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PCI Objekt in Frankfurt: Ein frostfreier Auftritt

Jahr für Jahr zieht es tausende Besucher aus aller Welt nach Frankfurt in die Schirn Kunsthalle. Die permanente Belastung durch jahrelange Nutzung und durch Witterungseinflüsse hatte deren Außentreppe mit ihren Verbindungsgängen stark zugesetzt. Im Zuge der Sanierung ließ das Kulturamt der Stadt Frankfurt die Schäden beheben und eine elektrische Freiflächenheizung zum Frostschutz einbauen. Geprüfte, korrosionssichere und absolut temperaturwechsel-beständige Baustoffe waren erforderlich.

Inmitten der Frankfurter Altstadt zieht sich zwischen Rathaus und Dom ein zehn Meter schmaler und ebenso hoher Gebäudekomplex über 140 Meter in die Länge: die Schirn Kunsthalle. Umgangssprachlich als „Die Schirn“ bekannt, präsentiert sie auf rund 2000 Quadratmetern wechselnde Kunstausstellungen. Sie gehört zu den namhaftesten Ausstellungshäusern Europas und hat seit ihrer Eröffnung im Jahr 1986 mehr als acht Millionen Besucher aus aller Welt angezogen.

Auch Ingo Grollmisch von der anwendungstechnischen Abteilung der PCI Augsburg war zu Gast in der Schirn – in beratender Funktion: 2009 hatte er den rückstandsfrei entfernbaren Aufbau für die Ausstellung „Kunst für Millionen. 100 Skulpturen der Mao-Zeit“ begleitet. Mit der Sanierung der schadhaft gewordenen Außentreppe und den dazugehörigen Verbindungsgängen folgte ein weiteres Bauprojekt. „Um die Bereiche künftig frostfrei zu halten, sollte eine Freiflächenheizung eingebaut werden“, erklärt Grollmisch. Die Planung und Bauleitung für diese Arbeiten übernahm das Architekturbüro Christl + Bruchhäuser GmbH. Der beauftragte Fliesenfachbetrieb Hoffelner GmbH aus Dreieich führte die Sanierungsarbeiten in Zusammenarbeit mit der PCI durch. Als Bauleiter fungierte Kurt Bender.

Dank der neuen Freiflächenheizung bleiben Außengänge und -treppe in Zukunft frostfrei und gefahrenlos begehbar. Der neue Feinsteinzeugbelag wertet die Bereiche zudem optisch auf.

Herausforderung im Untergrund: Anbindung zum Geländer

Das Sanierungsprojekt startete mit dem Abbruch der schadhaften Bausubstanz. Nach Entfernen des maroden Aufbaus brachten die Handwerker einen Zementverbundestrich bis circa 15 Zentimeter vor das Stahlgeländer ein. Eine direkte Anbindung des Estrichs an das Geländer konnte nicht erfolgen: Dieses war mit einem nicht fest verankerten Winkelblech aus Edelstahl am Untergrund versehen und musste in den neuen Aufbau mit eingearbeitet werden. Als Korrosionsschutz trugen die Handwerker zunächst die alkalistabile Haft-Grundierung Elastoprimer 220 auf. Der Aufkantungsbereich wurde mit dem wasserdichten Spezial-Dichtband Pecitape 250 abgedichtet und die Aussparung anschließend mit einem Epoxidharzmörtel verfüllt. Mit Quarzsand gemischt, stellte der Bauharz den alkalistabilen Verbund zwischen Aussparung und Estrich sicher. Die abschließende Absandung mit feuergetrocknetem Quarzsand diente der besseren Anhaftung der nachfolgenden Abdichtung. Diese erfolgte mit der flexiblen, zementären Verbundabdichtung Seccoral 2K Rapid in Kombination mit dem verstärkenden und wasserabdichtenden Pecitape 250.

: Der neue Estrich wurde bis circa 15 Zentimeter vor das Geländer eingebracht. Nach Grundierung und Abdichtung des Geländers erfolgte das Verfüllen der Aussparung mit einem alkalistabilen Epoxidharzmörtel.

 Bodenheizung für den Außenbereich

Kommt die kalte Jahreszeit mit Frost und Schneefall, werden glatte Oberflächen im Außenbereich schnell zu einer Gefahrenquelle, vor allem bei einem Notfallszenario. Eine elektrische Freiflächenheizung in der Außentreppe und den Verbindungsgängen der Frankfurter Kunsthalle sollte ein gefahrenloses Betreten dieser Bereiche sicherstellen. Die elektrischen Heizsysteme funktionieren wie Fußbodenheizungen, sind aber speziell für den Außenbereich konzipiert. Intelligente und energieeffiziente Regel- und Überwachungssysteme steuern die Heizelemente im Boden und halten den Bodenbelag frostfrei. Die Systeme werden unter dem Bodenbelag verlegt und ihr Einbau ist auf allen gängigen Untergründen möglich. Die Fixierung der Heizelemente erfolgte mit dem verformungsfähigen, schwundreduzierten Mörtel Carrament grau. Der Mittel- und Ansetzmörtel gewährleistet zuverlässig den Ausgleich von Temperaturschwankungen und Untergrundspannungen. Zudem ermöglichte die schnelle Erhärtung des Mörtels einen zügigen Arbeitsfortschritt. Schon nach rund einem Tag konnte die gesamte Fläche mit der zementären Dichtschlämme Seccoral 2K Rapid abgedichtet und anschließend mit 30 x 60 cm großen Feinsteinzeugfliesen belegt werden.

Nach Vorbereitung des Untergrunds wurde die Heizung mit PCI Carrament grau eingespachtelt und anschließend mit PCI Seccoral 2K Rapid abgedichtet.

Die Beständigkeit gegenüber stetig wechselnden Temperaturen hatte oberste Priorität bei der Auswahl der Verlege- und Verfugematerialien. „Die Temperaturschwankungen, die mit Heizsystemen im Außenbereich einhergehen, lösen thermische Spannungen aus. Die verwendeten Baustoffe müssen daher ausreichend flexibel sein, um diese Spannungen auszugleichen“, erklärt Marc Tadic, Geschäftsführer der Hoffelner GmbH. Deshalb verwendeten die Verarbeiter vom Fliesenfachbetrieb Hoffelner für die Verlegung der Fliesen einen flexiblen und hochverformungsfähigen Flexmörtel. Ideal für diesen Anwendungsfall geeignet ist Flexmörtel S2: Mit einer Temperaturbeständigkeit von – 30 °C bis + 80 °C hält er den Herausforderungen im Außenbereich und den damit verbundenen Temperaturschwankungen stand. Damit auch die Fugen des neuen Fliesenbelags den Anforderungen gewachsen sind, kam der frostbeständige, flexibilisierte Fugenmörtel Flexfug zum Einsatz. Durch seine Kunststoffvergütung entsteht zudem bei der Verfugung von Feinsteinzeug eine sehr gute Flankenhaftung.

Die Verlegearbeiten konnten nach rund zehn Wochen termingerecht abgeschlossen werden. Seither können die Besucher der Schirn alle Bereiche der Kunsthalle uneingeschränkt und bei jeder Witterung über die Außentreppe und die dazugehörigen Verbindungsgänge erreichen.

: Über dem Heizsystem verlegten die Handwerker die Feinsteinzeugfliesen mit PCI Flexmörtel S2 und verschlossen die Fugen mit PCI Flexfug.

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