesenund Natursteinverlegern, die insbesondere auf die fach- und termingerechte Umsetzung von überregionalem Großprojekten spezialisiert sind. Die Sanierungsarbeiten in den Bestandsbecken übernahm die Firma Fliesen Jegg GmbH aus Kolbermoor. Die Beläge in den Becken wurden nicht komplett, sondern nur in Teilabschnitten erneuert – im Lehrschwimmbecken am Beckenkopf und im Schwimmerbecken am Beckenkopf und Beckenboden. Die ganze Zeit über, von der Planung bis zur Ausführung, standen die Mitarbeiter der Sopro Planerund Objektberatung sowohl dem Planungsbüro, als auch den verarbeitenden Betrieben beratend zur Seite

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