Urban House: Virtuelle Hexerei zum Wohle der Keramik

Da stehe ich nun mitten auf der Empore in dieser schönen Villa. Könnte irgendwo in Italien sein, oder in Deutschland auf dem Lande. Schicke Einrichtung, helle Räume, gediegene Eleganz, offene Bauweise. Und dann klicke ich einmal kurz auf den Boden der unter mir liegenden Etage – und schwupps stehe ich wie von Zauberhand versetzt vor dem Esstisch. Wow! Superman lässt grüßen! Und für die Älteren unter uns: Zum ersten Mal habe ich Ahnung davon, wie sich das „Beamen“ auf dem Raumschiff Enterprise anfühlen müsste.

Doch ich befinde mich in keinem Science Fiction, sondern in der Realität, im jetzt und hier, im heute. Genauer gesagt im Urban House der Firma Porcelaingres. Als einer der ersten Journalisten darf ich das virtuelle Planungskonzept des italienischen Feinsteinzeug-Spezialisten in seiner Berliner Ausstellung testen (siehe Bericht über die Ausstellung hier). Und bin begeistert!

1200Grad Chefredakteur Ralf Schanze mit Stick und 3D-Brille beim „Rundgang“ im Urban House.

Ich muss gestehen, selten habe ich mich mittels einer 3D Brille so in eine künstliche Welt versetzen lassen. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Computer-Animation zerfließen. Ich drücke auf einen Knopf meines Joysticks und im Nu stehe ich draußen auf der Terrasse des Urban House. Noch einen Klick auf den schwarzen Stick in meiner Hand und in Nullkommanichts verwandelt sich der eben noch graue Terrassenboden in eine schwarze Bodenfläche. Hexerei zum Wohle der Keramik. Alles geht. Ich klicke noch mal und stehe wieder im Haus, dieses Mal vor der Küchenspüle. Alles mit großformatigen Keramikplatten verkleidet. Ich kann einen Schritt vortreten, in die Spüle schauen. Wieder ein Klick: alles wechselt von Beige auf Weiß. Unglaublich!

Doch der schwarze Zauberstick in meiner Hand kann noch mehr. Überall im Urban Hose entdecke ich weiße Tafeln, die im Raum schweben. Wenn ich den Stick dort in einen Code tauche, klappt die Tafel auf und zeigt mir die verfügbaren Farben und Formate an. Das Urban House lässt vor meiner 3 D Brille nicht nur Böden und Wände in neue Keramikwelten eintauchen, sondern wechselt auch in Sekundenschnelle Wasch- und Duschbecken, Einrichtungselemente im Außenbereich wie Bänke, Tische, Blumenkisten und Schwimmbecken. Der virtuelle Prospekt als Kommando-Zentrale alá Raumschiff Enterprise. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus.

Gut dass ich mich nicht selber von außen bei meiner virtuellen Reise durch das Urban House beobachten kann. Aber mit Sicherheit habe ich gerade den Mund offen – vor lauter Staunen über die schöne neue Computerwelt, die demnächst auch Händlern in ihren Ausstellungen dabei helfen soll, die Kunden von einer neuen Fliesenserie zu überzeugen. Ob das (fast) perfekt Computer-Programm das wirklich kann, steht auf einem anderen Blatt. Auf jedenFall wird es in jeder Ausstellung für eine Menge Spektakel und Aufsehen sorgen und eventuell auch den einen oder anderen Hausbesitzer oder Planer von neuen Fliesenträumen überzeugen.

Ich mag mich kaum wieder aus dem Urban House verabschieden und meine Brille absetzen, um wieder in die Realität zurückzukehren. Eins steht fest: Ich habe gerade in die keramische Zukunft geschaut. Und sie wird schneller zu uns kommen als wir uns das vielleicht heute noch vorstellen können. Das System ist fast marktreif und solle auf der Cersaie 2017 Premiere feiern. Preise und technische Ausstattungen stehe noch nicht final fest, doch das Urban House dürfte seinen Weg gehen.

Mögliche Präsentationsbeispiele für das Urban House Konzept beim Handel, abgestimmt auf den Platz in der Ausstellung.

Reality-Ap für die Kollektion „Schöner Wohnen“

Porcelaingres und seine Software-Parnter haben darüber hinaus für die Kollektion „Schöner Wohnen“ noch eine neue Augmented-Reality-App für Bodenbeläge entwickelt. Mit ihrer Hilfe können am Handy oder am Tablet-PC Gestaltungslösungen und Alternativen für das Belagsmaterial in Echtzeit im eigenen Wohnraum in Augenschein genommen werden. Vorlage ist ein Foto des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung. Im Gegensatz zum Urban House Konzept kann sich der User, ähnlich wie bereits schon bestehende Systeme im Markt, also hier die eigene Wohnumgebung mit verschiedenen Keramiklösungen anschauen. Darüber hinaus können ausführliche Informationen und Bezugsdaten zu den verlegten Materialien abgefragt werden, bei Kaufinteresse wird die Suche im Handel vereinfacht. Die neue App wird kostenlos für Android und iOS erhältlich sein.

 

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