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Deutscher Baumarkthandel im 1. Quartal 2018 rückläufig

Branchenergebnis im Zeichen des Wetters und des Vorjahres

Im 1. Quartal 2018 mussten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte eine rückläufige Umsatzentwicklung hinnehmen: In den ersten drei Monaten des Jahres erreichte der Gesamtbruttoumsatz des deutschen Baumarkthandels einen Wert von 3,76 Milliarden Euro und weist damit im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang von 7,1 Prozent auf. Dabei ist das Umsatzergebnis entscheidend auf das Märzwetter und ein starkes Vergleichsquartal des Vorjahres 2017 zurückzuführen. Die aktuellen Marktzahlen gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) am 14. Mai 2018 bekannt.

„Der Jahresstart ist für die Branche nicht optimal verlaufen, vor allem der verregnete und kalte März war ausschlaggebend für das aktuelle Branchenergebnis nach drei Monaten“, stellt BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst fest. „Für den Baumarkthandel wird das Geschäft mit Gartensortimenten zunehmend wichtig, der Umsatzanteil mit Pflanzen, Ausstattungen für Gärten und Terrassen, Grills, Hochbeeten oder Gartenteichen liegt mit Blick auf die vergangenen Jahre bei rund einem Viertel bis zu einem Drittel des Gesamtjahresumsatzes. Spielt wie in diesem Jahr das Wetter nicht mit, macht sich dies umgehend im Quartalsergebnis bemerkbar. Trotz der aktuellen Branchenentwicklung sind wir für das Gesamtjahr 2018 aber nach wie vor zuversichtlich, unsere Jahresziele zu erreichen, dies insbesondere mit Blick auf die aktuellen Umsatzentwicklungen im April und in der ersten Mai-Woche“. Hier hoffe die Branche, die im März nicht erzielten Umsätze aufholen zu können, so Wüst. Die Frühjahrsmonate seien mittlerweile im Jahresverlauf die größten Umsatzbringer beim Geschäft der Branche. Für das Geschäftsjahr 2018 hatte der BHB zu Jahresbeginn ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, bei flächenbereinigter Betrachtung einen Umsatzzuwachs von 1,0 Prozent prognostiziert.

Umsätze im März für das Quartalsergebnis entscheidend

Entscheidenden Anteil am Quartalsergebnis hatte die Geschäftsentwicklung im März, der von jahreszeitlich extrem kalten Temperaturen und Schneefällen in Teilen des Bundesgebiets geprägt war. Hier mussten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte bei einem Gesamtbruttoumsatz von 1,51 Milliarden Euro einen Umsatzrückgang von 16,6 Prozent im Vorjahresvergleich hinnehmen, nachdem die Umsatzentwicklungen der Monate Januar (1,15 Milliarden Euro/+ 4,2 Prozent) und Februar (1,10 Milliarden/-2,9 Prozent) insgesamt noch im Bereich der Erwartungen gelegen hatten.

Beim Blick auf die Sortimentsentwicklungen im 1. Quartal erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte die höchsten Umsätze mit Sanitär- und Heizungswaren (470,9 Mio. Euro), Bauchemie/Baumaterial (334,9 Mio. Euro), Elektro inklusive Beleuchtung (316,8 Mio. Euro), Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (297,2 Mio. Euro) und mit Anstrichmitteln/Malerzubehör (267,8 Mio. Euro). Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich die deutlichen Rückgänge bei den Gartensortimenten mit hohen zweistelligen Verlustraten. Die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut (-43,9 Prozent), Gartenmöbel (-37,0 Prozent), Lebend Grün (-30,7 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (-30,3 Prozent) und Gartenausstattung (-19,3 Prozent) verzeichneten jeweils hohe Rückgänge, die neben den schlechten witterungsbedingten Rahmenbedingungen auch dem umsatzstarken Vorjahresvergleichsquartal geschuldet waren – hier hatten sich im 1. Quartal 2017 noch deutliche zweistellige Umsatzzuwächse bei den Gartensortimenten gezeigt. Umsatzwachstum im 1. Quartal 2018 gab es in den Warengruppen Möbel (+5,5 Prozent), Technik/Büro/Unterhaltungssortimente (+2,5 Prozent) sowie bei Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (+ 1,8 Prozent) und den Sanitär- und Heizungswaren (+1,3 Prozent).

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