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Interview: Jedes Bauvorhaben birgt neue Herausforderungen

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Die Normen und Vorschriften bei modernen Bauprojekten haben in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Da verlieren viele Handwerker, aber studierte Architekten und Ingenieure inzwischen schnell den Überblick, zumal jeder Hersteller und jedes Produkt nach individuellen Lösungen ruft. Kompetente Objektberatungen gehören deshalb heute zum festen Angebot zahlreicher Hersteller. Wir unterhielten uns mit Ines Brasa von der Mapei Anwendungstechnik über ihre täglichen Herausforderungen.

Seit wann gibt es die Planerberatung von Mapei?

Die Planerberatung gibt es seit Herbst 2016.

Ines Brasa B.A. von der Mapei Anwendungstechnik.

Was ist Ihre Aufgabe?

Mapei ist der Generalist für nachhaltige, bauchemische Systemlösungen für alle Bauvorhaben. Meine Aufgabe ist es somit den Planer für sein Bauvorhaben in technischen und normativen Belangen zu unterstützen. Um ein Objekt zu errichten muss der Planer ca. 260 verschiedene Normen, sprich ca. 50.000 Seiten Normtext kennen. Genau hier unterstützen wir durch das breite Portfolio von Mapei, von der Flachdachabdichtung über  Produkte zur Verlegung von Keramik, Parkett und Bodenbeläge sowie Bodenbeschichtungen, Bauwerksabdichtung und Produkte zur Betoninstandsetzung, den Planer mit langjähriger Erfahrung und fundiertem Wissen. Die Unterstützung geht von Detaillösungen bis hin zu Leistungsverezichnissen, abgestimmt auf das jeweilige Bauvorhaben. Darüber hinaus stellen wir dem Planer auch Adressen von geschulten Mapei-Fachbetrieben zur Verfügung.

Können Sie uns kurz die typische Arbeitsweise der Planerberatung erläutern?

Es gibt zwei Möglichkeiten um mit dem Planer in den Dialog zu kommen. Zum einen gehen wir im Vorfeld des Objektes auf den Planer zu. Des weiteren kontaktiert uns der Planer, wenn er vor einer Herausforderung steht. Die Anwendungsgebiete und Bauphasen sind da ganz unterschiedlich. Das kann ein Dachdetail in der Entwurfsplanung oder eine zeitbedrängte Ausführung sein. Einige Fragen lassen sich am Telefon klären, z.B. wenn es um Unterlagen oder Standardinformationen geht. Zur Beantwortung von Detailfragen bzw. Erarbeitung von wirtschaftlichen Lösungen ist ein Besuch vor Ort zweckmäßiger. Hier unterstützt mich mein Team, bestehend aus den einzelnen Anwendungstechnikern von Mapei.

Haben die Objektanfragen in der Vergangenheit, auch angesichts der werkstattlosen Generalisten, zugenommen?

Das Thema der sogenannten „White-Van-Man“ ist in aller Munde, diese Generalisten sind nach unserer Erfahrung weitestgehend bei Sanierungen aktiv und wickeln Ihre Geschäfte direkt mit dem privaten Bauherrn ab. Da gibt es wenige bis keine Schnittstellen zum Planer.

Was sind die häufigsten Fragen oder Probleme, mit denen Sie konfrontiert werden?

Jeder Bereich bzw. jedes Bauvorhaben birgt unterschiedliche Herausforderungen. Bei der Dachabdichtung sind es meist die An- und Abschlüsse, beim Naturstein die Reaktion auf rückseitig einwirkende Feuchtigkeit und beim Estrich die Feldgröße und Trocknungsdauer etc. Zusammenfassend kann man sagen, dass technische und gestalterische Lösungen angefragt werden. Aber auch Produktmuster sind, bei Produkten die zur Gestaltung eines Gebäudes Beitragen, von Interesse.

Was war bislang ihr schwierigstes Projekt bzw. Objekt?

Jedes Bauvorhaben hat andere Gegebenheiten, andere Schwerpunkte, andere Herausforderungen. Manchmal ist die Ausführungsplanung äußerst kniffelig, dafür läuft die Bauphase dann verhältnismäßig rund. Dann wiederum ist die Ausführungsplanung gar kein Thema und in der Bauphase stößt man auf nicht vorhersehbare Situationen. Und manchmal gibt es auch die Situation, dass es keine direkte Lösung gibt. Dann muss man Umdenken.

Eingangshalle des Dorinthotels in Krefeld, saniert mit Natursteinböden.

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