Die Cersaie 2026 zeigt: Neue Formate und Oberflächen verändern nicht nur die Keramik selbst, sondern auch ihre Präsentation am Point of Sale. Hersteller und Händler stehen vor der Aufgabe, ihre Ausstellungsflächen so zu gestalten, dass Kunden Materialien intuitiv entdecken, vergleichen und auswählen können – und gleichzeitig schnell auf weiterführende Produktinformationen zugreifen.
Besonders Großformate stellen dabei neue Anforderungen an Sichtbarkeit, Sicherheit und Raumnutzung. Ständer für Großformatplatten mit Schiebe- oder Buchmechanismen ermöglichen eine Präsentation mehrerer Referenzen in Originalgröße, ohne wertvolle Ausstellungsfläche unnötig zu beanspruchen. Materialbibliotheken und technische Arbeitstische ergänzen das Konzept und schaffen Raum für die gezielte Kombination von Mustern und Oberflächen – gemeinsam mit dem Fachberater.
Der Showroom wird digitaler
Digitale Lösungen erweitern das physische Produkterlebnis, ersetzen es aber nicht. Während sich Haptik, Farbe und Glanz unmittelbar am Originalmuster beurteilen lassen, eröffnen digitale Anwendungen zusätzliche Möglichkeiten, Materialien in unterschiedlichen Raumwelten zu visualisieren und Produktinformationen abzurufen. INSCA, Hersteller von Fliesenständern und Baumaterialien, verbindet beide Welten mit I.RIS. Das intelligente digitale System visualisiert verschiedene Raumgestaltungen auf Basis des real vorhandenen Materials.
Auch die Flexibilität der Ausstellungssysteme gewinnt an Bedeutung. Kollektionen wechseln schneller, neue Formate kommen hinzu und Präsentationen müssen sich entsprechend anpassen lassen. Gute Präsentationsmöbel für Fliesenmuster zeichnen sich deshalb nicht nur durch ihre Optik aus, sondern auch dadurch, wie schnell ein Muster gefunden, mit anderen verglichen und durch neue Referenzen ergänzt werden kann.
Der Showroom entwickelt sich damit vom reinen Präsentationsort zum Beratungsraum: Er soll Orientierung schaffen, Materialien erlebbar machen und den Kunden bei einer immer komplexeren Auswahl gezielt unterstützen.







