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Foto: Aleluia Ceramics
Foto: Aleluia Ceramics

Was portugiesische Keramikhersteller über die Cersaie 2026 denken

Die Cersaie 2026 brachte die internationale Keramikbranche in Bologna zusammen – in einer Zeit anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsender Fragen zur Rolle traditioneller Fachmessen. Was macht eine Veranstaltung wie die Cersaie heute wertvoll, und geht ihre Bedeutung über die Präsentation neuer Kollektionen hinaus? Für Hersteller können die Antworten unterschiedlich ausfallen.

Für portugiesische Keramikhersteller bot die Messe Gelegenheit, die Marktlage einzuschätzen, die Resonanz auf ihre Produkte zu bewerten und über den Stellenwert von Sichtbarkeit, persönlichen Kontakten und internationalen Geschäftsmöglichkeiten nachzudenken. Ihre Perspektiven zeigen, was bei der diesjährigen Ausgabe besonders auffiel, welche Erwartungen erfüllt wurden und worauf es in einer Branche im Wandel weiterhin ankommt.

Ein Markt im Wandel

Die Keramikbranche bewegt sich weiterhin in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld. Fachmessen bieten Unternehmen daher eine wichtige Gelegenheit, die Stimmung am Markt einzuschätzen und den Kontakt zu ihren Kunden zu pflegen. Trotz dieser Herausforderungen berichteten die Aussteller von einer positiven Resonanz auf ihre neuesten Kollektionen.

Das Team von Aleluia Ceramics. Foto: Aleluia Ceramics

Aleluia nutzte die Messe, um fünf neue Kollektionen vorzustellen, die bei den Besuchern auf positive Resonanz stießen. Für Diogo Marques, Marketingdirektor des Unternehmens, war diese Rückmeldung angesichts der aktuellen Stimmung in der Branche besonders erfreulich.

Die Veranstaltung war für unser Team sehr interessant. In einer Zeit, in der die Branche der Zukunft mit einiger Sorge entgegensieht, hat es uns gefreut, dass unsere Kunden nach Bologna gekommen sind und uns an unserem Stand besucht haben. Wir haben fünf neue Kollektionen präsentiert und sehr positives Feedback erhalten, was uns für die kommenden Monate zuversichtlich stimmt.

Mehr als Produkte: Der Wert persönlicher Begegnungen

Für international tätige Hersteller bietet die Cersaie eine wichtige Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen zu stärken, bestehende Kunden zu treffen und neue Märkte zu erschließen. Über die geschäftlichen Gespräche hinaus ist die Cersaie auch ein wichtiger Ort, um zu beobachten, wie sich keramische Oberflächen hinsichtlich Farbe, Textur, Format und Anwendung weiterentwickeln.

Das Team von Domino. Foto: Domino

Für Domino liegt der Wert der Cersaie nicht nur in den Geschäftsmöglichkeiten, sondern auch im direkten Austausch mit Kunden und deren Reaktionen auf neue Produkte. Markus Preising, Area Manager bei Domino, erklärte, dass das Feedback zu den neuesten Kollektionen des Unternehmens die Erwartungen übertroffen habe.

Für uns liegt der eigentliche Wert der Cersaie nach wie vor in persönlichen Gesprächen in einer angenehmen Atmosphäre sowie im direkten Feedback zu unseren neuen Kollektionen – idealerweise mit einer hohen Zahl bestehender und potenzieller Kunden. Was dieses Feedback betrifft, erlebten wir in diesem Jahr eine wunderbare Überraschung: Die Resonanz auf unsere neuen Serien war ausgesprochen positiv – tatsächlich deutlich besser, als wir angesichts der allgemeinen Marktstimmung erwartet hatten.

Das Team von Cinca. Foto: Cinca

Auch Cinca hob die Geschäftsmöglichkeiten hervor, die sich durch die Messe ergeben haben, insbesondere auf internationalen Märkten. Carlos Cardoso aus der internationalen Abteilung des Unternehmens betonte die Bedeutung qualifizierter Kontakte und das anhaltende Interesse der Branche an Innovation und spezialisierten Lösungen.

Die Cersaie 2026 hat die internationale Sichtbarkeit von Cinca gestärkt und neue Chancen in strategischen Märkten eröffnet. Die hohe Zahl qualifizierter Kontakte und geführter Gespräche bestätigte das Interesse des Marktes an unseren Lösungen und unserer industriellen Leistungsfähigkeit. Zudem zeigte sich, dass Innovation, Design und Spezialisierung weiterhin entscheidende Differenzierungsmerkmale sind. Als reine Produktschau ging die Cersaie weit hinaus: Sie erwies sich als Netzwerk- und Geschäftsplattform, die Cincas Position als führender Partner in der Keramikbranche weiter festigte.

Sichtbarkeit, Präsentation und neue Kontakte

Das Team von Recer. Foto: Recer

Die Präsentation der Produkte spielt eine wichtige Rolle dabei, Besucher anzuziehen und die Identität einer Marke zu vermitteln. Für Recer bot die diesjährige Ausgabe zudem die Gelegenheit, zu beurteilen, wie der Messestand die Kollektionen noch besser zur Geltung bringen könnte. Vanessa Santos, Digital Marketing Managerin bei Recer, zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Messe und hebt insbesondere die Vorteile des neuen Standorts hervor:

Wir waren mit der diesjährigen Cersaie sehr zufrieden. Der Standortwechsel hat sich für uns als vorteilhaft erwiesen, da Recer dadurch in die Nähe einiger wichtiger Akteure der Branche rückte und neben den Kunden und Partnern, die uns üblicherweise besuchen, auch neue Besucher an unseren Stand kamen.

Internationale Kontakte und Markterschließung

Revigrés-Messestand. Foto: Redaktion

Für Revigrés bleibt die Cersaie eine wichtige Plattform, um die internationale Präsenz des Unternehmens zu stärken und neue Wachstumsmöglichkeiten zu identifizieren. Das Unternehmen betont den Stellenwert der Messe innerhalb der weltweiten Keramikfliesen- und Bodenbelagsbranche sowie ihre Bedeutung für die Erschließung neuer Märkte. Carlos Milheiro, Exportdirektor bei Revigrés, erklärt, warum die Teilnahme für das Unternehmen unverzichtbar ist:

Diese Fachmesse ist nach wie vor die international renommierteste Veranstaltung der Keramikfliesen- und Bodenbelagsbranche. Für ein Unternehmen wie Revigrés, das international anerkannt ist, ist die Teilnahme unverzichtbar. Sie bietet zudem eine wichtige Gelegenheit, neue Wege zur Expansion auf internationalen Märkten zu erkunden.

Die Messe im Rückblick

Für Aleluia, Domino, Cinca, Recer und Revigrés bot die Cersaie 2026 somit die Gelegenheit, neue Entwicklungen zu präsentieren, Geschäftsbeziehungen zu festigen und zukünftige Chancen auszuloten. Auch wenn die Marktlage insgesamt weiterhin schwierig ist, verdeutlichen die Erfahrungen dieser Hersteller die unterschiedlichen Gründe, aus denen Unternehmen die Messe nach wie vor schätzen – vom Einholen von Feedback zu neuen Kollektionen, über die Festigung bestehender Beziehungen bis hin zum Knüpfen neuer Kontakte und der Erschließung internationaler Märkte.

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