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Grafiken ©VDPM
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Marktstatistik Estrichmörtel 2026: Rückgang deutlich verringert

Anlässlich des Fliessestrichforums am 7. und 8. September hat der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) gemeinsam mit der B+L Marktdaten GmbH die aktuelle Estrichmörtel-Marktstatistik für 2026 veröffentlicht. Die immer noch schwachen Positiv-Signale aus der Bauwirtschaft sorgten zumindest im bisherigen Jahresverlauf für ein weiteres Abschwächen der Rückgänge im Estrich-Markt.

Das Absatzminus verringert sich nunmehr das dritte Jahr in Folge und liegt im Vergleich zu 2025 noch bei -3,5 Prozent. Diesen Wert hat B+L im Rahmen der Prognose auf das gesamte Jahr 2026 hochgerechnet. In den beiden Jahren zuvor hatte es jeweils zweistellige Rückgänge gegeben – 2024 zu 2023 waren es -18 Prozent und 2025 zu 2024 immer noch -10 Prozent.

„Insofern sind wir angesichts der aktuellen Zahlen froh, dass sich der Trend zum Positiven in diesem Jahr fortsetzen wird, wenn auch nach wie vor im Minusbereich“, erklärt Antje Hannig, Geschäftsführerin beim VDPM. Das zeigen auch die absoluten Zahlen: Bezogen auf das ganze Jahr 2026 liegt der Estrichmörtel-Absatz bei 2,4 Mio. m³ und damit um nur 0,1 Mio. m³ unter dem Wert von 2025 (2,5 Mio. m³). Laut B+L lässt eine echte Trendwende allerdings weiter auf sich warten.

Werktrockenmörtel mit höchstem Minus

Mit Blick auf die einzelnen Estrich-Produkte ergibt sich folgendes Bild: Zementestrich als Werktrockenmörtel (Sackware) verzeichnet 2026 mit -7,4 Prozent den höchsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von Calciumsulfat-Fließestrich als Werktrockenmörtel (Silo) mit -6,5 Prozent und als Werkfrischmörtel (Fahrmischer) mit -4,6 Prozent.

Bei Fließestrichen aus dem Mixmobil ergibt sich ein Minus von -2,5 Prozent, bei konventionellem Baustellen-Zementestrich von -2,0 Prozent. Mit einem ganz geringen Minus von -0,5 Prozent liegt Schnellestrich nahezu auf Vorjahresniveau. Alle sonstigen Estrich-Produkte, wie z. B. Magnesia- oder Gussasphaltestriche, verzeichnen einen Rückgang um -6,0 Prozent (Vorjahr: -11,2 Prozent).

Konventioneller Zementestrich behält die erste Position

Wie schon in den vergangenen Jahren sind die Marktanteile der verschiedenen Estrichmörtel prinzipiell gleichgeblieben. Konventioneller Zementestrich behält die erste Position mit aktuell 1,03 Mio. m³ und einem Anteil von 43 Prozent. Es folgt Calciumsulfat-Fließestrich mit 0,65 Mio. m³, was 27,0 Prozent Marktanteil entspricht.

Die weitere Verteilung umfasst konventionellen Calciumsulfat-Estrich mit 0,22 Mio. m³ (= 9,0 Prozent), Zementestrich (als Werktrockenmörtel mit 0,20 Mio. m³ (= 8,0 Prozent), sonstige Estriche inkl. Schnellestriche mit 0,25 Mio. m³ (= 11,0 Prozent) und Zementfließestrich mit 0,05 Mio. m³ (= 2 Prozent).

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