Vor kurzem fanden in Bern die vierten zentralen Berufsmeisterschaften statt. Auch zwölf Plattenlegerinnen und Plattenleger aus der Deutsch- und Westschweiz stellten ihr Können unter Beweis. Der Solothurner Tobias Liechti holte die Goldmedaille.
In diesem Jahr massen sich über 1.100 Nachwuchstalente in über 90 Berufen an den Swiss Skills in Bern. Mit dabei waren auch drei Plattenlegerinnen und neun Plattenleger aus der Deutsch- und Westschweiz. Ein Team von Ceruniq konnte die jungen Berufstalente während der vier Wettkampftage begleiten. Die Berufsmeisterschaft der Plattenlegerinnen und Plattenleger wurde gemeinsam von Ceruniq und der Fédération Romande du Carrelage (FeRC) organisiert.
Platte um Platte zur perfekten Badewanne
Das Projekt war für alle Teilnehmenden das Gleiche: Verkleiden einer Badewanne mit verschiedenfarbigen, grossformatigen Keramikplatten in Natursteinoptik, sowie die Rückwand und den Boden mit kleineren Platten unterschiedlicher Formate belegen. Vier Tage hatten die jungen Nachwuchskräfte Zeit, ihr Wettbewerbsstück fertigzustellen. Ein Expertenteam, bestehend aus Fachleuten von Ceruniq und der FeRC, bewertete die Arbeiten. Die Experten legten besonderes Augenmerk auf die Qualität der handwerklichen Ausführung sowie das Arbeiten unter den Wettbewerbsbedingungen. Unter dem herrschenden Zeitdruck waren nicht nur fundierte Fachkenntnisse gefragt, sondern auch Präzision, Handwerk, handwerkliche Planung und Konzentration.
Zugleich ging es in der Umgebung des Wettbewerbs hektisch zu und her. Viele Besucherinnen und Besucher, die einen beobachteten oder am Gelände vorbeihasteten, der an- und abschwellende Geräuschpegel, nebenan rumpelten am Stand der Zimmerleute junge Besuchende eine Holzrampe hinauf und herunter, das alles mussten die Wettbewerbsteilnehmenden zusätzlich ausblenden, aushalten und verkraften.
Solothurner ist bester Plattenleger
Das Tagesziel war die Fertigstellung der Badewanne sowie der Rückwand. Am darauffolgenden Finaltag mussten die Teilnehmenden noch die Bodenplatten verlegen. Die letzte Stunde des Wettkampfes war intensiv und hektisch, die Anspannung deutlich spürbar. Die jungen Plattenlegerinnen und Plattenleger verfugten die letzten Platten und polierten die fertige Arbeit auf Hochglanz. Das Lufthorn und der tosende Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer verkündete lautstark das Ende des Wettbewerbs.
Den Höhepunkt bildete die Siegerehrung am Samstagabend in der Berner Postfinance-Arena. Der Solothurner Tobias Liechti aus Wolfwil (Lehrbetrieb: Sommer Keramische Beläge, Wolfwil) durfte dabei die Goldmedaille in Empfang nehmen. Die Silbermedaille ging an Noah Hess aus Goldau (Platinium-Lehrbetrieb: Zinsli Plattenbeläge, Brunnen). Johan Rosat aus L’Isle (Lehrbetrieb: GLP Laurent Pasche, Gimel) gewann Bronze. Dass es für den Sieg reichen würde, damit rechnete der neue Schweizermeister Tobias Liechti nicht: «Ich dachte, dass ich Dritter oder höchstens Zweiter werden würde. Ich freue mich aber sehr über den Sieg.» Auch der Vize-Schweizermeister Noah Hess zeigte sich nach der Siegerehrung glücklich: «Es ist ein sehr schönes Gefühl und ich bin froh, gehört die Silbermedaille nun mir».
Die Einzigartigkeit der Keramik
Nebst den Berufsmeisterschaften war am Stand von Ceruniq und der FeRC einiges los. Besuchende konnten an zwei grossen Tischen eigene Mosaik-Muster legen oder bei der Plattform Keramische Baukultur aus Ton eine individuelle Platte gestalten. Eigens für die Swiss Skills wurde zudem ein Wimmelbild generiert, in dem sich die Plattenleger-Ente Leo versteckte. Besonders viele Besuchende bestaunten auch die Motive, die von Mitgliedern des Swiss Teams live vor Ort geplättelt wurden: Sie verliehen dem Ceruniq-Vogel Farbe, verlegten optische Täuschungen und verkleideten besonders attraktive Wandbeläge.
Gelebte Partnerschaften
Die Swiss Skills boten Ceruniq und der FeRC den passenden Rahmen, um ihren Partnern und Gönnern Danke zu sagen. Am Donnerstagnachmittag fand der gemeinsame Partneranlass statt. Nach den Ansprachen von Ceruniq-Zentralpräsident Konrad Imbach sowie Laurent Pasche, Präsident der FeRC, erhielten die Partner einen Einblick in den Wettkampf und konnten sich anschliessend bei einem Apéro auf dem Stand austauschen.







