Neuer Schomburg Campus: 1.306 Quadratmeter für den Baustoff

Mehr Platz für innovative Entwicklung und Schulungen im neuen „Campus“ des Detmolder Unternehmens

„Als die Lüftungsanlage dann ansprang, das war für mich ein besonderer Glücksmoment“ – Karsten Löck erinnert sich mit gemischten Gefühlen an die Feuertaufe im neuen Multifunktionsbau „Campus“ des Detmolder Systembaustoffherstellers Schomburg zur betriebsinternen Weihnachtsfeier Anfang Januar 2020. Als erfahrener Hausarchitekt und Planer begleitet er seit 20 Jahren die Bauaktivitäten seines Arbeitgebers. Doch trotz aller Routine war ein Neubau solcher Dimensionen kein Projekt, das man mal so nebenbei stemmt. Besonders nicht, da der Detmolder Baustoffhersteller als Branchenprofi natürlich bei seinen eigenen Bauaktivitäten unter ganz besonderer Beobachtung steht.

Das Bemerkenswerte liegt laut Architekt Löck nicht in den bloßen Zahlen des Gebäudes, sondern im Ablauf des Baus selbst. Drei Stockwerke, 1.306 Quadratmeter Gesamtfläche, 2.808 Kubikmeter Raumvolumen, vollgestopft mit modernster Präsentations- und Entwicklungstechnik – es gibt wesentlich größere Bauprojekte, die in Deutschland abgewickelt werden. Aber der Bau in Detmold war allein schon aufgrund seiner Problemlosigkeit etwas ganz Besonderes, wie sich Planer Löck erinnert: „Am Tag der Abnahme haben mir die Handwerker gesagt, dass sie schon lange nicht mehr eine so ruhige und geordnete Baustelle hatten.“ Ein großes Kompliment an K. Löck, der vom Bauantrag im April 2018 bis zur Fertigstellung Ende 2019 als Mittler zwischen alle Gewerken und dem Bauherrn alles dafür tat, dass Probleme erst gar nicht auftraten.

Erweiterung schon eingeplant

Die Anforderungen an den Bau standen bereits früh fest. Auf ein bereits vorhandenes Laborgebäude sollte ein weiteres Stockwerk aufgesetzt und ein modernes Schulungszentrum mit angebaut werden. Räume für die Marketingabteilung wurden bereits früh mitgedacht. Apropos mitgedacht: Das hatte auch Albert Schomburg, der den Detmolder Bauspezialisten weltweit bekannt gemacht hat und nun im Beirat die Geschicke des Unternehmens mit begleitet. Er hatte bereits vor Jahrzehnten die Fundamente des Laborgebäudes so massiv auslegen lassen, dass ein weiterer Aufbau keine statischen Probleme bereiten würde. Ein Neubau an anderer Stelle war daher keine wirkliche Alternative.

Eine der ersten Veranstaltungen im großen Seminarraum Anfang des Jahres 2020.

Ausführender Architekt war das Detmolder Büro Merwitz, der ebenfalls ortsansässige Andre Rohde übernahm die Bauleitung. Nicht nur bei den Architekten und Planern setzte Schomburg auf regionale Kompetenz. Löck: „Fast alle Handwerker und Zulieferer kamen aus der weiteren Region – sogar der Laborausstatter musste nicht weit zu uns fahren.“ Dass das Detmolder Unternehmen bei den Baustoffen keine Kompromisse einging, war für alle Beteiligten Ehrensache – es kamen an allen Ecken und Enden hochwertigste Baumaterialien aus dem eigenen Haus zum Einsatz.

Bei einem solchen modernen Bau zählen auch die inneren Werte, das zeigen schon die nüchternen Zahlen. Die Haustechnik inklusive Schaltzentralen und Servern nimmt den Raum einer großzügig geschnittenen Singlewohnung ein, im Labor sorgt Spezialtechnik für ideale Testbedingungen. Hier kann man eine klimatische Umgebung von durchgehend 22 Grad Celsius Temperatur und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Eine der ersten Veranstaltungen im großen Seminarraum Anfang des Jahres 2020.

Modernes Schulungszentrum

Im modernen Schulungszentrum vermitteln die Schomburger Spezialisten praktische Fertigkeiten und theoretische Hintergründe im Umgang mit modernen Baustofflösungen für die Fachanwender. Unter dem Dach mit einem atemberaubenden Blick auf den Teutoburger Wald sind die modernen Seminarräume „Skyloft“, in denen das Schulungskonzept von Schomburg umgesetzt wird. Ein großer Seminarraum lässt sich in mehrere Räume unterteilen, modernste Präsentationstechnik unterstützt die interaktiven Formate. Laut Geschäftsführendem Gesellschafter Ralph Schomburg ist der neue Funktionsbau eine „wichtige Basis für moderne Arbeitsweisen und die gesteckten Wachstumsziele.“

Nicht nur zu Schulungen, auch für Unternehmensfeiern wird der Neubau genutzt. Mit einer kompakten Küche lassen sich dort etwa 200 Personen bestens versorgen. Wie auch im Januar 2020, zur offiziellen Eröffnung. Karsten Löck erinnert sich lebhaft. Für die Eröffnungsrede von Geschäftsführer Ralph Schomburg hatte der Planer nur ein Ohr übrig. Mit dem anderen hörte er gespannt, ob die Haustechnik ihren Dienst erfüllt. Und das tat sie, wie sich Löck erinnert „Gerade als ein Kollege mich darauf hinwies, dass es mit fast 200 Menschen auf der Etage doch ein wenig warm wird, setzte das leise Rauschen der Lüftung ein.“ Für Löck, den Mann im Hintergrund, das Zeichen, dass alle Berechnungen und Planungen wie die Räder eines Uhrwerks ineinandergriffen.

Auch wenn die Schulungen wegen Corona gerade pausieren, die Marketingabteilung hat schon die neuen Räume im Neubau bezogen, das Gebäude füllt sich mit Leben. Auf die abschließende Frage, wie er den Bau mit Worten beschreiben müsste, findet Hausarchitekt Löck ohne Zögern eine Antwort: „Grundsolide, modern und in der Region verwurzelt – eben wie unser Unternehmen Schomburg“.

 

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