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Komplexe Bauaufgabe mit Mapei Systemprodukten gelöst

Saniertes BayWa Hochhaus in München bietet heute morderne Büros

Im Rahmen der Sanierung und Aufstockung der BayWa Konzernzentrale am Münchner Arabellapark wurden die Innenräume umfassend umgestaltet sowie die Infrastruktur und Raumorganisation des Gebäudes heutigen Standards angepasst. Über 20 Stockwerke verteilt, wurden Mapei Systemprodukte in den unterschiedlichsten Bereichen – von der Großküche über Sanitäreinrichtungen bis hin zu Tagungsräumen und Büros – bei Untergrundvorarbeiten und Verlegungen verschiedener Belagsmaterialien fachgerecht verarbeitet. Insgesamt 14 Produkte aus dem Portfolio der Mapei Unternehmenssparten Keramik und Fußbodentechnik kamen beim Innenausbau der BayWa Konzernzentrale zum Einsatz.

Für die BayWa AG war ihre Konzernzentrale am Münchner Arabellapark zu klein geworden. Man wünschte sich eine Aufstockung des in den späten 1960er Jahre errichteten 18-stöckigen Bürogebäudes. Im Zuge des durch Hild und K Architekten, München, umgesetzten Umbaus wurden die Innenräume komplett neugestaltet und mit insgesamt etwa 12.500 zusätzlichen Quadratmetern wurden offene, flexibel nutzbare Büroflächen geschaffen. Das Gebäude, geprägt von den Gestaltungsvorstellungen der 60er Jahre, bekam eine Rundum-Vitalisierung verordnet. Drei neue Stockwerke sowie der Bau eines separaten sechsstöckigen Campusgebäudes kamen hinzu. Eine Esplanade verbindet den Neubau mit dem Altbau, in dem im Erdgeschoss die Kantine mit neuer Großküche, Cafeteria und das repräsentativ aufgewertete Foyer untergebracht sind. Auf jeder Ebene finden sich zudem zentrale Nutzungsbereiche wie Café-Lounges, Sanitär- und Sozialbereiche.

Rund 13.000 m² mit Fliesen sicher ausgeführt

Über alle Etagen verteilt, wurden in diversen Bereichen rund 13.000 m² Feinsteinzeugfliesen in unterschiedlichen Formaten verlegt – auf Gängen und Fluren, in Sanitär- und Sozialräumen, in Kantine und Café-Lounges sowie in der neuen Großküche. Die Verlegearbeiten wurden von der Firma Fliesen Brendel, München, komplett mit Mapei-Produkten im System ausgeführt. Sie verarbeiteten rund 92 Tonnen verschiedenster Mapei-Produkte in dem Großprojekt zur Untergrundvorbehandlung, Abdichtung, Verklebung sowie der abschließenden Verfugung. Für die Grundierung der Flächen setzten sie mit Primer G eine sehr emissionsarme Dispersionsgrundierung auf Kunstharzbasis ein. Im nächsten Schritt kamen in Abhängigkeit vom Einsatzbereich, dem Untergrund sowie den Fliesen und ihren Formaten entsprechend systemkonforme Mapei Abdichtungssysteme, Dünnbett- und Fugenmörtel zur Anwendung.

Herausforderung Großküche und Sanitär

Gerade in der Großküche waren den intensiven Belastungen entsprechend höchste Anforderungen an die Materialien für den Wand- und Bodenaufbau gestellt. So waren etwa zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit, vor chemischen Einwirkungen durch regelmäßige Reinigungsprozesse sowie zur Sicherstellung der Raumhygiene spezielle Abdichtungsmaßnahmen erforderlich. Was bedeutete, dass die eingesetzten Werkstoffe aufeinander abgestimmt, geprüft und zugelassen sein mussten. Hierfür setzten die Profis auf epoxidharzbasierte Systemprodukte aus dem Mapei Programm: Abgedichtet wurde mit Mapegum EPX /EPXT, einem 2-komponentigen, chemikalienbeständigen Produkt auf Epoxidharzbasis. Die Verlegung der Feinsteinzeugfliesen im Wand- und Bodenbereich (60 x 30, 60 x 60 cm) führten sie mit Kerapoxy, einem 2-komponentigen und standfesten Epoxidharzklebstoff aus. Ihn zeichnet Dauerhaftigkeit und Alterungsbeständigkeit sowie eine optimale Anhaftung auf dem Untergrund aus. Für die abschließende Verfugung wurde schließlich der 2-komponentige und säurebeständige Epoxidharzmörtel Kerapoxy CQ eingesetzt. Er verspricht schwind- und rissfreie Fugen speziell auch bei großen Flächen.

In den Sanitärbereichen kamen zur Abdichtung mit Mapegum WPS eine schnell trocknende, flexible Flächenabdichtung auf Dispersionsbasis sowie die zementäre Dichtschlämme Monolastic Ultra  zum Einsatz. Die Verlegung der Natursteinplatten konnte mit dem speziellen Mapei Natursteinkleber Mapestone Basic  schnell und sicher ausgeführt werden. Es handelt sich dabei um einen grauen, kunststoffvergüteten, schnell abbindenden und schnell trocknenden Werktrockenmörtel aus abgestimmten Bindemittelkombinationen, Zuschlagstoffen in gezielter, abgestufter Körnung und mit speziellen Additiven.

Blick in die Kantine der BayWa-Konzern-Zentrale, eines der Mapei Referenz-Objekte in München.

20.000 m² Unterbodenvorarbeiten für Teppichfliesen und Parkett

Auf den neu strukturierten und zusätzlich geschaffenen Büroflächen sowie im Konferenzbereich mit Panoramablick im neuen 20. Obergeschoss wurden mit „lose verlegten“ Teppichfliesen flexible und atmosphärisch angenehme Bodenlösungen umgesetzt. Der Eventraum in der Konferenz-Zone ganz oben erhielt mit einem Mehrschichtparkett in Eiche ein elegantes Upgrade. Die perfekte Verlegung der beiden anspruchsvollen Belagsmaterialien setzte einen einwandfrei aufbereiteten Unterboden voraus. Die Spezialisten des Münchner Traditionsunternehmens Böhmler Einrichtungshaus GmbH verarbeiteten dazu rund 60 Tonnen der selbstverlaufenden und sehr emissionsarmen Spachtelmasse Ultraplan Basic (EC 1 Plus und Blauer Engel) auf rund 20.000 m² Bodenfläche. Schwierige Stellen bzw. Unebenheiten waren zuvor mit der standfesten, und schnell erhärtenden Reparaturspachtel Planipatch ausgeglichen worden. Zur Vorbereitung des zementären Estrichs wurde die gesamte Fläche vor dem Auftrag der Spachtelmasse Ultraplan Basic mit der sehr emissionsarmen, wässrigen Acrylat-Dispersionsgrundierung Eco Prim VG (EC 1 Plus und Blauer Engel) grundiert. Zur vollflächigen Verklebung des Mehrschichtparketts kam nachfolgend mit Ultrabond ECO S948 1K ein 1-komponentiger, sehr emissionsarmer, lösemittelfreier sililierter Polymerklebstoff zum Einsatz, der sich hervorragend für diese Parkettart eignet.

Besonderheiten des Projektes

Zu den Besonderheiten des Projektes zählten für die beiden ausführenden Münchner Firmen, Fliesen Brendel im Bereich Keramik sowie Böhmler Einrichtungshaus im Bereich Boden- und Parkettverlegung, die Größe und Komplexität sowie die kurzen Ausführungszeiten. Sowohl bei der Planung, als auch der Ausführung standen während der Bauzeit die Experten von Mapei den Profis unterstützend zur Seite. Die Fliesen- und Bodenarbeiten erstreckten sich über die gesamte Bauzeit – vom Baubeginn im Oktober 2016 bis zur Fertigstellung im Herbst 2017. Möglich wurde das alles in dem vorgegebenen Zeitrahmen von vier Jahren Planungs- und Bauzeit, so Projektleiter und Partner Matthias Haber, nur durch den konsequenten Einsatz von BIM. Entscheidend dabei war weniger die Größe als die Komplexität des Projekts – und die war bei der Bestandssanierung des 60er-Jahre-Hochhauses allein deswegen hoch, weil das Haus nach dem Umbau „mehr können musste als zuvor“.

Foto: Mapei

Resümee

Auf einer Gesamtfläche von über 13.000 m² werden rund 75 Tonnen insgesamt 5 unterschiedlicher Klebemörteln verarbeitet, 13 Tonnen Abdichtungsmaterial und 4 Tonnen Fugenmassen eingesetzt. Hinzu kommen über 60 Tonnen Spachtelmassen bei den Bodenarbeiten und 250 Kilo Parkettklebstoff. Die Vielseitigkeit von Mapei zeigt sich bei diesem Großprojekt in der Zahl der gelieferten Produkte im System – 14 an der Zahl. Alle eingesetzten Mapei-Produkte sind nachhaltig und als emissionsarm zertifiziert. Neben dem EMICODE EC1 bzw. EMICODE EC1 Plus verfügen sie über den „Blauen Engel“ und sind z.T. durch ihre Low Dust—Technologie sehr staubarm in der Verarbeitung bzw. sichern als Fast Track Produkt ein zügiges Weiterarbeiten.

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