Die panasiatischen Gerichte im Nooba werden in einem stilechten Ambiente serviert, das von der renommierten Nader Interior GmbH (Zürich) konzipiert wurde. Foto: Vladimir Vlajnic

Restaurant Nooba in Zürich: Lebens- und Keramik-Kunst

Abwechslungsreiche Küche in besonderem Ambiente

Ars Vivendi ist der lateinische Begriff für Lebenskunst und bedeutet sinngemäß, dass man das Dasein stilvoll genießt. Für viele Menschen zählen dazu lukullische Genüsse oder ästhetische Werke, deren Anblick den Betrachter erfreut. Beide Kunstformen, sprich einen Gaumen- und Augenschmaus offeriert das Restaurant Nooba in der Europaallee in Zürich. Dort ziert ein Wandbild aus keramischem Mosaik zentrale Bereiche des Restaurants und trägt dadurch stilprägend zum speziellen Ambiente bei.

Die lukullischen Genüsse

In gastronomischen Einrichtungen geht es primär natürlich um das Angebot und die Qualität der Speisen und Getränke. Erfolgsrelevant ist aber auch die Atmosphäre, wobei die Bandbreite der Gerichte und Einrichtungsstile ein breites Spektrum umfasst: Als Gast hat man die angenehme Qual der Wahl zwischen spartanischem Schnellimbiss, gemütlicher Studentenkneipe, gutbürgerlichem Lokal, exquisitem Gourmet-Tempel oder Restaurants mit diversen Küchen dieser Welt. Ein exemplarisches Beispiel für Letzteres ist das Nooba in der Züricher Europaallee, einem zentral gelegenen Viertel mit einer breiten Palette an Läden, Kultureinrichtungen, Apartments und Gastronomie. Nooba ist die Abkürzung für „Noodle Bar“, weil der wesentliche Teil des lukullischen Angebots aus unterschiedlichen Nudelarten Asiens besteht. Darüber hinaus gibt es weitere Spezialitäten wie Suppen, gebratenen Reis oder Curries. Die Speisekarte enthält eine breite Auswahl typischer Gerichte zum Beispiel aus Thailand, Indien und Japan oder anders ausgedrückt: serviert wird panasiatische Küche. Das Essen wird vom asiatischen Küchenteam täglich frisch via Wok oder Teppan-Grill (japanisch „eiserne Platte“) zubereitet.

Die stilsichere Einrichtung

Herzstück des Restaurants ist die Showküche mit Kupferflächen, die eine heimelige und zugleich urban-stylishe Atmosphäre schaffen. Das keramische Mosaik setzt reizvolle Akzente. Foto: agrob-buchtal.de / Adriano Faragulo

Passend zur panasiatischen Küche wurde die Einrichtung von Nader Interior (Zürich) konzipiert: Lichtdurchflutet, transparent und (welt)offen, Tische und Sitzgelegenheiten im Innen- und Außenbereich mit klarer Formensprache sowie fein dosierten und ausgewogen platzierten Pflanzen-Arrangements. Das zentrale Element schlechthin ist die offene Showküche: Sie beinhaltet zahlreiche Elemente und Flächen aus Kupfer, in denen sich die feingliedrigen, fernöstlich angehauchten Hängeleuchten und die Deckenspots wirkungsvoll spiegeln, um so eine angenehm warme und zugleich stylish-urbane Atmosphäre zu schaffen, in der man sich auf Anhieb heimelig fühlt.

Die keramische Kunst

Markanter Blickfang zwischen den Kupferflächen der Showküche ist ein Kunstwerk der speziellen Art: Keramisches Mosaik der Serie Plural im Format 2,5 x 2,5 cm und 29 (!) verschiedenen Farben wurde apart komponiert zu einem floralen Motiv, das die Blicke auf sich zieht. Realisiert wurde dieses Unikat durch ein Zusammenspiel der Expertise von Agrob Buchtal und Jasba. Beide Marken gehören zur Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit Sitz in Witterschlick bei Bonn, die insgesamt vier Fliesenwerke in Deutschland betreibt, wobei die ältesten Wurzeln bis ins Jahr 1755 zurückgehen. Entsprechend groß ist der Erfahrungsschatz für die Herstellung der verschiedenen Arten von Keramikfliesen. Dazu zählt unter anderem auch keramisches Mosaik für die Belegung von Böden, Wänden und organischen Formen wie Säulen, Sitzbänken, Liegen etc. oder individuelle Motive wie dieses. Gebündelt und seit Jahrzehnten kultiviert wird diese besondere Kompetenz in der Jasba-Fliesenfabrik in Ötzingen im Westerwald (ungefähr auf halber Strecke zwischen Bonn und Frankfurt/Main).

Die fachmännische Verlegung der nummerierten Bögen erfolgte durch die Reibenschuh AG aus Wetzikon. Die Bereiche unterhalb des Mosaiks sind ebenfalls mit Serie Plural von Agrob Buchtal gestaltet, und zwar im Format 20 x 20 cm in der Farbe 2025H Lachs aktiv. Foto: agrob-buchtal.de / Adriano Faragulo

Dort entstand auch das im Nooba verbaute Wandbild in typischer Weise: Roh-Ideen und Wünsche des Auftraggebers werden vom Werk planerisch verfeinert und akribisch-exakt auf rund 30 x 30 cm große Bögen konfektioniert, die dann durchnummeriert werden, um so für ein korrektes Endergebnis zu sorgen. Bei aller Vorarbeit im Werk muss das Ganze natürlich auch noch vor Ort sach- und fachkundig „montiert“ werden. Dabei kommt dem Verleger eine große Verantwortung zu: Er sorgt nicht nur für die motivisch richtige Anordnung, sondern auch dafür, dass nach der Verfugung die Ränder der einzelnen Bögen nicht erkennbar sind, sondern alles zu einem homogenen Ganzen verschmilzt. In Zürich wurde diese Aufgabe gekonnt erfüllt vom Fachbetrieb Reibenschuh AG aus Wetzikon. Das Ergebnis überzeugt Betreiber und Gäste, die den dekorativen Blickfang anerkennend wahrnehmen und regelmäßig ansprechen. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen außer der Anregung, sich bei einem Besuch in Zürich einen eigenen Eindruck zu verschaffen vom Gaumen- und Augenschmaus, den das Nooba seinen Gästen bietet.

So wie viele Kollektionen des Agrob-Buchtal-Sortiments ist auch die bei diesem Projekt verwendete Serie Plural bereits werkseitig mit „Hytect“ versehen. Diese innovative Veredelung verleiht keramischen Fliesen besondere Eigenschaften: Sie sind extrem reinigungsfreundlich, wirken antibakteriell ohne Chemie und bauen Luftschadstoffe und sowie störende Gerüche ab – alles Vorzüge, die in der Gastronomie relevant sind und im Nooba Tag für Tag voll zum Tragen kommen.

Präzision und Ästhetik pur: 29 verschiedene Farben des 2,5 x 2,5 cm-Mosaiks der Serie Plural wurden Stück für Stück exakt positioniert. Die insgesamt rund 25 m2 entsprechen rund 40.000 einzelnen Steinchen. Diese Solisten vereinen sich dann zu einem harmonischen Orchester und einem Gesamtkunstwerk, das neben weiteren praktischen Vorzügen absolut farb- und lichtecht ist. Foto: Vladimir Vlajnic

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