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Lagertipp 9: Warum ein Kleinteile-Lager so wichtig ist

Unstrukturiertes Materiallager schadet dem Betrieb jeden Tag

Lange Suchzeiten nach Kleinteilen, zum Beispiel nach Montagematerial für einen neuen Auftrag, sind nicht nur unnötig und kostenintensiv, sondern werden bei der Stundenkalkulation für einen Auftrag nicht bedacht. So schadet ein unstrukturiertes Materiallager dem Betrieb jeden Tag.

In sehr vielen Betrieben haben die Mitarbeiter gelernt, jedes Teil aufzuheben, um den Betrieb vor Einkaufskosten zu schützen. Das ist nicht unbedingt falsch, aber die Teile müssen anständig sortiert und gelagert werden. Um Suchzeiten zu vermeiden, sollte ein Lager grundsätzlich so aufgebaut sein:

·      Es muss geprüft werden, welche Artikelgruppen immer vorhanden sein müssen.

·      Die echten Verarbeitungsorte sollten dabei beachtet werden: Manches Material muss aus dem Magazin ausgelagert werden, wenn es an anderer Stelle verarbeitet wird.

·      Standardmaterial muss konsequent von Kommissionsresten und Handmaschinen getrennt gelagert werden. Nachschub bekommt einen eigenen Lagerort im Magazin, die angebrochene Schachtel steht bei der Maschine oder liegt in der Kiste der Maschine.

So bitte nicht: Hier wurden die Körbe zu tief gesetzt, sodass man darunter nicht sauber machen kann..

Das Kleinteile-Lager ist wie ein Keksregal im Supermarkt aufgebaut:

·      Vorne ist immer nur eine Sorte sichtbar und beschriftet, der Ersatz steht dahinter. Daneben lagert das nächste Material.

·      Das Material steht mit der Beschriftung vorne an der Kante.

·      Es liegen keine verschiedenen Materialien aufeinander oder hintereinander, es muss genügend Regalfachböden geben.

·      Es gibt keine durchlaufenden Regalfachböden, sondern jedes Regalfeld hat unterschiedlich hohe Regalböden, die nach Gebindehöhe eingestellt sind.

·      Regalfeld für Regalfeld werden die Artikelgruppen der Reihe nach eingeräumt.

·      Regalböden haben circa zwölf Zentimeter Abstand der Sockelzone zum Boden, damit darunter gereinigt werden kann.

·      Nichts steht oder liegt auf dem Boden. Alles hängt oder ist rollbar aufbewahrt, um den Betrieb optimal reinigen zu können.

·      Es werden exakte Zuständigkeiten verteilt, damit es auch so bleibt, wie beschrieben.

Background Paulus

Doris Paulus ist Expertin für die Optimierung von Lagerprozessen im gesamten Bauhandwerk. Die Diplom-Ingenieurin (Fachrichtung Architektur) vereint theoretisches Wissen und langjährige Praxiserfahrung. Alle Prinzipien des Paulus-Lagers hat sie zunächst im eigenen Betrieb ausführlich getestet und sehr erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Die Paulus-Lager GmbH mit Sitz in Greven bietet seit 2002 professionelle Lageroptimierung für Bauhandwerksbetriebe an. Das Team besteht aus fünf Mitarbeitern, deutschlandweit wurden bisher rund 350 Betriebe optimiert. Weitere Informationen unter www.paulus-lager.de.

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