Die diesjährige Gesellschafterversammlung Eurobaustoff bot mit dem Kölner Gürzenich als Veranstaltungsort einen interessanten, architektonischen Rahmen. Foto: Redaktion

Eurobaustoff: Wir haben Zukunft

Gesellschafterversammlung 2019 in Köln - Umsatz von 6,4 Mrd. Euro - 5,7% über dem Vorjahr

Mit klarem Blick nach vorn in eine sich in allen wirtschaftlichen Strukturen wandelnden Zukunft präsentierte sich Europas umsatzstärkste Kooperation mittelständischer Fachhändler für Baustoffe, Holz und Fliesen. Die diesjährige Gesellschafterversammlung Eurobaustoff bot mit dem Kölner Gürzenich als Veranstaltungsort einen interessanten, architektonischen Rahmen.

Boy Meesenburg, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kooperation, eröffnete die Versammlung

Traditionell eröffnete Boy Meesenburg, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kooperation, mit einem für ihn klassisch-norddeutschen „Moin!“ die Versammlung. Mehr als 400 Vertreter aus den derzeit 475 Gesellschafterhäusern waren nach Köln gekommen. Damit waren mehr als 91 % der stimmberechtigten Gesellschafter vertreten.

Der Vormittag gehörte wie in den Jahren zuvor der Kooperations-Geschäftsführung. Jörg Hoffmann legte seinen Geschäftsbericht des Jahres 2018 vor und konnte nur Positives berichten. Mit einem Umsatz gesamt von 6,4 Mrd. Euro lag die Eurobaustoff mit 5,7% über dem Vorjahr. Die Gesellschaft wird in 2019 insgesamt 5,5 Mio. Euro investieren, davon fallen allein 4,8 Mio. Euro für Hard- und Software-Investitionen an. Darüber hinaus gab Hoffmann bereits eine Hochrechnung für das 1. Halbjahr 2019 ab: Demnach kann mit einer Verbesserung des zentralfakturierten Einkaufsvolumens um 9 % gerechnet werden.

Mehr als 400 Vertreter aus den derzeit 475 Gesellschafterhäusern waren nach Köln gekommen.

Neue Meilensteine wurden gesetzt

Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, nahm die Zukunft des mittelständischen Baufachhandels ins Visier und ging in seiner Rede zum Thema „Wir haben Zukunft!“ – neben den Möglichkeiten des Dienstleistungscampus – auf die Meilensteine des letzten Jahres ein. In diesem Zusammenhang nannte er zum einem die Integration der österreichischen BEZ-/Holz+Co-Gesellschafter, die Neuausrichtung der Infokom, das Marketing-Cockpit, den Neustart der Handelsmarken sowie die Internationalisierung. Besonders betonte er aber die Projektgruppe Logistik, die ein umfassendes Logistik Know-how für die Gesellschafter aufgebaut hat: Lagerverwaltungssystemen wurden vorausgewählt, ein Versandportal für Pakete und Stückgut erstellt und eine bessere Zusammenarbeit der sechs Zentrallager angeregt.

Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, nahm die Zukunft des mittelständischen Baufachhandels ins Visier

Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist außerdem der Aufbau des B2X-Master-Klon. Dieser besteht aus einer i&M Vermarktungsplattform sowie einem B2B Handwerkerportal und dient zur Prozessoptimierung. Dabei betonte Dr. Kern, dass die Investitionen in die Digitalisierung, unter anderem mithilfe von Digitalisierungsbeteiligungen, kostenneutral für die Gesellschafter bleiben.

Als permanente Herausforderung sieht Dr. Kern die Überwindung der Informationsbarrieren innerhalb der Gesamtkooperation. Kein Standort ist gleich strukturiert, sondern sehr individuell, und erwartet deshalb eine angemessene Dienstleistung bei stets gleicher Qualität. Nur so können alle Gesellschafter von dem breiten Informationsangebot der Kooperation profitieren.

Der mittelständische Bauchfachhandel wird laut Dr. Kern unter anderem durch eine breite Kundenbasis, regionale Verankerungen sowie qualifizierte Mitarbeiter mit einer hohen Beratungsqualität auch weiterhin eine Zukunft haben. Deshalb werden die Kooperationszentrale und die Gesellschafter auch zukünftig gemeinsam am Ball bleiben und den Markt vorausschauend mitgestalten.

Monat für Monat an den Themen der Zukunft arbeiten

Hartmut Möller thematisierte im Anschluss die aktuelle Situation der Baubranche, die Arbeit in den Warenbereichen, die Reaktionen aus der Lieferindustrie, das alltägliche Kräftemessen aller Beteiligten und die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer starken Fachhandels-Gemeinschaft. Er machte deutlich, welche Konsequenzen dies zukünftig im Einkauf haben wird und welche Folgen im Verhältnis zu gelisteten Lieferanten. Diese üben Druck auf die Gesellschafter aus und nur gemeinsam kann die Kooperation ihre Verhandlungsposition stärken. Zusammenarbeit ist auch im Kampf gegen begrenzte Verarbeiter-Kapazitäten gefragt.

Nachdem die Jungunternehmer noch einmal ihre Sichtweise auf die Herausforderungen und Chancen in der Kooperation darlegten und dabei vor allem dem Bereich Digitalisierung im Blick hatten, schloss Boy Meesenburg den offiziellen Teil der Veranstaltung ab. Er warnte davor, dass man nicht routinemäßig Erfolge verkünden und sich auf diesen ausruhen kann, sondern man Monat für Monat an den Themen der Zukunft arbeiten sollte.

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