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Mapei: „We can do more“

Mapei legt bei nationalem und internationalem Wachstum weiterhin Rekordtempo vor

Mit einem Umsatz von 2,8 Mrd. Euro hat der italienische Bauchemiehersteller Mapei auch 2018 ein neues Rekordergebnis aufgestellt. Das Unternehmen verfügt momentan über 83 Werke und insgesamt über 10.000 Mitarbeiter. Die Mapei Deutschland entwickelte sich ebenfalls überaus positiv und wird wohl in 2019 die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro knacken.

Unsere Video-News zu diesem Thema (Interview mit Dr. Uwe Gruber):

Diese Zahlen präsentierte das Unternehmen Anfang November auf seiner Jahrespressekonferenz in München. Dr. Uwe Gruber, Geschäftsführer der Mapei Deutschland, verwies nicht ohne Stolz auf die rasante Entwicklung des Konzerns. So konnte Mapei weltweit seinen Gesamtumsatz in den vergangenen 10 Jahren fast verdoppeln. 2008 betrug der Erlös noch 1,37 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anstieg von durchschnittlich 6,3 % pro Jahr, mehr als das Wachstum der weltweiten Baukonjunktur.

Ein ähnlich dynamisches Bild zeigt Mapei Deutschland: 2009 betrug der Umsatz noch 46 Mio. Euro, was über die letzten 10 Jahre ein Wachstum von durchschnittlich 8,1 % bedeutet. Mit Blick auf die einzelnen Sparten hat der Bereich Keramik und Naturstein weiterhin mit über 50 % den größten Anteil am Gesamtumsatz in Deutschland. Der Bereich Keramik wird laut Dr. Gruber 2019 beim Wachstum mit einem „unteren einstelligen Bereich“ abschließen.

Gründe für den Erfolg

Angesichts dieser Erfolgszahlen stellt sich automatisch die Frage, „warum“ Mapei sich so positiv entwickelt hat. Dafür gibt es sicherlich gleich mehrere Gründe:

„Investitionen sind die DNA unseres Erfolges“, sagte Dr. Gruber z.B auf der Pressekonferenz in München und verwies dabei auf ein Investitionsvolumen von 152 Mio. Euro 2018, das u.a. zur Akquisition von zwei neuen Unternehmen genutzt wurde.

Blick in den Eingangsbereich des Steigenberger Hotels in München, ausgeführt mit Mapei-Produkten.

„Wir wollen alles für ein Bauobjekt liefern“ ist der zweite Kernsatz in diesem Zusammenhang, den Dr. Gruber nannte. Mapei ist ein Systemlieferant. Das Unternehmen bedient mit einer klaren strategischen Ausrichtung und einem Kernsortiment alle Märkte.

„Nachhaltigkeit ist in unserer Unternehmensstrategie fest verankert“, lauert eine dritte Kernaussage. Ein großes Sortiment emissionsarmer Produkte und die meisten Zertifizierungen weltweit in Sachen Nachhaltigkeit sprechen eine klare Sprache, wie stark sich Mapei für die Umwelt engagiert.

“We can do more“ ist ein weiterer Leitsatz des Konzerns, den Dr. Gruber allerdings nicht ganz ohne Schmunzeln zitiert. Er stammt von dem vor einigen Wochen verstorbenen Firmenchef Dr. Giorgio Squinzi. Der ehemalige Präsident der Gruppe war bekannt für seine ehrgeizige Unternehmensentwicklung. Selbst bei erfolgreichen Unternehmensbilanzen, die ihm seine Landeschefs vorlegten, wollte der ehemalige Unternehmensleiter immer noch ein Stück weiter gehen und gab sich nie mit dem bestehenden Erfolg zufrieden. „Dann sagte er immer `we can do more`“, erinnert sich Dr. Gruber. Dieser Antrieb scheint in der Unternehmens-DNA inzwischen fest verankert, denn Dr. Gruber nennt für die kommenden Jahre selbst ein ehrgeiziges Umsatzziel von 150 Mio. Euro für die deutsche GmbH – wenn auch ohne genau bestimmten Zeitraum.

Innovationen und Investitionen

Anke Hattingh

Erreichen will man dies in Deutschland mit weiteren Innovationen, Investitionen in eine deutliche Kapazitätserweiterung, eine Stärkung der Vertriebsmannschaft, einem Ausbau des Vertriebsnetzes und einer neuen Kommunikation mit dem Kunden. Nach Auskunft von Mapei Marketingleiterin Anke Hattingh will man in Zukunft verstärkt über die sozialen Medien mit den Kunden kommunizieren. „Wir wollen in unserer gesamten Kommunikationsstruktur wesentlich digitaler werden“, so Hattingh. So wird z.B. der kommenden „Best Project Award“ wieder komplett über facebook ausgeschrieben. Auch das Angebot an digitalen Webinaren soll ausgebaut werden.

Zudem sind zu den Themenbereichen Spachteln, Kleben und Verfugen, den drei wichtigsten Arbeitsschritten bei der fachgerechten Verlegung von keramischen Fliesen und Platten sowie Naturstein, nun neue Anwendervideos für den richtigen Einsatz der entsprechenden Mapei-Produkte veröffentlicht worden (siehe Bericht hier). Sie erläutern „Step by Step“ die richten Verlegeschritte.

Blick in die Kantine der BayWa-Konzern-Zentrale, eines der Mapei Referenz-Objekte in München.

Logistik und Fachkräftemangel bleiben Wachstumshemmer

Die Zielsetzung für das überdurchschnittliche Wachstumsziel in Deutschland könnten jedoch einige externe Faktoren negativ beeinflussen, auf die Dr. Gruber und sein Team nur bedingt Einfluss haben. Da wären zum Beispiel die anhaltenden Probleme im Logistikbereich zu nennen sowie der weiter besorgniserregende Fachkräftemangel. Zwei Wachstumshemmer, die auch andere Unternehmen in den letzten Jahren ausgebremst haben. Die Rohstoffkosten sind zudem in einigen Teilen der Bauchemie weiterhin unverhältnismäßig hoch, die Preise haben sich zum Teil in kurzer Zeit verdreifacht. Eine Entwicklung, die auch Mapei mindestens teilweise an die Kundschaft weitergeben muss. In der Logistikbranche sieht Dr. Gruber in den letzten Monaten etwas Entlastung, Terminlieferungen seien aber nach wie vor problematisch.

Last not least profitiert Mapei im Markt und beim Wachstum ebenso von seiner hohen Objektkompetenz, die das Unternehmen traditionell auf seinen Pressekonferenzen mit dem Besuch einiger ausgewählter Referenzobjekte unterstreicht. So konnten die Journalisten in diesem Jahr in München zum Beispiel die Firmenzentrale des Handelskonzerns BayWa besuchen, den Palais Keller im Hotel Bayerischer Hof und das Paulaner Brauhaus am Nockherberg, die allesamt mit Keramik bzw. Naturstein sowie passenden Mapei-Produkten ausgestattet wurden.

Auch beim neuen Paulaner Brauhaus kamen Mapei Produkte zum Einsatz.

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