Köbig eröffnet neues Haustechnik-Zentrallager

Knapp über elf Millionen Euro hat Köbig für ein neues Zentrallager des Geschäftsbereiches Haustechnik (Sanitär/Heizung) ausgegeben. Gebaut wurde es im Gewerbepark Mainz-Hechtsheim auf einem 25.500 Quadratmeter großen Gelände, das die Stadt Mainz zur Verfügung stellte. Bereits Mitte Juni erfolgte die Inbetriebnahme. Am 2. September wurde das Gebäude – in Gegenwart der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer – offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Markus Thurn, geschäftsführender Gesellschafter der J.N. Köbig GmbH, sprach von einer weiteren „Zukunftsinvestition“ und einem „deutlichen Zeichen zur Standortsicherung“. Im Vordergrund stünden jedoch die gestiegenen Anforderungen der Profi-Kunden. Vor allem mit Handwerkern wickelt Köbig 80 Prozent seines Jahresumsatzes ab. Das Objekt an der Eindhoven Alle 2 wurde von dem Architektenbüro Ries+Ries (Budenheim) in Stahlbeton-Skelettbauweise errichtet und mit einer auffälligen Außenfassade in Unternehmensfarben versehen. Der Baukörper – mit seiner knapp 8.200 qm großen Grundfläche – birgt Platz für fast 30.000 Artikel aus dem Produktspektrum Sanitär, Heizung und Installation. Aktuell lagern dort 15.000 Artikel. Für sie stehen derzeit 10.000 Paletten-Stellplätze und 15.500 Kleinteile-Boxen bereit.
Markus Thurn: „Dies ermöglicht eine optimale Lagerhaltung und einen hohen Servicegrad – Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Vertrieb und hohe Kundenzufriedenheit.“ Große Aufmerksamkeit sei auch dem „Thekenabholbereich“ geschenkt worden, der traditionellen Anlaufstelle für die Haustechnik-Handwerker bei Köbig.

Foto von der Einweihung.
Foto von der Einweihung.

Weniger CO2-Emissionen, fast eigenständige Stromversorgung

Auch die Umwelt wurde nicht vergessen. Zum einen verringert sich der Schadstoffausstoss (CO2-Emissionen) der bislang eingesetzten Köbig-Lkw, weil die internen Verkehre zwischen den bisherigen Haustechnik-Lagern in Mainz, Wiesbaden, Alzey und Koblenz durch die Zentrali-sierung entfallen. Zum anderen ist Köbig wegen einer Photovoltaikanlage auf dem Dach von der kommunalen Stromversorgung weitgehend unabhängig.
Köbig beschäftigt derzeit insgesamt zirka 650 Mitarbeiter. Im Zentrallager Haustechnik sind aktuell knapp über 60 Mitarbeiter tätig (das Gros in Lager und Fuhrpark, die weiteren in Vertrieb und Einkauf). „Dies entspricht etwa dem bisherigen dezentralen Personalaufwand. Aber wir planen in Mainz-Hechtsheim eine moderate Erhöhung der Beschäftigtenzahl“, sagte Markus Thurn, ohne zum jetzigen Zeitpunkt jedoch genaue Angaben machen zu wollen.
Köbig erzielte im Geschäftsjahr 2015 mit Baustoffen, Fliesen, Produkten der Haustechnik sowie des Garten- und Landschaftsbaus einen Umsatz von annähernd 170 Mio. Euro. Dies entspricht in etwa dem Vorjahresniveau – trotz der monatelangen Sperrung der Schiersteiner Brücke. In Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen existieren 14 Standorte. Außer Mainz sind dies Alzey, Eisenberg, Koblenz, Nackenheim, Bad Kreuznach, Gensingen („Fliesen-Treff“), Wiesbaden, Frankfurt am Main (Friedberger und Hanauer Landstraße/“Haus der Fliesen“), Bürstadt, Darmstadt-Arheilgen, Mannheim und Brauna.

 

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