Der 50 x 25 m große Aufwärm-Pool ist ein weiterer Teil der Duna Aréna - ohne Tribünen, damit sich die Athleten ungestört auf den Wettkampf vorbereiten können. Foto: Agrob Buchtal

Neue Wassersport-Kathedrale für die Besten der Welt

Sportliche Großereignisse wie Olympiaden oder Weltmeisterschaften ziehen Menschen rund um den Erdball regelmäßig in den Bann. Dies gilt auch für die 17. Schwimm-Weltmeisterschaft (WM), die von der FINA (Fédération Internationale de Natation, CH-Lausanne) ausgerichtet wird und in der zweiten Juli-Hälfte 2017 in der ungarischen Hauptstadt Budapest stattfindet.

Dieser Ort ist insofern prädestiniert, weil Ungarn bekannt und berühmt ist für erstklassige Thermen und hohe Badekultur. Die ausgeprägte Verbindung zum Ur-Element Wasser zeigt sich auch darin, dass dieses Land regelmäßig mit Spitzenleistungen im Schwimmen aufwartet und mit Alfréd Hajós den ersten Olympiasieger der Neuzeit stellte. Entsprechend groß ist der Stellenwert der diesjährigen Schwimm-WM: Die Duna Aréna (dt. „Donau Arena“, engl. „Danube Arena“) als Haupt-Wettkampfstätte besticht durch besondere Lage, markante Architektur und Schwimmbecken der Extraklasse. Made-in-Germany-Keramikfliesen der Marke Agrob Buchtal spielen dabei eine zentrale Rolle.

Ob bei Tag oder bei Nacht: Die neu errichtete Duna-Aréna in Budapest am Ufer der Donau zieht die Blicke auf sich. Die wellenförmige Formensprache der Fassade wirkt selbstbewusst und zugleich filigran.

Der eingangs erwähnte Alfréd Hajós war in mehrfacher Hinsicht ein Multi-Talent: Am 11.4.1896 errang er über 100 Meter Freistil in Athen die erste Schwimm-Olympiamedaille der Neuzeit und das erste olympische Gold für Ungarn in dieser Disziplin. Am selben Tag gewann er auch noch das Rennen über 1200 Meter Freistil. 1898 wurde er zudem mehrfacher ungarischer Leichtathletik-Meister und spielte in der damaligen Fußballauswahl seines Landes. Inzwischen als Architekt tätig, erhielt er 1924 eine Auszeichnung für seinen Entwurf des damaligen Budapester Schwimmstadions. Damals wie heute sind die Becken gewissermaßen die Sportgeräte der besten Schwimmer der Welt.

Diese Aufnahme während der Bauphase illustrieren eindrucksvoll die großzügigen Dimensionen dieser neuen Kathedrale des Wassersports.

Für die Pools in und an der neuen Duna Aréna wählte man Qualitätskeramik der Marke Agrob Buchtal:

Im Inneren des Gebäudes befinden sich

–        ein Wettkampfbecken 50 x 25 x 3 m

–        ein Aufwärmbecken 50 x 25 x 2,20 / 2,80 m (zwei Tiefen wegen Hubboden)

–        ein Sprungbecken 25  x  22 x 5 m

–        ein Lehrschwimmbecken 12,5 x 8 x 0,8 m

Die Pools der Duna Aréna sind mit dem modernen Beckenrandsystem „Finnland“ von Agrob Buchtal ausgestattet. Die strandähnliche Schräge unterbindet Wasserrückschlag und erlaubt gleichmäßigen Überlauf.

Im Außenbereich der Duna Aréna gibt es

–        ein Becken 50 x 25 x 2,25 m mit Überdachung als Witterungsschutz

–        ein Becken 25 x 21 x 2,20 m für Kurzbahn-Wettbewerbe und -Training.

Darüber hinaus wurden Agrob-Buchtal-Fliesen in folgenden Bereichen eingesetzt:

–        rund 2.000 m2 der Serie ChromaPlural als Wandbelag in Umkleiden und Fluren

–        rund 6.000 m2 der Serie Quantum mit Rasterprofil für die Beckenumgänge.

Das Lehrschwimmbecken (Vordergrund) neben dem Aufwärm-Pool (Hintergrund) ist ein Zeichen dafür, dass ein Teil der neuen Anlage auch dem Breitensport dient.

Außerdem ist auch das Schwimmzentrum „Császár-Komjádi” direkt gegenüber am anderen Ufer der Donau mit Keramikfliesen von Agrob Buchtal ausgestattet. Dort können die Athleten ebenfalls unter erstklassigen Bedingungen trainieren.

Zeitliche Punktlandung

Eigentlich war Budapest erst für die Schwimm-WM 2019 als Austragungsort vorgesehen. Allerdings hatte Guadalajara (zweitgrößte Stadt in Mexiko) als ursprünglicher Gastgeber für 2017 im Februar  2015 die Ausrichtung widerrufen. Daraufhin wurden die Planungen für Budapest überarbeitet und vorgezogen: Im März 2015 erteilte die FINA den Zuschlag an Ungarn, bereits im Mai 2015 erfolgte der Spatenstich und im Frühjahr 2017 waren die wesentlichsten WM-relevanten Einrichtungen der Duna Aréna in Rekordzeit  fertiggestellt. Danach folgten die Becken im Außenbereich, so dass trotz der relativ kurzfristigen Nominierung alle Anlagen in Budapest pünktlich errichtet werden konnten.

Das Sprungbecken erfüllt ebenfalls höchste Ansprüche. Der 25 x 22 m große Pool hat eine Tiefe von 5 m und befindet sich unter dem abstrahierten „Budapest“-Schriftzug mit subtiler Stadt-Silhouette.

Architektonische Qualität und hohe Funktionalität

Bereits von außen vermittelt das Bauwerk seine Funktion selbstbewusst und zugleich filigran durch die elegante, wellenförmige Formensprache der Längsseiten. Für die Beckenränder der Pools wählte man jeweils das zeitgemäße System Finnland von Agrob Buchtal: Der schräge, strandähnlichen Auslauf unterbindet Wasserrückschlag und beugt so einer Benachteiligung der Schwimmer auf den Außenbahnen vor. In Verbindung mit der durchgängigen Wassertiefe des Wettkampfbeckens von 3 m statt der üblichen 2,20 m werden so ideale Wettkampfbedingungen geschaffen. Auch die anderen Aspekte der Keramikbecken erfüllen die Vorgaben der FINA, deren Einhaltung Voraussetzung für die Anerkennung offizieller Rekorde ist. Die Fliesen der Serie ChromaPlural in den Pools sind bewusst unprätentiös in klassischem weiß-blau gehalten, um die Akteure nicht unnötig abzulenken, sondern eine professionelle Bühne für Spitzensport zu bieten. Gleiches gilt für die Beckenumgänge: Der Farbton „Alabasterweiß“ der Serie Quantum ist frisch und neutral, vermittelt aber dennoch optische Wärme und vermeidet störende Reflexe dank samtartiger Oberfläche. Zudem betonen die Betreiber, dass das Rasterprofil nicht nur trittsicher, sondern auch ausgesprochen reinigungsfreundlich ist.

 

Exponierte Lage und durchdachte Nutzung

Die architektonische Federführung der neuen Sportstätte lag in den Händen von Dr. Marcel Ferencz und György Détári  (beide Büro napur architect kft, Budapest). Das Bauwerk liegt relativ zentrumsnah ca. 4 km entfernt vom Stadtkern am östlichen Ufer der Donau  in der Nähe der bekannten Margareteninsel (Schauplatz der Wasserball-Spiele der WM im dortigen „Alfred Hajos National Aquatics Complex“). Die Duna Aréna bietet  Platz für rund  6.000 Zuschauer, temporäre Einrichtungen speziell für die Schwimm-WM offerieren im „Meisterschaftsmodus“ weitere 6.000 bis 7.000 Sitze. Nach der WM soll ein Bereich für die Öffentlichkeit zugänglich sein, der andere Teil der Einrichtungen wird weiterhin professionell für den Leistungssport bzw. für die Nachwuchsförderung genutzt, um auch zukünftig das hohe Niveau des ungarischen Schwimmsports zu gewährleisten.

Angesichts des eindrucksvollen Ergebnisses zeigte sich FINA Executive Direktor Cornel Marculescu bei der Besichtigung des Bauwerks im Frühjahr 2017 froh und glücklich. Er äußerte sinngemäß, dass die Duna Aréna weltweit sicherlich zu den besten Einrichtungen dieser Art zählt, die Organisatoren die aufrichtige Anerkennung und Wertschätzung der FINA verdienen und die besten Schwimm- bzw. Wassersportler des Planeten hier exzellente Bedingungen vorfinden, um sich im Wettkampf zu messen.

Bautafel

Quelle: www.napur.hu

Eigentümer: Magyar Nemzeti Vagyonkezelő Zrt.

General(bau)unternehmer: MARKET ÉPÍTŐ Zrt.

Architekt:  NAPUR Architect Kft

Dr. Marcel Ferencz

György Détári

 General-Designer: TECTON Kft

Béla Varga

István Fodor

Ákos Pindes

Tamás Ükös

 Interior Design:  MCXVI Kft

Gábor Szokolyai

 Sonder-Designelemente: MOME

Anzeige

Erhalten Sie Echtzeit-Updates über 1200Grad Beiträge direkt auf Ihrem Gerät. Jetzt kostenfrei abonnieren!

 Consent Management Platform von Real Cookie Banner