Aktuelle Informationen aus der Keramik- und Zubehör-Branche

2017: Positive Zahlen für die italienische Keramikindustrie

Fliesenproduktion: 422 Millionen m2 (+1,6%), 5,5 Milliarden Euro Umsatz (+2,4%)

Rundum positiv abgeschnitten hat die italienische Fliesenindustrie im Jahr 2017. Mit 85% geht der Löwenanteil der Produktion ins Ausland . Das entspricht 338,2 Millionen (+1,9%) Quadratmetern und einem Umsatzvolumen von 4,7 Milliarden Euro.

Rundum positiv abgeschnitten hat die italienische Fliesenindustrie im Jahr 2017. Die während der Mitgliederversammlung des italienischen Industrieverbands Confindustria Ceramica veröffentlichten Zahlen bestätigen, dass die 145 in Italien angesiedelten Unternehmen mit ihren 19.515 Mitarbeitern 1,6% mehr Fliesen produziert haben als noch im Jahr zuvor. Zum ersten Mal seit 2006 ist auch die Beschäftigtenzahl (um 2,9%) angestiegen. Mit 85% geht der Löwenanteil der Produktion ins Ausland . Das entspricht 338,2 Millionen (+1,9%) Quadratmetern und einem Umsatzvolumen von 4,7 Milliarden Euro.

Insgesamt betrachtet konnte die italienische Fliesenindustrie in Bezug auf den Umsatz erst jetzt, nach 10 Jahren, wieder das Niveau von 2008 erreichen. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hatte das Mittelmeerland besonders stark und langanhaltend getroffen. Federn gelassen haben die italienischen Hersteller in diesem Zeitraum in Bezug auf die Menge: 80 Millionen Quadratmeter weniger werden heute im Vergleich zu 2008 produziert. Dieser Umsatz ging hauptsächlich in Italien verloren, wo die Bauwirtschaft dramatisch einbrach.

Der italienische Binnenmarkt konnte nun zwar einen Zuwachs von 1,1% im Fliesenumsatz im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Trotzdem ist die Menge noch weit davon entfernt, die Lücke zu schlieβen, die durch die lange Rezession entstanden war. Mit 83,7 Millionen Quadratmetern im Wert von 842 Millionen Euro wurde 2017 noch nicht einmal die Hälfte des Vorkrisenniveaus erreicht.

Das Erfolgsrezept der italienischen Hersteller liegt demnach im Export und in einem gehobenen Preissegment. Das bildet sich auch in den Investitionen ab:

Mit einem Investitionsvolumen von 514,9 Millionen Euro (+28,6% im Vergleich zum Vorjahr) setzen die Italiener 9,3 % des Umsatzes auf innovative Technologie, um weiterhin mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können.

Italien ist weltweit Marktführer in der Fliesenbranche. Vittorio Borelli  scheidender Vorsitzender des Verbands, kommentierte während der an die Versammlung anschlieβenden Pressekonferenz, dass der Konkurrenzdruck trotz der starken internationalen Nachfrage nach den italienischen Produkten immer gröβer wird. Die Zukunftsaussichten bewertet Borelli insgesamt, mit Blick auf die Entwicklung der Bautätigkeit im Ausland, als positiv:

Für Europa sei ein im Vergleich zu 2017 verlangsamtes Wachstum zu erwarten, während er für die USA mit einer stärkeren Zuwachsrate rechne. Unter den „neuen Märkten“ sieht Borelli di günstigsten Entwicklungen für die Länder der Golfregion und für Osteuropa voraus.

Unsere VIDEO-NEWS zu diesem Thema:

 

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.