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Graziano Verdi CEO der Italcer Gruppe Foto: Italcer
Graziano Verdi, CEO Italcer Group Foto: Italcer

Italcer in Top 10 der grünen Unternehmen Italiens

Italcer nahm als eine der führenden italienischen Unternehmensgruppen im Bereich der hochwertigen Keramikbeläge an der Präsentation des Berichts „Wettbewerbsfähig, weil nachhaltig. Geografie der Öko-Innovation Made in Italy“  im Ministerium für Unternehmen und Made in Italy teil.

Italcer, ein Benefit-Unternehmen, an dem die Fonds Mindful Capital Partners, Miura Partners und Capital Dynamics beteiligt sind, wird im Bericht aufgrund des firmeneigenen Patents als eines der 10 besten grünen Unternehmen genannt. Die Italcer Gruppe hat nach eigener Auskunft in 2025 über 350 Millionen Euro erwirtschaftet und beschäftigt 1150 Mitarbeiter. Die Marken Fondovalle, La Fabbrica-AVA, Elios Ceramica, Devon&Devon, Ceramica Rondine, Bottega, Equipe Cerámicas, Opificio Ceramico und Terratinta sind Teil der Gruppe.

Emissionen in Rohstoffe umwandeln

Die von Italcer entwickelte und patentierte Technologie ist nicht nur in der Lage, die Emissionen der eigenen Werke vollständig zu eliminieren, sondern diese auch in neue Rohstoffe mit hoher Wertschöpfung umzuwandeln, wodurch neue Marktchancen und ein bedeutender Wettbewerbsvorteil entstehen.

Besondere Bedeutung wird dabei dem Branchenumfeld beigemessen, denn die Keramikindustrie gilt als eine der Branchen, in denen die Emissionen schwer zu reduzieren sind. “Hard to abate” also, denn hier wird mit Hochtemperaturöfen und hohem Energieverbrauch gearbeitet. Italcer positioniert sich damit als potenzieller Technologie-Akteur im Bereich der industriellen Dekarbonisierung.

Vier Millionen Euro EU-Förderung

Dieser technologische Ansatz wird mit über vier Millionen Euro von der EU gefördert und bietet Lizenzmöglichkeiten für Branchen wie Glas, Ziegel, Bauwesen und die Automobilindustrie.  Die Technologie fängt Abgase (CO₂ und andere Verbindungen) ein und wandelt sie in präzipitiertes Kalziumkarbonat (PCC) für die Pharma- und Kosmetikindustrie, Kalziumnitrat für Düngemittel, Kalziumsulfit für die Lebensmittelindustrie sowie Gips um. Das Produkt wird „vor Ort“ ohne Transportkosten hergestellt; der Prozess eliminiert Emissionen vollständig, gewinnt 2.000 Liter Wasser pro Stunde zurück und erzeugt 750 kW.

Sofern sich die Laborergebnisse bestätigen, wird Italcer mit der ersten Anlage jährlich rund 10.000 Tonnen Sekundärrohstoffe erzeugen, wodurch über 5.000 Tonnen CO₂ eingespart werden und zusätzliche Einnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro erwartet werden. 1200Grad berichtete hier.

Langfristige Strategie

Graziano Verdi, CEO von Italcer, erklärt: „Diese Technologie ist die Umsetzung einer langfristigen Strategie, die Italcer seit Jahren verfolgt und die voll und ganz im Einklang mit unserer Mission steht, hochwertige Keramik auf nachhaltige und innovative Weise herzustellen. Es handelt sich nicht um eine reaktive Antwort auf Vorschriften, die im Übrigen hinsichtlich der Nutzung von Erdgas – das bis heute die einzig mögliche Lösung bleibt – allzu streng sind, sondern um ein strukturelles Engagement, um ökologische Herausforderungen in Wettbewerbsvorteile umzuwandeln und so Wert für das Unternehmen, unsere Stakeholder und das gesamte industrielle Ökosystem zu schaffen.“

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