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Europäische Fliesen statt China-Ware

Enmon hat sich nach Anitdumping-Verordnung für China erfolgreich nach europäischen Lieferaten umgesehen

2004 wurde Enmon in Deutschland, mit Sitz in Heidelberg, gegründet. Die gleichnamige Schwesterfirma in Serbien betreibt vornehmlich in Serbien mehr als 85 eigene Shops. Beide Firmen zusammen gehören zu den führenden Fliesenhändlern in Europa und verkaufen ihre Produkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Niederlande und Belgien. Enmon Deutschland hat sich unter der Regie von Geschäftsführer Tomas Matlari, einem langjährigen Brancheninsider, in den vergangenen Jahren mit attraktiven Fliesen zu einem günstigen Preis- Leistungsverhältnis bei vielen europäischen Fliesen-Händlern einen Namen gemacht hat. Heute zählt man rund 600 Kunden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Niederlande und Belgien – vornehmlich Fachhändler. Auch im Do-it-yourelf-Bereich ist das unternehmen für diverse Handelshäuser tätig. Die Heidelberger bieten neben den Produkten auch ein umfangreiches Vermarktungspaket. Nachdem man anfangs die Ware vornehmlich aus China bezogen hat, stellte das Unternehmen nach den Anti-Dumping Verfahren gegen den Fernost-Riesen sein Politik komplett um und kauft seitdem seine Ware vornehmlich in Europa ein. Wir sprachen dazu mit Geschäftsführer Tomas Matlari.

Herr Matlari: Früher war Enmon dafür bekannt, seine Ware vornehmlich aus China zu beziehen. Doch das hat sich in den vergangenen Jahren drastisch geändert. Woher kommen heute ihre Produkte und welchen Anteil hat noch China an Ihrem Geschäft?

Das stimmt, Enmon ist ursprünglich mit Produzenten aus China groß geworden. Nach der Antidumping-Verordnung haben wir uns aber nach neue Möglichkeiten für die Produktionen umgeschaut – und gefunden. So lassen wir zum Beispiel seit sechs Jahren starke Partner in der Türkei. Vor drei Jahren haben wir dann in der Heimat der Fliesen, in Italien, angefangen mit grossen Erfolg zu produzieren zu lassen. Seit einigen Jahren haben wir sogar unsere eigene Niederlassung in Sassuolo mit eine Ausstellung und 5000 qm Lagerfläche. Dises Angebot nehmen unsere Kunden jeden Tag besser an. Neben der Produktion spielt natürlich die einfache Logistik aus Italien eine Rolle. Inzwischen kommen zwei Drittel unsere Produkte in Europa.

Beispiel aus dem Enmon Angebot: Serie Amazon, Holzimitation. Foto: Enmon

Welche Vorteile bringt dieses Lager konkret für die Kunden?

Zuerst ist die Logistik aus Italien einfach und alle unsere Kunden laden regelmäßig in Italien. Weiterhin profitieren unsere Kunden vor allem durch die Möglichkeit auch Kleinmengen zur fairen Preisen aus Italien zu laden.

Welche Vorteile hat die europäische Fliesenware? Die Fliesen aus China bringen doch sicherlich einen großen Preisvorteil mit sich?

Die europäische Ware bringt natürlich wesentliche Vorteile für uns.  Immer mehr Kunden nutzen die Geglenheit und laden in unserem Lager in Sassuolo.

Lässt Enmon seine Kollektionen auch nach eigenen Entwürfen produzieren?

Ja, wir arbeiten mit allen namhaften Design Studios aus Italien und Spanien zusammen und entwickeln exklusiv Produkte für den deutschprachigen Markt. Das ist unsere Stärke. Wir beschäftigen uns ausschliesslich mit den Märkten in Europa.

Hat Enmon noch andere Lager oder Umschlagsplätze in Europa?

Wir haben außerdem noch ein Lager in Bremen. Insgesammt bevorraten wir ca 1 Mio. qm aktuelle Ware für unsere Kunden.

Wir bevorraten ca 1 Mio. qm aktuelle Ware für unsere Kunden.

Welche Produkttrends sehen Sie aktuell auf dem europäischen Fliesenmarkt?

Im Augenblick ist der Betontrend in verschiedenen Oberflächen nach wie vor auf dem Vormarsch. Holzoptiken und Natursteinoptiken sind ebenfalls nach wie vor beliebt.

Im letzten Jahr feierte Enmon auf der Cersaie Premiere.

Der Messeauftritt in Bolonga war ein riesiger Erfolg für unsere Gruppe. Fast alle unsere Kunden konnten sich über einaktuelles und sehr schönes Sortiment in Bologna überzeugen.

Sehen Sie hier unser Video-Interview mit Enmon von der Cersaie 2018:

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