8. Sopro ProfiTag: spannende Kombination aus Theorie und Praxis

Über 900 Besucher aus Handwerk und Handel zu Gast in Wiesbaden

Neueste Verlegetechnik in Theorie und Praxis gepaart mit viel und guter Kommunikation – so die Idee, die hinter dem mittlerweile schon traditionellen Sopro ProfiTag steht. Perfekt umgesetzt wurde sie auch diesmal sowohl von namhaften Gastreferenten, als auch erfahrenen Anwendungsspezialisten der Sopro Bauchemie. Um den über 900 Anmeldungen gerecht zu werden, fand die Veranstaltung, die mittlerweile achte ihrer Art, im November wiederum an zwei Terminen statt – mit identischen Themen und Referenten.

Mit dem Rückblick auf ein interessantes Geschäftsjahr 2019 der Sopro Bauchemie und dem Ausblick auf „ein Baugeschehen, welches sich nach wie vor auf einem Höhenflug befindet“, begrüßte Sopro Geschäftsführer Andreas Wilbrand die zahlreichen, aus dem In- und Ausland angereisten Gäste, die Ende November zum 8. Sopro ProfiTag nach Wiesbaden angereist waren. Dass auch diesmal ganz besonders aktuelle Themen – wie beispielsweise der Sanierungsmarkt als der „Markt von morgen“ – auf dem Programm standen, darauf wies Dipl.-Ing. Mario Sommer, Leiter der Sopro Architekten- und Objektberatung und Moderator der Veranstaltung, gleich zu Beginn hin. Gerade im Bereich der Sanierung, so Mario Sommer, gibt es große Chancen, allerdings auch zahlreiche unterschiedliche Situationen, mit denen man zurechtkommen muss. Mit Susanne Ciampa, der Inhaberin des Fliesenfachbetriebs Ciampa GmbH im badischen Unterkirnach, konnte er gleichzeitig eine Referentin vorstellen, die bereits auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung auf dem Gebiet der Sanierung und Renovierung zurückblicken kann.

Die Baustelle von morgen: Mehr Sanierung statt Neubau

Für Susanne Ciampa war es angesichts vieler Entwicklungen, etwa den Krisen der 80er und 90er Jahre, und Statistiken, beispielsweise zur Altersstruktur unseres Wohngebäudebestands, geradezu eine logische Konsequenz, sich mit ihrem Unternehmen verstärkt dem Bauen im Bestand zuzuwenden. Aber, ob die Sanierung eines Bades oder einer Küche, einer Wohnung bzw. eines ganzen Hauses: Die Anforderungen an den Handwerker auf Sanierungsbaustellen unterscheiden sich oftmals ganz erheblich von denen beim Neubau. Neben Kompetenz und Qualität sind dabei auch Faktoren wie Mut zum Risiko oder Überzeugungskraft und klare Ansagen gefragt. Absolutes Muss ist auch eine gute Planung und Abwicklung der Baustelle. Eine exakte Bedarfsermittlung gehört daher im Vorfeld ebenso dazu wie eine entsprechende Bemusterung. Aber auch andere wichtige Dinge wie beispielsweise Arbeitsbeschreibung, Bauzeitenplan oder Materiallisten dürfen nicht fehlen. Beachtet man all dies, dann kann man mit Sicherheit von einem riesigen Potential an Aufträgen profitieren; denn „der Sanierungsmarkt ist gigantisch groß und preislich/kalkulatorisch attraktiv“ – so Susanne Ciampa am Ende ihres spannenden Vortrags.

Dass zu anspruchsvollen Sanierungsarbeiten natürlich auch die perfekte Verlegetechnik gehört, dies machte Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Kammerer, Bereichsleiter Anwendungstechnik bei der Sopro Bauchemie, deutlich. In seinem Vortrag zum Thema „Die schnelle Baustelle“ ging er dabei auf einen speziell im Sanierungsbereich besonders wichtigen Aspekt ein: Die Schnelligkeit der Produkte und Systeme. Das größte Beschleunigungspotential liegt dabei in der Verkürzung der Trocknungszeiten – so der Referent. Besondere Vorteile haben hier sog. „ternäre“, also aus drei Stoffen bestehende Systeme; denn diese Bindemittelgemische binden das Wasser überwiegend kristallin und chemisch ein und sorgen so für eine schnelle Erhärtung und schnelle Trocknung. Dies sorgt für frühe Belastbarkeit und frühe Belegreife. Diesen technologischen Vorteil gibt es, wie Sebastian Kammerer an den entsprechenden Beispielen aus dem Sopro-Sortiment zeigte, sowohl bei Schnellzementestrichen und Spachtelmassen, als auch bei Abdichtungen sowie bei Fliesenklebern und Fugenmörteln. Hocheffiziente Produkte, die man im Rahmen der Praxiszirkel auch „live“ in ihrer Anwendung erleben konnte.

Vom Generationenbad bis zum „Inneren Schweinehund“

Mit weiteren wichtigen Teilaspekten des Bauens im Bestands beschäftigten sich drei sog. „Impulsvorträge“. Bei Roland Stransky von der Kermi GmbH aus Platting ging es dabei unter dem Titel „Geringe Fußbodenaufbauten – trotzdem beheizt“ um dünnschichtige Flächenheizungssysteme und deren Einsatz im Altbau. Sie werden vor allem zur Reduzierung des Energieverbrauches und damit der Energiekosten beispielsweise in Rahmen einer Badsanierung auf einem alten Fliesenbelag oder auf dem Problemuntergrund Holzdielenboden eingesetzt – oftmals in Kombination mit einem Sopro Fließspachtel und einer FliesenDämmPlatte 4 mm von Sopro. Einen Instandsetzung-Service für die Bereiche Keramik, Kunststein und Naturstein stellte Heinrich Huber mit der Artus Oberflächeninstandsetzung vor. Das im oberbayerischen Langenbach angesiedelte Unternehmen hat bereits seit 2005 Erfahrung in der Dienstleistung der Instandsetzung beim Endkunden – ganz ohne Rückbau. Es verfügt neben einem bundesweiten Kundendienst mit 50 Mitarbeitern auch über eine eigene Produktentwicklung. Im Fokus stehen dabei Abplatzungen an Flächen und Kanten, Schlieren und Verunreinigungen, aber auch fühlbare Kratzer in der Oberfläche. Dass und wie man mit dem „Generationen Bad“ heute ein „Bad für alle“ schaffen kann – dies zeigte Dirk Dietz von der HEWI Heinrich Wilke GmbH aus Bad Arolsen. Anhand zahlreicher Beispiele – von funktionellen Waschtischen bis hin zu Türdrückern und Handläufen – machte er deutlich, dass die barrierefreie Gestaltung durch eine enorme Vielschichtigkeit gekennzeichnet ist und dass Barrierefreiheit auch „schick und schön“ sein kann und so zu einem Mehrwert für alle führt.

Mit Spannung wurde auch in diesem Jahr der wie immer „besondere“ Abschlussvortag des ProfiTags erwartet. Mit Dr. Marco Freiherr von Münchhausen, renommierter Referent und Trainer im Bereich Persönlichkeits- und Selbstmanagement aus München, hatte man diesmal einen besonders faszinierenden und unterhaltsamen Keynote-Speaker eingeladen. Bei seinem Vortrag zur „Effektiven Selbstmotivation“ zielte er insbesondere darauf ab, wie man seinem „Inneren Schweinehund“ begegnet. Dabei gab er unter anderem zahlreiche, einfach umsetzbare Tipps wie „Suchen Sie Herausforderungen“, „Vermeiden Sie Unter- und Überforderung“, „Planen Sie Pausen und Freizeit“ oder „Vergessen Sie Belohnungen nicht“. Darüber hinaus wusste er aber auch viel darüber zu berichten, welch große Auswirkungen die zunehmende Digitalisierung auf unsere Denk- und Konzentrationsfähigkeit hat. Die Frage „Wie finden wir die Kraft der Konzentration wieder“ beantwortete er am Ende ebenfalls mit einer ganzen Reihe an wertvollen und leicht anwendbaren Tipps. Denn „Konzentration ist machbar!“, vor allem dann, wenn man sich immer wieder Zeitinseln schafft, in denen man ungestört arbeiten kann –und damit nur einen der vielen Tipps des Referenten umsetzt.

Großer Andrang bei den drei aktuellen Praxiszirkeln

Ergänzt wurden die Fachvorträge durch eine Vielzahl von anwendungstechnischen Demonstrationen mit bewährten und teilweise auch ganz neuen Sopro Produkten, die mehrmals am Tag in drei eigens dazu vorbereiteten Vorführzelten durchgeführt wurden. Dabei ging es zum einen um das oben bereits beschriebene, aktuelle Thema des „Bauen im Bestand“ – mit allen wichtigen Details zu den hierzu perfekten Sopro Produkten und Produktsystemen. Zum zweiten wurden die angesichts der neuen DIN-Normen besonders wichtige „Verarbeitung von Verbundabdichtungen“ in allen notwendigen Arbeitsschritten und mit allen dafür in Frage kommenden Sopro Produkten „live“ demonstriert. Und last but not least zeigte der dritte Praxis-Workshop die unterschiedlichsten Aspekte sowie das zielgerichtete Angebot der Sopro „Fugentechnik“ auf.  Neben den Verlegeexperten der Sopro standen den Tagungsteilnehmern dabei auch die Vertreter leistungsfähiger Sopro Industriepartner aus dem Maschinen- und Werkzeugbereich für Fachfragen zur Verfügung. Der große Andrang in den Vorführzelten zeigte, dass man auch in diesem Jahr mit allen drei Themen richtig lag. Trotz des breiten Angebots an Referaten und Praxiszirkeln bot der Sopro ProfiTag erneut reichlich Gelegenheit, sich mit Spezialisten und Kollegen ausführlich über die aktuellen Branchenthemen auszutauschen.

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