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Die Wohnanlage in der Pienzenauerstraße nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. Foto: Gutjahr
Die Wohnanlage in der Pienzenauerstraße nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. Foto: Gutjahr

Gutjahr: Neue Aussichten für alte Balkone in München

Die Gegend um den Englischen Garten zählt zu den gefragtesten Wohnlagen Münchens. Entsprechend hoch waren die Anforderungen bei der umfassenden Sanierung zweier Wohngebäude aus den 1970er-Jahren. Für die sichere Entwässerung von 34 Balkonen und einer Dachterrasse sowie die Ausbildung möglichst schwellenfreier Übergänge kamen aufeinander abgestimmte Systeme von Gutjahr zum Einsatz.

Alte Bäume, großzügige Grundstücke, hochwertige Wohnhäuser – die Pienzenauerstraße in München-Bogenhausen liegt nur durch die Isar vom Englischen Garten getrennt. Bei einem Komplex mit zwei Wohngebäuden hatten 50 Jahre Nutzung jedoch deutliche Spuren hinterlassen. 34 Balkone in acht unterschiedlichen Ausführungen mussten umfassend saniert werden. Auch das als Terrasse genutzte begehbare Flachdach des Schwimmbads war sanierungsbedürftig. Anspruchsvolle Türanschlüsse machten eine zeitgemäße Entwässerung zusätzlich zur baulichen Herausforderung.

Hohe Anforderungen an Technik und Gestaltung

Die Eigentümergemeinschaft entschied sich bewusst für eine langfristig hochwertige Lösung. Qualität, Dauerhaftigkeit und ein ansprechendes Erscheinungsbild standen dabei im Vordergrund. Die Suche nach einem geeigneten Generalunternehmer erwies sich allerdings als schwierig.

„Es war gar nicht so einfach, Firmen zu finden, die solche komplexen Projekte mit vielen Einzelbereichen zuverlässig umsetzen können“, berichtet Bernhard Straßner, Fachberater im Gutjahr-Außendienst. Schließlich übernahm Haga Bauvision aus München die Arbeiten. Trotz beengter Lagerflächen, Materialtransporten per Kran und eines engen Zeitplans konnte das Unternehmen das Projekt planmäßig umsetzen.

Die Wohnanlage während der Sanierung: 34 Balkone in unterschiedlichen Ausführungen mussten erneuert werden. Foto: Gutjahr

Die Wohnanlage während der Sanierung: 34 Balkone in unterschiedlichen Ausführungen mussten erneuert werden. Foto: Gutjahr

„Die Gebäude stammen aus der Zeit rund um die Olympischen Spiele. Nach gut fünf Jahrzehnten gab es hier typische Schäden wie Betonabplatzungen, kaputte Beläge und undichte Stellen“, erklärt Straßner. Er begleitete das Bauvorhaben von Beginn an und war regelmäßig vor Ort.

Die alten Balkonbeläge wiesen beschädigte Fugen und weitere typische Alterungsschäden auf. Foto: Gutjahr

Die alten Balkonbeläge wiesen beschädigte Fugen und weitere typische Alterungsschäden auf. Foto: Gutjahr

Aufgestelzt, aber fest verlegt

Nach dem Rückbau der alten Balkonaufbauten begann die Suche nach einer geeigneten technischen Lösung. Bei einer verfügbaren Aufbauhöhe von 10 bis 12 cm stand zunächst eine klassische Stelzlagerkonstruktion zur Diskussion. Diese entsprach jedoch nicht den gestalterischen und funktionalen Erwartungen der Eigentümer.

Die Entscheidung fiel deshalb auf das kapillarpassive Drain-Stelzlager Terramaxx DS. Das System kombiniert eine Mini-Drainage mit einem Stelzlager. Durch die stabile Lagerung der Platten vermittelt der aufgestelzte Aufbau das Laufgefühl einer fest verlegten Fläche. „Gerade bei dieser hochwertigen Wohnanlage war das ein wichtiger Punkt. Die Balkone sollten sich am Ende nicht wie eine klassische lose Stelzlagerkonstruktion anfühlen“, erläutert Straßner.

Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht. Gegenüber konventionellen Kies-Splitt-Konstruktionen lässt sich das Flächengewicht um rund 80 bis 85 Prozent reduzieren. Bei der Münchner Wohnanlage war dieser Aspekt zwar nicht ausschlaggebend für die Systemwahl, erweitert aber insbesondere bei Sanierungen im Bestand die Einsatzmöglichkeiten.

„Der Rohbau lässt sich nicht mehr verändern, entspricht aber häufig nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen an eine sichere Balkonentwässerung“, erklärt der beauftragte Architekt Martin Duwe.

Unterstützung von der Planung bis zur Ausführung

Für den Architekten war bei diesem umfangreichen Projekt nicht nur das System entscheidend, sondern auch die fachliche Begleitung. Ein Landschaftsarchitekt hatte ihm Gutjahr aufgrund der angebotenen Lösungen und der technischen Unterstützung empfohlen.

„Bernhard Straßner hat mich vom ersten Ortstermin an durch alle Leistungsphasen sehr eng begleitet“, berichtet Duwe. Die Unterstützung reichte von ersten Lösungsvorschlägen über Ausschreibung und Vergabe bis zur Kontrolle der Ausführungsqualität.

Besonders hilfreich war die Begleitung während der Planungs- und Ausschreibungsphase. „Die Zusammenarbeit war vorbildlich – nicht nur durch den technischen Berater, sondern auch durch die Unterlagen auf der Website und im Architektenordner. Gerade bei der Ausschreibung war das eine große Hilfe“, so Duwe.

Einheitlicher Aufbau für Balkone und Terrasse

Um die Arbeiten effizient umzusetzen, erhielten alle Balkone und die Terrasse grundsätzlich den gleichen Aufbau. Zentraler Bestandteil war das kapillarpassive Drain-Stelzlagersystem Terramaxx DS. Vor Beginn der Arbeiten wurde ein Musterbalkon angelegt, auf dem Gutjahr-Fachberater Straßner die Verarbeitung der einzelnen Komponenten demonstrierte.

„Das hat den Verarbeitern zusätzliche Sicherheit gegeben“, betont Duwe. Terramaxx DS führt eindringendes Wasser schnell ab und verhindert, dass es sich unter den Platten staut.

Ergänzt wurde das System unter anderem durch Mortec Drain-ZE als Drainagemörtel und Terramaxx PF-FM als Haft- und Kontaktschicht. Der Drainagemörtel wurde auf dem Drain-Stelzlager zunächst exakt auf Höhe abgezogen und ausgehärtet. Anschließend konnten die großformatigen Feinsteinzeugplatten verklebt werden. „Das war unter diesen Umständen effizienter und ließ sich auf der Baustelle besser organisieren“, erklärt Manuel Hartmann, Inhaber des ausführenden Betriebs.

Verlegt wurden Feinsteinzeugplatten von Marazzi im Format 60 × 60 × 2 cm. Geschlossene Fugen aus Mortec Soft unterstützen den Eindruck einer fest verlegten Fläche. Der flexible Spezial-Fugenfüllstoff sorgt zugleich für eine ruhige Optik und kann auftretende Spannungen aufnehmen.

Schwellenfreie Übergänge sicher entwässert

Eine wesentliche Anforderung bestand darin, die Übergänge zwischen Innenraum und Außenflächen möglichst schwellenfrei auszubilden. Die vorhandenen Schwellen waren zwar vergleichsweise niedrig, erfüllten aber nicht die heutigen Anforderungen an barrierearme Übergänge.

Zum Einsatz kam deshalb unter anderem der Drainrost Aquadrain BF-Flex-GV. Er wird unmittelbar vor Türen oder bodentiefen Fenstern eingebaut und führt anfallendes Oberflächenwasser zuverlässig ab.

Die Entwässerungsrinnen wurden entlang der Türanschlüsse und Balkonränder in den Aufbau integriert. Foto: Gutjahr

Die Entwässerungsrinnen wurden entlang der Türanschlüsse und Balkonränder in den Aufbau integriert. Foto: Gutjahr

„Mit dem Drainrost konnten wir die Übergänge auf allen Balkonen genau ausgleichen – teilweise auch schräg eingebaut“, berichtet Hartmann. „Das System ist praktisch und funktioniert auch bei schwierigen Einbausituationen.“

Ein weiterer Vorteil betrifft spätere Modernisierungen. Die vorhandenen Fensteranlagen wurden im Zuge der Balkonsanierung noch nicht erneuert. Der Drainrost lässt sich bei einem späteren Fenstertausch ausbauen und anschließend wieder einsetzen.

Verarbeiter vom System überzeugt
Bei den ausführenden Handwerkern kam der Aufbau nach anfänglicher Zurückhaltung gut an. „Am Anfang waren wir durchaus skeptisch, weil das System anders funktioniert als das, was wir kannten“, erinnert sich Hartmann. „Aber sobald die ersten Flächen fertig waren, hat man gemerkt, wie wertig das Ergebnis ist.“

Überzeugt habe ihn insbesondere die Abstimmung der einzelnen Komponenten. „Gerade bei komplexen Projekten merkt man schnell, ob Produkte in der Praxis halten, was sie versprechen. Nach dieser Baustelle stehen wir vollständig hinter dem System“, so Hartmann.

Auch die Einweisung vor Ort bewertet der Verarbeiter positiv. Einige Details wirkten zunächst unbedeutend, hätten jedoch einen wesentlichen Einfluss auf Qualität und Dauerhaftigkeit. Die Erfahrungen aus München fließen bereits in weitere Projekte ein, bei denen Hartmann ebenfalls Lösungen von Gutjahr verwendet.

Außenflächen für die nächsten Jahrzehnte

Inzwischen sind alle 34 Balkone und die Terrasse fertiggestellt. Entstanden sind langlebige Außenflächen, die dem architektonischen Anspruch der Wohnanlage entsprechen und zugleich die heutigen technischen Anforderungen an Entwässerung und barrierearme Übergänge im Bestand erfüllen.

Der fertige Balkon verbindet großformatiges Feinsteinzeug mit einer zuverlässigen Flächen- und Anschlussentwässerung. Foto: Gutjahr

Der fertige Balkon verbindet großformatiges Feinsteinzeug mit einer zuverlässigen Flächen- und Anschlussentwässerung. Foto: Gutjahr

Architekt Martin Duwe zieht ein positives Fazit: „Die verwendeten Gutjahr-Lösungen sind technisch ausgereift und hinsichtlich Verarbeitung und Gestaltung sehr gut durchdacht.“ Auch bei einem weiteren Bauvorhaben hat er sich inzwischen erneut für ein System von Gutjahr entschieden.

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