Sind stolz auf die neue Niederlassung in Mönchengladbach(v.l.n.r.): Katharina Janke, Head of Communications Stark Deutschland, Jürgen Ziesler, Regionalleiter Fliese West Stark Deutschland, Michael Schäfer, Marketing Manager Stark Deutschland, und Sascha Nohr, Niederlassungsleiter Keramundo Mönchengladbach. Alle Fotos: Redaktion

Keramundo Mönchengladbach: Umzug und Umbau in Rekordzeit

Unternehmen wechselt in der Corona-Krise erfolgreich den Standort am Niederrhein

Jeder weiß aus seinem privaten Umfeld, dass ein Umzug ein Kraftakt ist und Nerven kostet. Wenn ein ganzes Unternehmen mit Tausenden von Paletten umzieht und dazu in Corona-Zeiten, klingt das nach gewaltigem Stress. Doch die Keramundo-Niederlassung in Mönchengladbach hat dies nicht nur in Rekordzeit bewältigt, sondern außerdem recht gelassen über die Bühne gebracht.

Modernes Erscheinungsbild von außen.

Die „Welt der Fiesen“ (Werbeslogan Keramundo) aus der Stark-Gruppe war bereits seit fast 30 jahren mit einer Niederlassung am Niederrhein präsent. Der von einem ehemaligen Fliesenfachbetrieb übernommene Standort entwickelte sich in den letzten Jahren kontinuierlich positiv nach oben, allerdings platzte das alte Gebäude zuletzt aus den Nähten. Eine 300 qm große Ausstellung und knapp 700 qm Lagerfläche reichten Kermundo schließlich nicht mehr aus, um die Bedürfnisse in Mönchengladbach adäquat zu befriedigen. Auch eine Erweiterung war am alten Standort ausgeschlossen.

Also schickte Keramundo Makler los, um nach etwas Neuem Ausschau zu halten. Die Immobilienspezialisten entdeckten schließlich in der Bahnhofstraße nahe des Stadtzentrum von Mönchengladbach das Gebäude einer ehemaligen Schreinerei, das alle Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Umbau zu einem Fliesenfachbetrieb bot. Jürgen Ziesler, Regionalleiter Fliese West bei der Stark Deutschland GmbH, und sein Team griffen zu. Im Frühjahr 2020 wurde der neue Standort dann schließlich mit einem Investitionsvolumen von etwas mehr als einer halben Millionen Euro aufwändig umgebaut und saniert. Dass dieser Umbau genau in die Corona-Krise fiel, hat bei Keramundo keinen nachhaltig gestört. „Wir investieren aktuell schließlich auch an vielen anderen Standorten, wie z.B. Düsseldorf und Berlin, in unsere Zukunft,“ so Ziesler.

Der Eingangsbereich mit Verkaufstheke…
… und Beratungsplätzen.

Moderne und lichtdurchflutete Architektur

Nach knapp sechs Wochen waren Umbau und Umzug über die Bühne gebracht. Nur zwei Tage war Keramundo Mönchengladbach geschlossen. Eine Rekordleistung wenn man bedenkt, dass der alte Standort zeitgleich weitergeführt werden musste und Tausende von Paletten den Lagerplatz wechselten. Niederlassungsleiter Sascha Nohr und sein neun Mitarbeiter starkes Team haben diesen Kraftakt jedoch ziemlich gelassen und routiniert übe die Bühne gebracht.

Belohnt werden sie nun mit einer ebenso attraktiven wie großzügigen Niederlassung, die allen modernen Ansprüchen bei Verkauf, Lagerung und Ausstellung gerecht wird. Insgesamt können die Kunden nun auf 850 qm Ausstellungsfläche im Angebot stöbern, das Lager umfasst ca. 2800 qm Stellfläche und zudem ist ein 150 qm großer GalaBau Bereich neben dem Eingang hinzugekommen. Das Ganze besticht durch eine moderne und lichtdurchflutete Architektur.

Die neue Ausstellung bietet auch Platz für eine Werkzeug-Ecke.

Drive-in für das Lager

Die Liste der Vorteile des neuen Standortes ist lang. Da wäre zunächst das große Lager zu nennen, das zudem um einen Drive-in erweitert wurde. Ein Service, der von den Kunden vom ersten Tag an positiv angenommen wurde. “Die großzügige Lagerfläche ermöglicht es uns nun außerdem, dass wir die gesamte Ware überdacht lagern können. Die Ware kommt deshalb ordentlicher und besser verpackt beim Kunden an und natürlich ist es in den Wintermonaten angenehmer im überdachten Bereich aufzuladen,“ so Nohr gegenüber 1200Grad.

Großzügig und mit Drive-in Schalter: Eingang zum neuen Lager.

Der positive Eindruck beim Befahren des Geländes setzt sich im Innenbereich fort. Im Eingangsbereich empfangen die Verkaufstheke und drei Beratungsplätze die Kundschaft. Dahinter breitet sich eine lichte und übersichtliche Ausstellung aus, die im typischen Keramundo Look gestaltet ist. Auf hohe Schränke und verwinkelte Kojen hat man bewusst verzichtet. „Der ständige Umbau der aufwändig gestalteten Kojen ist auch ein Kostenfaktor,“ weiß Jürgen Ziesler zu berichten.

Blick in die Ausstellung: Übersicht durch niedrige Schränke.

Stattdessen setzt Keramundo lieber auf die digitale Beratung. Dafür stehen in der Ausstellung drei überdimensionale Bildschirme zur Verfügung, auf denen die Kunden entweder allein oder mit Unterstützung eines Beraters ihre Planungen durchführen können. Keramundo setzt bereits seit einigen Jahren auf einen eigenes, digitales Beratungstool. Inzwischen fühlt sich das Unternehmen hier als Marktführer. Nicht ohne Stolz verweist Ziesler darauf, dass mittlerweile das gesamte Kernsortiment, immerhin über 1500 Serien mit allen Varianten, im System hinterlegt sind.

Nur wenige Kojen sorgen für einen lichten Eindruck.

Sascha Nohr weiß zu berichten, dass auch ältere Kunden bei der digitalen Beratung keinerlei Berührungsängste hätten und das System eifrig nutzen würden. Zudem stellt man bei Keramundo erfreut fest, dass die Zahl der Verkaufsabschlüsse mit Unterstützung der digitalen Beratung deutlich höher liegt als ohne Maus und Bildschirm. Bereits von Zuhause können die Kunden über das Internet erste Gestaltungsideen mit dem System durchspielen und dann in der Ausstellung finalisieren.

Sascha Nohr macht es vor: Digitale und intuitive Beratung an großen Bildschirmen mit Touchscreen.

Auch Vinyl und Co. im Angebot

Nur auf die Anbindung mobiler Geräte wurde bislang bewusst verzichtet. Dazu Michael Schäfer, Marketing Manager bei der Stark Gruppe Deutschland: „Auf den kleinen Bildschirmen von Handys mach die Planung aufwändiger Gestaltungen einfach keinen Sinn,“ so Schäfer. Auch das Thema VR-Brille hat Keramundo inzwischen getestet, aber für nicht tragfähig befunden. Schäfer. „Mit den Brillen haben alte Leute und auch Brillenträger Probleme. Und zu Corona Zeiten ist die Thema Desinfektion eine weitere Hürde.“

Übrigens sind im Sortiment des Fliesenhändlers am Niederrhein inzwischen auch Parkett, Holz und Vinyl zu finden. „Das ist ein Geschäft, das wir einfach mitnehmen müssen und nicht dem Malergroßhandel oder anderen Anbietern überlassen möchten,“ so Ziesler. Aber als überzeugte Fliesen-Lobbyisten gelingt es anscheinend doch häufiger, die Kunden umzustimmen. „Die kommen mit dem Kaufwunsch Vinyl hier rein und gehen dann meistens mit Fliesen wieder raus“, weiß Sascha Nohr schmunzelnd zu berichten. Anscheinend überzeugt die neue Niederlassung also sogar Vinyl-Anhänger von Keramik. Ein besseres Kompliment, beim Umbau alles richtig gemacht zu haben, kann es wohl kaum geben.

Unsere Video-News zu diesem Thema finden Sie hier.

Eine der wenigen Unternehmenspräsentationen in der Ausstellung ist dieser Ausstellungsbereich mit Fiandre- Feinsteinzeug.

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